Titel Logo
Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Ebern
Ausgabe 8/2026
Baunach-Allianz
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Baunach-Allianz

Sonnenliege in Eichelberg, Fitness-Parcours zwischen Untermerzbach und Memmelsdorf oder der Gedenkstein für Isabella Vollkommer in Unterpreppach: gefördert durch das Regionalbudget der Baunach-Allianz.

Seit 2020 fließen jedes Jahr Fördermittel aus dem Regionalbudget des Amtes für Ländliche Entwicklung in die Baunach-Allianz. Diese werden jährlich wieder von der Baunach-Allianz für die Gemeinden Baunach, Ebern, Gerach, Lauter, Pfarrweisach, Reckendorf, Rentweinsdorf und Untermerzbach bereit gestellt - die anderen drei Gemeinden sind bei anderen Allianzen beim Regionalbudget dabei. "Zunächst waren es 100.000 Euro pro Jahr, jetzt 75.000 Euro. Inzwischen sind es rund eine halbe Million Euro, die direkt in die Orte, Vereine und Dorfgemeinschaften der Region geflossen sind“, freut sich Allianz-Vorsitzender Jürgen Hennemann. Auch 2026 stehen wieder 75.000 Euro bereit. Jedes Projekt erhält 70 Prozent Förderung, das Regionalbudget selbst wird zu 90 Prozent vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken gefördert. Ein Modell, das sich als "echter Motor" für Ehrenamt, Zusammenhalt und regionale Wirtschaft erwiesen habe, wie Allianzmanager Felix Henneberger sagt. Es seien schon viele Projekte angestoßen worden, die es sonst nicht gäbe.

"Das Regionalbudget ist für unsere Dorfgemeinschaften ein Geschenk. Es stärkt das Ehrenamt, es stärkt die Menschen - und es tut das seit sieben Jahren verlässlich", betont der 1. Vorsitzende der Baunach-Allianz, Jürgen Hennemann: "Viele Projekte wären ohne diese Unterstützung schlicht nicht möglich und würden von den Vereinen nicht angepackt."

Die Wirkung des Regionalbudgets reiche weit über die einzelnen Maßnahmen hinaus, erklärt Felix Henneberger: "Es ermöglicht Engagement, weil es Hürden senkt. Es schafft Begegnungsräume, weil es Ideen in sichtbare Orte verwandelt. Und es stärkt die regionale Wirtschaft, weil viele Aufträge an lokale Handwerksbetriebe und Dienstleister gehen - vom Zimmerer über den Metallbauer bis zum Elektroinstallateur." So bleibe das Geld in der Region, sorge für Wertschöpfung vor Ort und verbinde Menschen, die gemeinsam etwas bewegen wollen.

Im zurückliegenden Jahr konnten mit dem Budget von 75.000 Euro insgesamt 23 Projekte in den Mitgliedsgemeinden erfolgreich umgesetzt werden. So wurden beispielsweise ein mobiler Marktstand für Rentweinsdorf, ein Medienrückgabesystem für die Bücherei Baunach und eine flexible Lichtanlage für Events in der Laimbachtalhalle angeschafft; gefördert wurde beispielsweise auch der Verleih von Biertischgarnituren über den Kulturring in Ebern oder der Gedenkstein zum Bombenabwurf 1945 in Unterpreppach.

 

 

Auch für 2026 stehen die geförderten Projekte schon fest. Etwa im Eberner Stadtteil Fierst, wo ein neues Backhaus entsteht, "getragen von beeindruckendem ehrenamtlichem Engagement", wie Felix Henneberger lobt: "Bürgerinnen und Bürger organisieren Material, helfen beim Bau und schaffen einen Ort, der künftig Treffpunkt, Backstube und Herzstück des Dorflebens sein wird." Das Backhaus stehe stellvertretend für viele weitere Projekte aus den umliegenden Ortsteilen, die ebenfalls vom Regionalbudget profitieren. In der gesamten Baunach-Allianz werden dieses Jahr 27 Projekte gefördert.

In Lauter soll ein neues Ausschankhäuschen entstehen, das Feste und Veranstaltungen erleichtert; Gerach plant die Anschaffung neuer Festzeltgarnituren, die das Dorfleben unterstützen. In Reckendorf wird eine Obstpresse mit Häcksler angeschafft, um das gemeinschaftliche Verarbeiten regionaler Früchte zu ermöglichen. Rentweinsdorf setzt mit dem Pavillon am Mehrgenerationenplatz in Sendelbach auf einen Ort der Begegnung für Jung und Alt. In Untermerzbach wird die Anschaffung einer Knetmaschine für den Dorfbackofen (die gemeinschaftliche Backaktionen erleichtert und Tradition lebendig hält) und in Ebern für den Glühweinstand ein Ausschankautomat gefördert. jh