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Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern
Ausgabe 16/2025
Stadt Ebern
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Zukunftssicherung der Wasserversorgung in Ebern

Die neue Leitung wurde während Sitzung bereits symbolisch in Betrieb genommen. Bürgermeister Jürgen Hennemann (2. von rechts) und FWO-Verbandsvorsitzender Heinz Köhler (3. von rechts), drehen am Rad, natürlich nur symbolisch. Von links mit auf dem Bild: Verbandsdirektor Markus Rauh und Abteilungsleiter Jörg Pompe von der FWO und rechts Wassermeister Edwin Hanke.

Bürgermeister Jürgen Hennemann schenken die unterschiedlichen Wässer aus. Zweiter von rechts FWO-Verbandsvorsitzender Heinz Köhler.

Im Rahmen der letzten Sitzung des Bauausschusses wurde im Wasserwerk an der Pöppelsmühle mit einer kleinen Feierstunde die Fertigstellung der Verbindungsleitung von Heubach nach Reuterbrunn und damit der Anschluss an die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) gefeiert. Bürgermeister Jürgen Hennemann konnte hochrangige Vertreter der FWO begrüßen – den Verbandsvorsitzenden Heinz Köhler, Verbandsdirektor Markus Rauh und Abteilungsleiter Jörg Pompe. Gemeinsam mit dem städtischen Bauamt, der Firma HTS und dem Büro Baurconsult blickte man zufrieden auf ein gelungenes Projekt zurück. Die 2.700 Meter lange Verbindungsleitung transportiert das FWO Wasser von Heubach über Eichelberg nach Reutersbrunn zum Wasserwerk. Diese Orte sind zukünftig komplett mit FWO Wasser versorgt. Im Wasserwerk wird das FWO Wasser zu 10 Prozent in das Eberner Wassernetz eingespeist. Ende Juli soll der Anschluss komplett fertiggestellt sein.

„Ein weiterer wichtiger Meilenstein für unsere Stadt, bei der Zukunftssicherung der Wasserversorgung“, so Hennemann. Der Anschluss an die Fernwasserversorgung, ist zukünftig das zweite Standbein der Stadt, neben den beiden hervorragenden Brunnen an der Pöppelsmühle. „Wir sichern uns für die Zukunft doppelt ab, machen unsere eigene Trinkwasserversorgung langfristig sicher und haben zusätzliche Sicherheit geschaffen, sollte mal ein Brunnen der Stadt ausfallen.“

Auch wenn Bauleiter Markus Henneberger eine kleine Verzögerung nicht ausschließen wollte, zeigt sich das Projekt in einem erfreulich reibungslosen Verlauf. Neben mehr Versorgungssicherheit bringt die neue Verbindung auch einen angenehmen Nebeneffekt: Der Härtegrad des Wassers wird sich leicht reduzieren – ein Vorteil für Haushaltsgeräte und Geschmack. Genau diesen konnten die Stadträte und Gäste testen. Wassermeister Hanke hatte das Eberner Brunnenwasser und das FWO Wasser zum Testen bereit gestellt. Bei der Wasserprobe: FWO oder Eberner Wasser? Nicht alle Anwesenden lagen richtig, die meisten aber schon, besonders die, die zu Hause Leitungswasser trinken.

FWO-Verbandsvorsitzender Heinz Köhler freute sich ebenfalls über die Zusammenarbeit mit der Stadt Ebern. „Die FWO ist ein zuverlässiger Partner, auf den man setzen kann. „Der Anschluss an Ebern ist ein Meilenstein für deren Trinkwasserversorgung“, sagte Köhler. Er ging darauf ein, welche Städte und Gemeinden schon mit FWO-Wasser versorgt werden. Es sei eine gute Entscheidung für Ebern gewesen, an die FWO anzuschließen.

Die Gesamtkosten sind mit etwa 1,1 Million Euro veranschlagt. „Vom Freistaat gibt es eine Förderung von 218 .800 Euro“, sagte Martin Lang. Edwin Hanke, Wassermeister der Stadt Ebern erläuterte dem Bauausschuss und den Gästen die Technik im Pumpwerk an der Pöppelsmühle. Auf die Frage von Eichelberger Stadtrat Andreas Mölter: „Kommen auf Bürger von Eichelberg infolge des Anschlusses Kosten zu?“, verneinte das der Bürgermeister, da die Verbindungsleitung von der Stadt gebaut wurde und nicht von der Rentweinsdorfer Gruppe, zu denen die Eichelberger gehören. Auch für die Eberner Wasserversorgung gibt es dadurch keine zusätzlichen Gebühren, da alles über den Wasserpreis finanziert werde und die Kosten in die Gesamtkalkulation einfließen würden.

jh