Aktuell wird ein Verkehrskonzept erstellt, als Grundlage für kommende Sanierungen rund um den Marktplatz. Dies soll auch den Fußgängerverkehr und die Barrierefreiheit betrachten. Hier gibt es Nachholbedarf beim Pflasterbelag und den Gehwegbreiten. In den Projekttreffs des Quartiersmanagements wurde das Thema angesprochen und eine vorübergehende Lösung für den wenig fußgängerfreundlichen Stadtberg befürwortet. Dafür gibt es auf Anregung des Bürgermeisters einen Vorschlag des Quartiermanagements, eine Übergangslösung mit Verbesserung für die Fußgänger am Stadtberg zu schaffen. Ein lang gehegter Wunsch (noch zu Zeiten des Seniorenheimes in der Altstadt) auf einen komplett barrierefreien Gehweg zum Marktplatz und neu zur Galerie. Diese beinhaltet eine Querungshilfe auf Höhe der Pfarrgasse. Diese mündet etwa auf halber Höhe des Stadtbergs in die Spitaltorstraße. Zum Marktplatz gibt es, einseitig in Richtung Marktplatz, nur einen sehr schmalen Gehweg, der nicht für Rollatoren, Rollstühle oder Kinderwägen geeignet ist. "Hier sieht man immer wieder ältere Menscheln auf der Straße entlang schieben, das muss anders werden," so der Bürgermeister. Weiter ist in dem Vorschlag ein barrierefreier Gehweg auf der Seiten der ebern-galerie vorgesehen, in Verlängerung das Kleinpflaster auf einem Teil der Fläche vor Blumenladen und Weltladen barrierefrei begehbar zu machen und am Merkel-Haus den Gehweg ebenso zu verbreitern.
Die Querungshilfe am Stadtberg soll mit einem Zebrastreifen an dieser Stelle sowie auf der Ritter-von-Schmitt-Straße, zwischen ebern-galerie und Schumacherhaus - mit Zugang zum Altstadtparkplatz an der Eiswiese - und in der Kapellenstraße auf Höhe des "Pizzablitz" entstehen. Dazu soll es Gespräche im Januar mit der Polizei und der Verkehrsbehörde geben, die bisher keine Notwendigkeit für Zebrastreifen sahen. Was der Stadt helfen könnte: Durch eine Novelle in der Straßenverkehrsordnung können Kommunen seit Ende 2024 Zebrastreifen leichter anordnen - da der oft schwer zu erbringende Nachweis einer "besonderen örtlichen Gefahrenlage" entfällt und eine einfache Gefahrenlage ausreicht.
"Das wäre eine Chance, einen Zebrastreifen, die Gehwegverbreiterung und eine barrierefreie Anpassung des Kleinpflasters probeweise mal zu testen", sagt Hennemann. Wir könnten mit diesem Provisorium Erfahrungen sammeln, die dann in die Gesamtgestaltung einfließen könnten. jh