Liebe Bürgerinnen und Bürger,
Mobilität ist ein entscheidender Faktor für Lebensqualität, Teilhabe und die Zukunftsfähigkeit unserer Region. Umso mehr freue ich mich, Ihnen heute über einen wichtigen Schritt für den Markt Pressig berichten zu können: Unser Bahnhof Pressig-Rothenkirchen entwickelt sich zu einer zentralen Mobilitätsdrehscheibe im Landkreis Kronach – künftig als zweiter leistungsfähiger Verkehrsknotenpunkt neben der Kreisstadt Kronach.
Auf meine Einladung hin und mit der tatkräftigen Unterstützung unseres Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner durfte ich kürzlich den Bayerischen Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, in Pressig begrüßen.
Gemeinsam mit weiteren Vertretern und unserem Landrat Klaus Löffler wurde vor Ort die große Bedeutung des Bahnhofs Pressig-Rothenkirchen deutlich: Täglich nutzen Schülerinnen und Schüler sowie Pendlerinnen und Pendler aus über 40 Orten des Frankenwaldes diesen Standort für den Umstieg vom Bus oder dem privaten Fahrzeug auf die Bahn. Darüber hinaus ist der Bahnhof Teil der überregional wichtigen Achse München–Berlin – sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr.
Damit übernimmt der Markt Pressig Verantwortung weit über die eigenen Gemeindegrenzen hinaus. Diese Verantwortung nehmen wir bewusst an. Genauso verstehe ich kommunale Zusammenarbeit: gemeinsam denken, gemeinsam planen und gemeinsam investieren – immer mit Blick auf das große Ganze.
Ein zentraler Meilenstein auf diesem Weg ist der geplante barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Pressig-Rothenkirchen. Möglich wird dies durch das neue „Bayerische Aktionsprogramm für barrierefreie Stationen“, das ausdrücklich auch kleinere Bahnhöfe fördert. Mein besonderer Dank gilt hier MdL Jürgen Baumgärtner, der sich aufgrund unserer seit 6 Jahren permanenten Meldung von Missständen, vielen Mails, Briefen und Bilddokumentationen, mit großem Engagement für unseren Standort eingesetzt hat. Aktuell prüfen wir gemeinsam mit der DB InfraGO AG eine Lösung in Form einer Straßenüberführung mit Treppenanlagen und 3 Aufzügen. Damit kann zugleich ein seit Jahren bestehendes Problem – der Wassereintritt und das permanente Auspumpen des Grundwassers aus der bestehenden Unterführung – dauerhaft und wirtschaftlich sinnvoll gelöst werden.
Parallel zu diesen Maßnahmen erarbeiten wir bereits seit 2 Jahren eine Rahmenplanung für das gesamte Bahnhofsareal, um die Flächen nach Abschluss der Baumaßnahmen städtebaulich sinnvoll und nachhaltig aufzuwerten.
Und hier kommt uns zugute, dass wir in weiter Vorschau in den letzten 2 Jahren auch für unseren Hauptort Pressig, das Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) angegangen sind und auch erfolgreich abgeschlossen haben. Somit haben wir über die Regierung von Oberfranken eine komplexe Hausaufgabe gemacht, welche uns nun völlig neue Möglichkeiten im Bereich von Fördermitteln von Land, Bund und EU erschließt.
Unser Ziel ist es, Funktionalität, Aufenthaltsqualität und eine gute Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsarten miteinander zu verbinden. Entscheidend für das Gelingen ist dabei das Zusammenspiel vieler Akteure: Neben Fachbehörden und Planungspartnern sind dies auch unsere örtlichen Unternehmen sowie die Eigentümerinnen und Eigentümer privater Flächen. Dieses gute Miteinander und der offene Dialog sind Voraussetzung dafür, das große Ganze im Blick zu behalten und gemeinsam tragfähige Lösungen für die Zukunft des Standorts zu entwickeln.
Klar ist aber auch: Vor uns liegen noch Herausforderungen. Vertragliche Fragestellungen, die künftige Verkehrsführung, städtebauliche Zielsetzungen sowie die berechtigten Belange von Anwohnerinnen und Anwohnern müssen sorgfältig besprochen und abgewogen werden. Die Zusammenarbeit auf fachlicher Ebene ist dabei konstruktiv und lösungsorientiert – und ich bin zuversichtlich, dass wir diesen Weg gemeinsam erfolgreich weitergehen. Hierzu haben wir schon viele persönliche Gespräche geführt, um das gute Ziel für unseren Markt Pressig zu erreichen.
Alleine der 11 Jahre andauernde Ankauf von Bahnflächen ist jetzt nach herausfordernden Verhandlungen zu guten Konditionen geglückt.
Der Besuch des Staatsministers war ein starkes Signal: Das Projekt Bahnhof Pressig-Rothenkirchen ist auch auf Landesebene angekommen. Für die anstehenden Investitionen sind Städtebaufördermittel und Förderprogramme des öffentlichen Personennahverkehrs von zentraler Bedeutung – ebenso wie für weitere wichtige Vorhaben in unserem Gemeindegebiet, etwa den Neubau der Grundschule sowie die Neugestaltung des Rathaus- und Schulumfeldes.
Unser Ziel ist klar: Wir wollen das Bahnhofsareal zu einem modernen, barrierefreien und leistungsfähigen Verkehrsknotenpunkt entwickeln – als Gewinn für den Markt Pressig, den Landkreis Kronach, den Klimaschutz und vor allem für die Menschen, die hier leben. Wir stehen am Beginn einer langen und schweren Reise, aber unsere nachfolgenden Generationen werden es uns danken.
Herzliche Grüße
Ihr