Der dritte Beteiligungsworkshop zur kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Ebern fand am 21. Juli 2026 in der kleinen Frauengrundhalle statt. Rund 30 Vertretende aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Bildung und Wirtschaft kamen zusammen, um die Entwurfsfassung der Strategie zu diskutieren und ihre Anregungen einzubringen. Die Teilnehmenden lobten den guten Austausch und auch das gute Zeitmanagement des Moderators. Die Stadt Ebern hatte sich stellvertretend für die Baunach-Allianz für die Begleitung durch ein externes Büro in diesem Prozess bei der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) beworben und profitiert nun als eine von 5 Gemeinden in Bayern und Baden-Württemberg von der kostenlosen professionellen Unterstützung.
Der vierte Bürgermeister Markus Fausten eröffnete an diesem Abend stellvertretend für Bürgermeisterin Isabell Zimmer die Veranstaltung und wünschte den Teilnehmenden einen konstruktiven Austausch. In den folgenden zweieinhalb Stunden wurde an verschiedenen Themeninseln intensiv diskutiert. Dabei wurden unter anderem sehr konkrete Maßnahmen zu Bildungsangeboten, Schwimmbadwiese, Jugendbeteiligung, Leerstandslotsen, Car-Sharing und neuen Wohnformen debattiert.
Der Workshop war bereits die dritte Beteiligungsveranstaltung im Rahmen des Strategieprozesses. Im vergangenen Jahr hatte das verwaltungsübergreifende Kernteam zunächst bestehende Konzepte und Strategien der Stadt zusammengeführt und daraus erste Zukunftsideen entwickelt. Diese wurden in den ersten beiden zusammengefassten Workshops vorgestellt, von den Teilnehmenden ergänzt, diskutiert und priorisiert. Die Ergebnisse flossen anschließend in die Entwurfsfassung der Nachhaltigkeitsstrategie ein, die bestimmte Leitziele und Leitprojekte festlegt.
Im dritten Workshop lag der Fokus nun auf diesen sogenannten Leitzielen und Leitprojekten, also den besonders wichtigen und dringlichen Zielen und Maßnahmen. Die Teilnehmenden prüften diese auf Verständlichkeit, Vollständigkeit und mögliche Ergänzungen. Zwar wurden einige neue Vorschläge eingebracht, diese ließen sich jedoch größtenteils in die bereits formulierten Ziele und Projekte einordnen. Viele Teilnehmende begrüßten die inhaltliche Ausrichtung und die Möglichkeit zur Beteiligung an der Nachhaltigkeitsstrategie und sehen in ihr eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung Eberns. Gleichzeitig wurde die Sorge geäußert, dass personelle und finanzielle Engpässe, den vielen Ideen und wichtigen Maßnahmen einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Auch der Beschluss der Strategie im Stadtrat steht noch bevor. Umso wichtiger war es, dass auch Stadtratsmitglieder aus verschiedenen Fraktionen vertreten waren und mitdiskutierten.
Das Kernteam angeführt von Bürgermeisterin Isabell Zimmer wird die Rückmeldungen nun sorgfältig auswerten und insbesondere die Maßnahmen weiter konkretisieren, auch in Hinblick auf die finanziellen und personellen Ressourcen, bevor sie dem Stadtrat im September zur Beratung vorgelegt werden sollen. Mit dem dritten Beteiligungsworkshop ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen Nachhaltigkeitsstrategie gelungen. Der Beteiligungsprozess zeigt, dass viele Menschen bereit sind, die nachhaltige Entwicklung ihrer Stadt und der Region aktiv mitzugestalten.
Text: Baunach-Allianz