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Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern
Ausgabe 6/2026
Stadt Ebern
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Verbesserung für Fußgänger am Stadtberg

Wie sich die Situation für Fußgänger am Eberner Stadtberg verbessern lässt, wurde beim Projekt-Treff mit dem Quartiersmanagement zur Verkehrssituation in Eberns Altstadt diskutiert. Dort hatte der Vorschlag, die Situation für Fußgänger zu verbessern, eine große Priorität. Das beauftragte Verkehrskonzept soll künftig ergeben, wie in Eberns Altstadt künftig Fußgänger und Autofahrer miteinander gut auskommen Schon jetzt hat Bürgermeister Jürgen Hennemann angeregt, ein sichtbares Zeichen für mehr Verkehrssicherheit zu setzen und die Anregung der Bürger aufzunehmen. Der Zugang zur ebern-galerie soll gänzlich barrierefrei von der Straße aus werden und die hohen Gehsteigkanten am Ende des Gehweges am Döner-Haus und am Marktplatz, am Merkl-Haus, mit Rampen versehen werden, damit der Weg begehbar und barriereärmer wird. Auch weil es bis zur Umsetzung des Konzeptes noch länger dauern könnte, das möglicherweise den gesamten Bodenbelag, auf alle Fälle das komplette Pflaster rund um den Marktplatz verändert und für eine "Shared Space", also ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Fußgänger und motorisierten Verkehrsteilnehmern sorgt, soll ein Versuch gestartet werden.

Die Idee von Bürgermeister Hennemann wurde von Frau Obrusnik auf Papier gebracht und kürzlich bei einem Ortstermin gemeinsam mit dem Quartiersmanagement, Vertretern der Polizei Ebern und der Verwaltung sowie Verkehrsreferent Harald Pascher besprochen. So soll die Spitaltorstraße durch Markierungen so verschmälert werden, "dass Fußgänger aus der Ebern-Galerie sicher austreten und den Stadtberg passieren können", so Hennemann: "Der Fahrverkehr würde dabei nur einspurig auf dem Stadtberg geführt werden, da die Restfahrbahnbreite nicht mehr für Begegnungsverkehr ausreichend ist." Der bergabfahrende Fahrer sollte warten und eine entsprechende Beschilderung angebracht werden, wie das am Stadtberg lange üblich war.

Aus Sicht der Polizei ist eine reine Markierung nicht ausreichend für den Schutz der Fußgänger; es erfordere eine "bauliche Trennung". Das sieht auch die Verwaltung so, die Absperrschranken - ähnlich derer, wie sie zu Zeiten der Baustelle an der Galerie aufgestellt worden waren - empfiehlt. Auch andere Arten von baulichen Abtrennungen sind möglich, bringt Bürgermeister Hennemann in die Diskussion, sogenannte Protektionselemente, Randsteine, die den Gehweg abtrennen und die Fußgänger schützen.

Die Strecke, also die Engstelle, sollte so kurz wie möglich gehalten werden. Das Provisorium des Fußgängerwegs soll bereits kurz nach dem ehemaligen Döner-Bistro wieder auf den vorhandenen Gehweg geführt werden. Vorgesehen ist nun der Zeitraum von April bis Ende Juni - dann sollte etwa das in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten vorliegen.

Die Polizei hat in diesem Zusammenhang auch mitgeteilt, dass die gewünschten Zebrastreifen auf Höhe der ebern-galerie und beim Durchgang am Schumacherhaus, wo es zum großen Eiswiesen-Parkplatz geht, nicht befürwortet werden. Zebrastreifen würde es in Ebern nicht brauchen, da die erlaubten 30 Kilometer pro Stunde in der Altstadt ohnehin verhindern würden, dass Autofahrer zu schnell und Fußgänger dadurch beim Überqueren der Straßen nicht sicher wären, wie Bürgermeister Jürgen Hennemann die Stellungnahme zusammenfasst.

Die provisorische Verbesserung der Verkehrsführung für die Fußgänger am Stadtberg wurde vom Stadtrat mehrheitlich beschlossen und soll jetzt schnell umgesetzt werden. Das Provisorium mittels Abtrennungen soll für die Dauer einer Testphase umgesetzt werden.

jh