Begonnen wurde mit Betonsanierungen am Nachklärbecken und am Sandfang. Hier kommen die Arbeiten gut voran. Die Hauptarbeiten der Beckensanierung und Technikumstellung in den Belebungsbecken folgen dann in einem eng getaktetem Zeitplan.
Das Großprojekt für dieses Jahr der Stadt Ebern ist in der Kläranlage angelaufen. Die umfassende Sanierung der 30 Jahre alten Kläranlage ist dringend notwendig und mit ca. 3 Mio. Euro Kosten geplant. Martin Lang erläuterte in der letzten Stadtratssitzung die Vorgehensweise und den Umfang der Maßnahme der technischen Verbesserungen und Betonsanierungen sowie Übergangslösungen mit großen Pumpen für den Notbetrieb. Umgesetzt wurden bereits die Klärschlammpresse vor Ort, die zur kontinuierlichen Behandlung des Klärschlammes den Anlagenbetrieb verbessert, mit einer Investitionssumme von 1,468 Mio. Euro. Auch eine zusätzliche Fällmitteldosieranlage für 240.000 Euro, die Installation einer Photovoltaikanlage und die Sicherstellung der Notstromversorgung mit einem Aggregat sind ebenfalls fertiggestellt.
Es wäre in diesem Jahr in der Kläranlage mit großem Aufwand ein Notbetrieb zu fahren, der die Mannschaft der Kläranlage und des Bauamtes sehr fordern werde. Bürgermeister Jürgen Hennemann dankt schon jetzt dem gesamten beteiligten Personal, die eine besondere Arbeitsbelastung in diesem Jahr hätten und hofft, dass alles wie geplant, ohne Komplikationen abläuft. "Am Ende des Jahres haben wir eine komplett überarbeitete Kläranlage auf technisch neuem Stand und sind für die Zukunft gut aufgestellt", so der Bürgermeister. Mit einer Gesamtsumme von 4,8 Mio. für die gesamte Sanierung sei dies ein hoher Kostenfaktor durch die gesetzlichen Vorgaben zum Schutze der Umwelt.
Für die Zukunft steht noch die Umstellung der Anlagentechnik mit Klärgasnutzung an, die aber erst geplant werden müsse. Sinnvoll sei diese allemal, da neben einer verbesserten Klärschlammbehandlung und Verringerung der Schlammmenge sowie Gewinnung von Klärgas und daraus Stromerzeugung, man es sogar zur Energieautarkie schaffen könnte, so Hennemann. Das werde auch gesetzlich ab dem Jahr 2030 gefordert.