Das Bild zeigt: In beeindruckender Weise führten sie durch einen Wort- Gottesdienst für die Kommunalwahl 2026 und sprachen Fürbitten und Gebete. Von links Dorothea Weigelt, Mathias Beetz, Landrat Klaus Löffler, Bürgermeister Stefan Heinlein, Kreisrätin Susanne Heinlein.
Erstmals fand in der Herz-Jesu Kirche in Pressig ein ökumenischer Wort- Gottesdienst zur Kommunalwahl 2026 statt. Die Idee entstand nach einen erfolgreichen Blaulichtgottesdienst für Hilfsorganisationen des Landkreises Kronach im Oktober vergangenen Jahres.
Bürgermeister Stefan Heinlein und der Gottesdienstbeauftragte der Pfarrei St. Bartholomäus Rothenkirchen, Mathias Beetz, konnten sich in einem gemeinsamen Gespräch davon begeistern, auch einen ökumenischen Gottesdienst im Vorfeld der Kommunalwahl 2026 zu gestalten. Mathias Beetz ist seit über zwei Jahren auch im Dienst der Hilfsorganisationen in der Psychologischen Notfallversorgung als Notfallseelsorger im ehrenamtlichen Dienst. Sie besprachen die Aufgabenverteilung und freuten sich, aus der evangelischen Kirchengemeinde, die Prädikantin Dorothea Weigelt- Heyder als Unterstützerin bekommen zu haben.
Unter dem Motto: "Bewusst handeln, aufeinander achten und die (Lebens-) Umgebung respektvoll gestalten! Dankbarkeit!" wurde ein großartiger Wortgottesdienst zusammengestellt, der mit Texten und Liedern, an der Orgel von Elke Buckreus begleitet, unter die Haut ging. Schon der erste Eindruck beim Betreten dieses, 1957 eingeweihten Gotteshauses wegen seiner außergewöhnlichen Architektur auch schon seit Jahrzehnten als Dom des Frankenwaldes bekannt, wurde der Besucher durch eine mystisch gestaltete Illuminatin in eine besinnliche Atmosphäre gestimmt. Und die Organisatoren konnten sich über zahlreichen Zuspruch sehr freuen.
Unter den Gästen befanden sich auch Landrat Klaus Löffler, auch als Vorbeter tätig, MdB Jonas Geissler, einige Bürgermeister und Kandidaten für die Kommunalwahl am 8. März von unterschiedlichen Parteien und politischen Gruppierungen, die Bürgermeister Stefan Heinlein herzlich willkommen hieß.
Mathias Beetz ging in seiner Ansprache auf Basis von Worten aus dem Evangelium nach Matthäus aus der Bergpredigt Jesu "Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt" näher ein und meinte, Jesus spricht sie damals bei der Bergpredigt nicht zu Mächtigen oder Privilegierten, sondern zu ganz gewöhnlichen Menschen.
Diese Worte gelten auch uns, heute- jetzt als Glaubende und als Bürgerinnen und Bürger in einer demokratischen Gesellschaft. Jesus traut den Menschen etwas zu. Er traut ihnen zu, dass ihr Leben Bedeutung hat - für andere, für die Gesellschaft, für die Welt. Dieses Vertrauen Gottes steht am Anfang. Und aus diesem Vertrauen erwächst für uns Verantwortung. Gerade in einer Zeit, in der man sieht, dass die Dinge kompliziert geworden sind, dass politische Entscheidungen schwer durchschaubar sind, dass Diskussionen härter geworden sind, tut dieser Zuspruch gut: Ihr seid wichtig. Euer Handeln zählt. Eure Haltung macht einen Unterschied. Die Worte konnten nicht passender zugeschnitten sein, als für kommunale Mandatsträger und angehende Kommunalpolitiker. Sie übernehmen Verantwortung und wollen sich zum Wohle ihrer Mitbürger einsetzen. Neben der evangelischen Prädikantin Dorothea Weigelt- Heyder die mit nachdenklichen Impulsen sprach, brachte sich Landrat Klaus Löffler mit einem textlich geänderten alternativen Glaubensbekenntnis ein. Es ist aus christlicher Perspektive formuliert und benennt zugleich Werte, die viele Religionen und Weltanschauungen teilen: die Würde jedes Menschen, Solidarität und den Einsatz für das Gemeinwohl. Zum Schluss dieses impulsiven und nachdenklich machenden Gottesdienstes gibt es Wünsche. Wir wünschen uns als Gemeinden und Städte einen fairen Umgang, eine sachliche Auseinandersetzung und den Mut, Unterschiede auszuhalten, ohne einander die Würde abzusprechen.
Und wir wünschen uns selbst und allen, dass wir den Mut haben, Salz und Licht zu sein - nicht perfekt, nicht fehlerfrei, aber engagiert und hoffnungsvoll. An der Orgel begleitete Organistin Elke Buckreus die Lieder, die zu Herzen gingen: "Ins Wasser fällt ein Stein", "Wo Menschen sich vergessen", "Möge die Straße uns zusammenführen". Es war eine Feier Diese Feier ist christlich geprägt und steht zugleich im Zeichen des gemeinsamen Nachdenkens über Verantwortung, Zusammenhalt und das Leben in unseren Gemeinden. Eine Zeit, in der mit der Kommunalwahl Entscheidungen anstehen, die unser Zusammenleben in unseren Gemeinden, Städten und Landkreisen prägen werden.
Die Kommunalwahl betrifft keine ferne Politik, sondern das Leben vor unserer Haustür: den Umgang miteinander, die Sorge um Kinder und Alte, den Einsatz für Gerechtigkeit, für Zusammenhalt und für eine lebenswerte Zukunft. Als Christinnen und Christen bringen wir diese Zeit vor Gott und daher war dieser Gottesdienst auch eine Bitte um Orientierung.