Titel Logo
Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern
Ausgabe 13/2026
Stadt Ebern
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Handwerk, Geschichte und gelebte Identität: Eberner Stadtführer vertiefen Wissen über Fachwerk

 

Das Fachwerk ist ein Meisterwerk der Nachhaltigkeit und ein unschätzbares Kulturgut, das Generationen überdauert. Um dieses Erbe lebendig zu vermitteln, unterzogen sich vier Eberner – Karl Heinz Zürl, Rita Hering, Dr. Fritz Hering sowie Kreisheimatpflegerin Christiane Tangermann – einer intensiven Fortbildung. 

Fachwissen vom „Fachwerk-Papst“

An vier Tagen in Fulda erhielten sie fundierte Einblicke in den Fachwerkbau. Geleitet wurden die Seminare auch von Professor Manfred Gerner, der als Spezialist und Autor zahlreicher Standardwerke eine Koryphäe auf diesem Gebiet ist.

Feierlicher Rahmen im Stadtrat

Ein Moment der Würdigung fand in der letzten Stadtratssitzung statt: Bürgermeisterin Isabell Zimmer überreichte Christiane Tangermann als letzter der Gruppe ihr Zertifikat. Die anderen drei Teilnehmer hatten ihr Diplom bereits erhalten. Die Bürgermeisterin sprach sich in diesem Rahmen zudem anerkennend für das Engagement der Gruppe aus und regte freundlich an, dass der Stadtrat bei Gelegenheit gemeinsam eine solche Fachwerkführung besuchen könnte. In ihrem Dankeswort betonte Frau Tangermann: „Diese Fortbildung war eine wertvolle Gelegenheit, unser Verständnis für die Bausubstanz in Ebern zu vertiefen. Das Wissen ist eine große Hilfe für die denkmalpflegerische Arbeit und unsere Stadtführungen.“

Ebern: Ein lebendiger Teil der Deutschen Fachwerkstraße

Ebern ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstraße e. V., die Orte verbindet und Brücken zwischen Tourismus und gelebter Denkmalpflege schlägt.

Zukunft der Führungen

Die vier Absolventen sind nun bestens gerüstet, ihr Wissen an interessierte Besucher weiterzugeben. Sie sind eingeladen, Details mit geschultem Blick zu betrachten: Ob ein kunstvoll geschwungenes genastes Andreaskreuze, ein „Wilde Mann“ oder ein „Bauerntanz“– all diese Fachwerkverzierungen sind dann keine abstrakten Begriffe mehr. Die Tradition lebt nicht von der Vergangenheit allein – sie lebt von Menschen, die sie heute verstehen, pflegen und in die Zukunft tragen. Ebern ist hierfür bestens aufgestellt.

Text: Christine Tangermann