Mittlerweile liegen die ersten Wochen im Amt hinter mir. Ehrlich gesagt, weiß ich manchmal selbst nicht, wo die Zeit geblieben ist.
Der Spagat zwischen meinem Beruf als Bauleiter und dem Bürgermeisteramt ist dabei durchaus interessant. An manchen Tagen bin ich morgens noch in Arbeitskleidung auf einer Baustelle unterwegs und sitze kurze Zeit später bei einem Termin in der Verwaltung oder einer Besprechung. Genau diese Vielfalt macht das Amt aber auch spannend.
In den vergangenen Wochen ging es für mich vor allem darum, hinter die Kulissen zu schauen und die vielen Abläufe unserer Gemeinde kennenzulernen. Gemeinsam mit unserem Bauhofleiter habe ich mir bereits Teile der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung angeschaut, war bei verschiedenen Projekten vor Ort und habe mir vieles erklären lassen. Mir ist wichtig zu verstehen, wie unsere Gemeinde in den einzelnen Bereichen funktioniert und wo wir in Zukunft ansetzen können.
Dabei wird schnell deutlich, dass vieles im Hintergrund passiert und von außen oft gar nicht sichtbar ist. Aktuell beschäftigen wir uns deshalb intensiv damit, Themen zu ordnen, Prioritäten festzulegen und Strukturen zu schaffen, auf denen wir in den kommenden Jahren aufbauen können. Oft sind es genau diese kleinen Dinge im Hintergrund, die später den Unterschied machen.
Gleichzeitig zeigt das Bürgermeisteramt aber auch immer wieder eine ganz andere Seite. Ich durfte bereits Reden bei verschiedenen Veranstaltungen halten, Bierfässer anstechen und sogar meine erste Trauung durchführen. Genau diese Mischung macht das Amt so abwechslungsreich. Kein Tag ist wie der andere.
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde, des Bauhofs, der Verwaltung, aber auch bei unserem zweiten Bürgermeister und der dritten Bürgermeisterin und auch unserem Gemeinderat. Gerade in den ersten Wochen haben sie mich mit viel Geduld unterstützt, Fragen beantwortet und mir geholfen, mich in die zahlreichen Themen einzuarbeiten. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken.
Was mich außerdem freut: Überall in unserer Gemeinde gibt es Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und mit anzupacken. Ob in den Vereinen, Feuerwehren, Kirchengemeinden oder Dorfgemeinschaften. Genau dieses Engagement macht unsere Heimat aus.
Gerade in Zeiten, in denen die finanziellen Möglichkeiten der Kommunen immer kleiner werden, wird dieses Miteinander immer wichtiger. Nicht alles lässt sich mit Geld lösen. Oft kann man gemeinsam mehr erreichen, als man zunächst denkt.
Ich bin überzeugt, dass in unserer Gemeinde noch viel Potenzial steckt. Wenn wir weiterhin zusammenhalten, Verantwortung übernehmen und auch mal selbst mit anpacken, können wir gemeinsam vieles bewegen. Schließlich wohnen wir alle in derselben Heimat.