Im Waldkindergarten begaben sich unsere Vorschulkinder am 26. Mai 2026 auf eine spannende „Reise in die Welt der Schokolade“. Dabei ging es nicht nur um Genuss, sondern auch um wichtige Fragen rund um Herkunft, Herstellung und Gerechtigkeit.
Zu Beginn überlegten die Kinder in einem Bewegungsspiel gemeinsam, was Fairness im Alltag bedeutet. Ein Kind ärgert die ganze Zeit die anderen Kinder? Nur die Mädchen bekommen ein Stück Schokolade? Ganz schön unfair. Alle Kinder dürfen spielen? Das klingt fair. Anschließend reisten die Kinder fiktiv nach Ghana auf eine Kakaoplantage und schauten sich dort in einer Bildergeschichte an, wie die Kakaoschote vom Baum bis zum Containerschiff nach Europa kommt. Dabei entdeckten sie auch Kinder, die auf der Plantage schwer arbeiten müssen und nicht spielen oder zur Schule gehen können. Das fanden die Kinder ganz schön unfair. Sie lernten, dass man beim Einkaufen auf Fairtrade-Siegel achten kann, um bessere Arbeitsbedingungen und fairere Handelsstrukturen zu unterstützen, die keine Kinderarbeit zulassen. Der Weg vom Containerschiff zur Schokoladenfabrik bis in das Supermarktregal ist immer noch sehr weit. Daher entdeckten die Kinder mit Augen, Nase, Händen und Mund, wie aus der rohen Kakaobohne eine fair produzierte Schokolade wird.
Besonders beliebt war natürlich die Verkostung der fertigen fairen Schokolade. Weniger begeistert waren viele vom sehr bitteren Geschmack der Kakaonibs und richtig doof, fanden die Kinder die Kinderarbeit. So wurde aus einer süßen Reise in die Welt der Schokolade auch eine wertvolle Erfahrung über Fairness, Verantwortung und weltweite Verbundenheit. Der Workshop fand im Rahmen des Projekts Koordination kommunaler Entwicklungspolitik statt, das von Engagement Global mit Mitteln des BMZ gefördert wird. mf