Frisches Trinkwasser auf Knopfdruck – und das kostenlos: Mit der Spende eines modernen Trinkwasserspenders setzt die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) gemeinsam mit dem Schulverband Pressig ein starkes Zeichen für Gesundheit, Nachhaltigkeit und bewusstes Trinkverhalten an der Mittelschule Pressig.
Über 300 Schülerinnen und Schüler profitieren künftig von der neuen Einrichtung in der Aula der Schule.
Zur offiziellen Inbetriebnahme erläuterte FWO-Verbandsdirektor Markus Rauh die Hintergründe der Initiative. Ziel sei es, das Trinkverhalten von Kindern nachhaltig zu verbessern und die Versorgung mit gesundem Trinkwasser direkt im Schulalltag sicherzustellen. Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass viele Kinder während der Schulzeit zu wenig trinken. Projekte wie „Trinkfit – mach mit!“ hätten jedoch bewiesen, dass Wasserspender in Schulen zu einem deutlich besseren Trinkverhalten führen. Kinder trinken dadurch mehr Wasser und gleichzeitig weniger süße Getränke wie Limonaden oder Säfte.
Die FWO unterstützt dieses Konzept bereits seit mehreren Jahren aktiv und hat inzwischen mehr als 60 Wasserspender an Schulen und in Gemeinden bereitgestellt.
Die Kosten für die Anlagen – je nach Ausführung zwischen 3.000 und 4.000 Euro – übernimmt dabei vollständig die Fernwasserversorgung Oberfranken. Auch die Koordinierung mit dem Hersteller wird durch die FWO organisiert.
Initiator, Schulverbandsvorsitzender und 1. Bürgermeister Stefan Heinlein zeigte sich über die neue Einrichtung sichtlich erfreut und dankte im Namen des Schulverbands Pressig und seiner Bürgermeisterkollegen aus Stockheim, Teuschnitz, Reichenbach und Tschirn für diese wertvolle Gesundheitsmaßnahme. In seiner Ansprache bezog er die anwesenden Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen direkt mit ein und stellte die Frage: „Woher kommt unser Wasser eigentlich?“
Die ersten Antworten ließen nicht lange auf sich warten: „Aus dem Wasserhahn!“ und „Aus dem Brunnen!“ – beides richtig, wie der Bürgermeister schmunzelnd bestätigte. Gleichzeitig erklärte er den Kindern anschaulich, welchen langen Weg das Wasser von den Brunnenanlagen bis in die Haushalte zurücklegt und welcher technische sowie finanzielle Aufwand dahintersteckt, damit rund um die Uhr hochwertiges Trinkwasser verfügbar ist.
Besonders eindrucksvoll wurde es beim Vergleich der Kosten: „Für 1.000 Liter Wasser bezahlen wir zuhause gerade einmal rund 2,50 Euro“, betonte Heinlein. „Jetzt könnt ihr einmal gemeinsam mit euren Lehrerinnen und Lehrern ausrechnen, was im Vergleich dazu ein Liter Limonade oder Cola kostet.“ Umso schöner sei es deshalb, dass die Schülerinnen und Schüler nun jederzeit kostenlos frisches und gekühltes Trinkwasser in ihrer Schule zapfen können.
Gemeinsam mit Verbandsdirektor Markus Rauh nahm Bürgermeister Stefan Heinlein anschließend den neuen Wasserspender offiziell in Betrieb. Unter den Augen von Schulleiter Bernd Jungkunz und Konrektorin Sandra Hofmann konnten die Kinder kurze Zeit später das frische Trinkwasser erstmals probieren – und das zusätzlich aus eigens gespendeten Trinkflaschen.
Für die gesamte Schulfamilie sowie den Schulverband Pressig ist der neue Trinkwasserspender eine große Bereicherung und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zu einem gesunden und nachhaltigen Schulalltag.