Die letzten Bürgerversammlungen von Bgm. Heinz Meyer
Bürgermeister Heinz Meyer hielt in der Zeit vom 13. bis 22. April seine letzten Bürgerversammlungen als Polsinger Bürgermeister ab.
Die Bevölkerungsentwicklung zeigt eine leicht positive Tendenz, was Meyer als ermutigendes Zeichen für die Attraktivität der Gemeinde wertete. Er forderte zudem die bessere Nutzung der Gemeinde-App.
Das Haushaltsvolumen lag bei über 3 Millionen Euro. Bei der detaillierten Haushaltsanalyse erläuterte Meyer die größten Einnahmen: Einkommensteuerbeteiligung, Schlüsselzuweisungen und Gewerbesteuer.
Die Ausgabenstruktur zeigt klare Prioritäten: Döckinger Dorferneuerung, Radwegbau, Abwassersystem und der Umbau des neuen Bauhofs in Ursheim. Außerdem wurde für die örtlichen Feuerwehren kräftig investiert, wobei Meyer die wichtige Rolle der Brandschutz- und Katastrophenhilfe betonte. Weitere Ausgabenschwerpunkte waren die Grundschule, die Jugendhilfe und die Kindergärten. Straßenunterhalt und Grünanlagen waren weitere Ausgabeposten.
Positiv entwickelte sich der Gemeindewald, der 94.000 Euro erwirtschaftete und damit zur Haushaltskonsolidierung beitrug. Dem Vermögenshaushalt wurden beachtliche 1,188 Millionen Euro zugeführt.
Die Gemeindefinanzen zeigen 1,5 Millionen Euro Rücklagen trotz Millionen-Investitionen.
Als anstehende Großprojekte nannte Meyer den Schwalbenbach-Straßenausbau und den Radweg Kronhof-Laub, die bereits in der Planungsphase stehen. Auch sei man auf Lösungssuche für das Polsinger Abwasserproblem (Kläranlage). Letztlich verlor Meyer noch ein paar Ausführungen zum geplanten Windpark der „Erneuerbaren Energie Allianz Hahnenkamm“ und die Wichtigkeit, dass dieser in Bürgerhand bleibt. Abschließend dankte er allen Ehrenamtlichen für ihr Engagement.
Der designierte neue Bürgermeister Gerhard Amslinger nahm bereits Wünsche und Anregungen der Bürger entgegen und versprach, sein Bestes zu geben, um die positive Entwicklung fortzusetzen.
In der letzten Bürgerversammlung in Döckingen würdigte Erich Wurm in einer bewegenden Rede Meyers erfolgreiche 16-jährige Amtszeit und dessen Verdienste um die Gemeinde. Heinz Meyer war kein Bürgermeister mit Kirchturmdenken, betrachtete alle Probleme objektiv und sei immer auf die Gemeindebürger eingegangen. Sein Prinzip war nicht nur geradeaus, sondern auch mal nach rechts und links zu schauen. Mit einem Danke und den Worten: "Heinz du warst uns ein toller Chef, wir werden dich vermissen. Danke im Namen der Verwaltung und unserer Bürger" schloss er seinen Rückblick.