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Amtsblatt für den Markt Pressig mit den Gemeindeteilen
Ausgabe 4/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Aus dem Rathaus wird berichtet

Markt Pressig treibt Entwicklung des Bahnhofs voran

Staatsminister für Wohnen, Bauen und Verkehr, Christian Bernreiter besucht den Bahnhof Pressig-Rothenkirchen

Auf Einladung von Bürgermeister Stefan Heinlein und durch die Unterstützung von MdL Jürgen Baumgärtner besuchte der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, den Markt Pressig und besichtigte den Bahnhof Pressig-Rothenkirchen. Im Mittelpunkt des Ortstermins stand die herausragende Bedeutung des Bahnhofs als Verkehrsknotenpunkt für den Frankenwald und insbesondere für den nördlichen Landkreis Kronach.

Bürgermeister Heinlein erläuterte, dass täglich Schülerinnen und Schüler sowie Bürgerinnen und Bürger aus rund 54 Orten des Frankenwaldes mit Omnibussen oder privaten Fahrzeugen zum Bahnhof Pressig gebracht werden, um von dort Zugverbindungen der Deutschen Bahn in Richtung Kronach oder Ludwigsstadt zu nutzen. Darüber hinaus kommt dem Bahnhof auch für den überregionalen Personen- und Güterverkehr auf der Achse München-Berlin eine wichtige Funktion zu.

Diese Bedeutung unterstrichen beim gemeinsamen Rundgang auch der Landtagsabgeordnete Jürgen Baumgärtner, der Bundestagsabgeordnete Jonas Geissler sowie Landrat Klaus Löffler. Einhellig wurde betont, dass der Bahnhof Pressig-Rothenkirchen weit über ein lokales Projekt hinausgeht und ein zentraler Baustein im ganzheitlichen ÖPNV- und Mobilitätskonzept des Landkreises Kronach ist. Für den nördlichen Landkreis übernimmt Pressig künftig eine Schlüsselrolle, da hier der Umstieg vom Bus auf die Bahn für Schülerinnen und Schüler sowie Pendlerinnen und Pendler erfolgt. Neben Kronach entsteht damit ein weiterer leistungsfähiger Verkehrsknotenpunkt.

Bürgermeister Heinlein machte deutlich, dass sich der Markt Pressig dieser Verantwortung bewusst ist und entsprechend investiert:

"Dem Markt Pressig ist bewusst, dass wir hier auch Verantwortung für den gesamten Landkreis übernehmen. Genau so muss Zusammenarbeit funktionieren - immer das große Ganze im Blick. Nur gemeinsam können wir wachsen und besser werden."

Gleichzeitig wies der Bürgermeister auf die noch anstehenden Herausforderungen hin. Dazu zählen unter anderem vertragliche Fragestellungen, die konkrete Ausgestaltung der Planung mit Blick auf eine mögliche zukünftige Staatsstraßenführung, die Belange der Anwohnerinnen und Anwohner, der Firma Rauschert sowie die städtebaulichen Zielsetzungen des Marktes Pressig. "Hier sind noch dicke Bretter zu bohren, aber die Zusammenarbeit auf Fachebene funktioniert sehr gut. Ich bin zuversichtlich, dass wir diesen Weg gemeinsam weitergehen", so Heinlein.

Mit seinem Besuch setzte Staatsminister Bernreiter ein klares Signal, dass das Projekt auch auf Landesebene angekommen ist. Im Rahmen der anschließenden Feierlichkeiten zum 80-jährigen Jubiläum des CSU-Ortsverbandes Pressig im Jugendheim nutzte Bürgermeister Heinlein die Gelegenheit zu einem vertiefenden Austausch mit dem Minister.

Ziel des Ortstermins war es zudem, dem Staatsminister die bestehenden Missstände am Bahnhof Pressig-Rothenkirchen unmittelbar aufzuzeigen und die Notwendigkeit einer verlässlichen und zügigen Unterstützung bei kostenintensiven Infrastrukturprojekten zu verdeutlichen. Insbesondere Städtebaufördermittel spielen hierbei eine zentrale Rolle. Auch für weitere wichtige Vorhaben, wie den Neubau der Grundschule in Rothenkirchen sowie die Neuordnung und Neugestaltung des Rathaus- und Schulumfeldes, ist eine starke Unterstützung des Freistaats unerlässlich.

Ein entscheidender Meilenstein ist der geplante barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Pressig-Rothenkirchen. Dieser wird durch das neue "Bayerische Aktionsprogramm für barrierefreie Stationen" ermöglicht, mit dem der Freistaat gezielt auch kleinere Bahnhöfe unterhalb der sogenannten 1.000er-Schwelle fördert. Besonderer Dank gilt hierbei dem Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner, der sich mit großem Engagement für den Standort Pressig eingesetzt und die Aufnahme in das Programm maßgeblich unterstützt hat.

Der barrierefreie Ausbau fügt sich in die bereits fertiggestellte Rahmenplanung für den Kernort Pressig ein. Gemeinsam mit der DB InfraGO AG wird derzeit eine Lösung mit einer Straßenüberführung inklusive Treppenanlagen und Aufzügen geprüft. Damit kann zugleich ein seit Jahren bestehendes Problem dauerhaft gelöst werden: der Wassereintritt in die bisherige Unterführung und das notwendige permanente Abpumpen von Grundwasser. Die neue Überführung stellt somit eine nachhaltige, technisch sinnvolle und wirtschaftliche Lösung dar.

In Verbindung mit Städtebaufördermitteln sowie Förderprogrammen aus dem Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs soll das Bahnhofsareal ganzheitlich aufgewertet werden. Ziel ist es, den Bahnhof Pressig-Rothenkirchen zu einem modernen, barrierefreien und leistungsfähigen Verkehrsknotenpunkt zu entwickeln - ein Gewinn für den Markt Pressig, den Landkreis Kronach, den Klimaschutz und die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Der Bahnhof soll barrierefrei ausgebaut werden. Geprüft wird eine Straßenüberführung mit Aufzügen als nachhaltige Lösung.