„Im Investitionsplan für 2026 sind keine großen Dinge eingeplant und wir landen dennoch bei fast 6 Mio. Euro", stellt Bürgermeister Jürgen Hennemann fest. Das ist schon an der finanziellen Belastungsgrenze. Dabei sind hier noch keine größeren Projekte, wie ein Feuerwehrhausneubau Ebern, die Sanierung der Gebäude des Bauhofes Straßensanierungen in größerem Umfang, und die Maßnahmen aus dem ISEK: Marktplatzsanierung und Neugestaltung enthalten. Diese stehen in den nächsten Jahren an.
Mit dem Quartiersmanagement werden nach dem ISEK die Maßnahmen Altstadtsanierung Maßnahmen im Mühlenviertel und am Marktplatz (Barrierefreiheit, Begrünung) und Hochwasserschutz Angerbachtal, Zulauf Baunach, Rückhalt Lützelebern angegangen und umgesetzt. Dabei wird in den nächsten Jahren nach den Finanzmitteln geschaut werden müssen, außer dem Mühlenviertel ist noch nichts im Finanzplan. Hier müssen die Maßnahmen der Städtebauförderung mit hohen Zuschüssen genutzt werden.
Der größte Posten in 2026 sind die Sanierungskosten für die Kläranlage, geschätzt: 2.175.000 Euro (nur Anteil Stadt Ebern, 75 % der Gesamtkosten). Wir rechnen mit einem Gesamtzuschuss (max.) von 1.373.413 Euro vom Staat aus der RZ WAS, der allerdings erst zeitversetzt (ca. 2 Jahre Wartezeit) bei der Stadt ankommt. Der Eigenanteil von 801.587 Euro wird in die Kalkulation der Abwassergebühren in den nächsten Jahren, je nach Abschreibung der Bauteile, einfließen und diese sicherlich steigen lassen.
Investitionen 2026
Aus dem Verwaltungshaushalt mit den laufenden Kosten und den geplanten Investitionen 2026 im Vermögenshaushalt ergibt sich ein Gesamtfehlbetrag von 4.327.234 Euro.
Dieser kann nur durch 2.500.000 Euro aus noch vorhandenen Rücklagenmitteln und Kreditaufnahmen ausgeglichen werden. Neue Kreditaufnahmen von 1.827.234 Euro (neu laut Haushalt 2026) werden notwendig, zu den beschlossenen Kreditaufnahmen aus 2025 von 4.300.000 Euro, die nicht aufgenommen werden mussten, wegen Verschiebung von Maßnahmen.
Wegen der guten Bewirtschaftung der Haushaltsmittel in den letzten 10 Jahren und auch weil sich in Haushalten vorgesehene und finanzierte Projekte verschoben haben, wie gerade im letzten Jahr, musste die Stadt keine weiteren Kredite aufnehmen. „Wir haben kontinuierlich Schulden abbauen können, von rund 8 Mio. Euro 2015 auf rund 2 Mio. Euro 2024, trotz jährlicher Investitionen in die Infrastruktur und vieler geförderter Projekte. Nur so haben wir Spielraum für Kreditaufnahmen für weitere Investitionen", erläutert Bürgermeister Hennemann.
Die noch vorhandenen Rücklagen von 2,5 Mio. Euro müssen jetzt 2026 eingesetzt und Kredite zusätzlich aufgenommen werden, um die geplanten Investitionen zu finanzieren. Diese müssen dieses Jahr sein. Alle Investitionen müssen über Kredite finanziert werden, die Verschuldung wird wieder steigen. „Das geht aber nicht alle Jahre so, da die Tilgung der Kredite und die Zinszahlung aus dem bestehenden Haushalt erbracht werden muss", warnt der Bürgermeister. jh