Viel los war auf der Festmeile zwischen Grauturm und Marktplatz. Die durchweg vielen Besucher konnten sich an teils sehr aufwendig gestalteten Informationsständen rund um den Naturpark und die Natur informieren. Zum Mitmachen für Groß und Klein gab es einiges: Es konnten Schwalben gebastelt und Vogelhäuschen gezimmert, an Glücksrädern gedreht werden, dazu gab es Wissenswertes an den Infoständen der Fischerei-Fachberatung, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bund Naturschutz, Institut für Biodiversitätsinformation, Baunach-Allianz oder Flussparadies Franken. Vorstellen durften sich auch Tourismus und Burgenwinkel, Umweltbildungszentrum oder Kreisentwicklung, Kreisfachberatung für Gartenbau, Bayerische Staatsforsten und auch der Bauernverband; dazu die Haßbergvereine.
Dieses Programm sah sich Umweltminister Thorsten Glauber (links) interessiert an. Hier am Stand der Baunach-Allianz mit Bürgermeister Jürgen Hennemann, Allianz-Manager Felix Henneberger, Laura Späth zuständig für kommunale Entwicklungspolitik und Nachhaltigkeit, Biodiv-Managerin Sabine Fuchs, Heinrich Schmidt Vorsitzender des Naturparkverbandes Bayern und Landrat Wilhelm Schneider.
Ein buntes Rahmenprogramm mit der Volksmusikgruppe Baunach, den "Iwinner Wirtshaus-Schrollern" und "Uschi Grande" aus Ermershausen auf der Bühne sowie zahlreiche Führungen durch Stadt und Natur rundeten das Geburtstagsfest ab.
Vorausgegangen war ein Empfang in der Rathaushalle, bei dem der aus dem bayerischen Umweltministerium angereiste Gratulant, Staatsminister Thorsten Glauber, die Laudatio auf den Naturpark hielt. Ihm lägen die bayerischen Naturparks sehr am Herzen, beteuerte der Minister; 19 an der Zahl seien es im Freistaat, sie machen mittlerweile ein gutes Drittel der Fläche Bayerns aus. "Wenn wir das nicht nutzen würden, würden wir uns eine Riesenchance vergeben", so Thorsten Glauber, nicht nur im Naturschutz, sondern auch touristisch und in der Bildungsarbeit. Im Grußwort des Landrates, gleichzeitig amtierender Vorsitzender des Naturparks Haßberge, wünschte sich dieser vom Umweltminister, beim bekanntlich sich stark verteuernden Naturparkzentrum in Königsberg eine höhere Festbetragsförderung durch den Freistaat.
Der Eberner Bürgermeister warb gleich für einen Ersatz für Ebern: Leider habe man ja den Zuschlag nicht selbst bekommen, könnte es nicht stattdessen vielleicht eine Alternative unterstützt durch das Umweltministerium sein, um die in Ebern vorhandene geballte Fachkompetenz zu bündeln? "Ob Biodiversitätszentrum oder Umweltstation - vielleicht fällt Ihnen noch was ein", so Hennemann zu Umweltminister Glauber. Die in Biodiverstität, Naturschutz und Nachhaltigkeit sehr aktive Stadt mit ihren vielen ehrenamtlich engagierten Menschen habe eine Anlaufstelle dringend notwendig, so der Bürgermeister. Die Bitte nehme er mit, versprach dieser, ebenso die Gedanken zu den seit Förderbetrags-Festlegung stark gestiegenen Kosten im Hochbau.
Naturpark-Geschäftsführer Lukas Bandorf zeigte in Wort und Bild eine Auswahl an Touren und Projekten im Naturpark auf. Den Blick in die Zukunft warf dann Rangerin Katja Winter gemeinsam mit ihren Juniorrangerinnen und -rangern, die ihre ganz eigenen Wünsche dazu äußern durften: "Kein Müll in der Natur" beispielsweise, aber auch "Keine Windräder im Wald", wofür man Bäume fällen müsste, oder auch "Solarenergie auf Dächern statt auf Feldern". jh