Im Dorfgemeinschaftshaus Friedersdorf wurde die Satzung der „ILE Frankenwaldregion e.V.“ feierlich unterzeichnet. Sitzend von links: Bürgermeister Bernd Rebhan (Küps), Bürgermeister Daniel Weißerth (Stockheim), Bürgermeisterin Silke Fischer (Föritztal), Bürgermeister Stefan Heinlein (Pressig), Bürgermeisterin Susanne Grebner (Wilhelmsthal), Bürgermeisterin Angela Hofmann (Kronach) und Bürgermeister Jörg Neubauer (Weißenbrunn). Dahinter stehend: Hauptamtsleiter Thomas Frashek (Pressig), Sven Heinze (Föritztal), Thomas Müller (Amt für Ländliche Entwicklung), Mario Kotschenreuther (Wilhelmsthal) sowie Stefan Wicklein und Felix Bayer (Stadt Kronach).
„ILE Frankenwaldregion e.V. – Grenzenlos stark: Sieben Kommunen gestalten gemeinsam die Zukunft“
Unter dem Leitgedanken „grenzenlos stark“ haben sich sieben Kommunen zur „ILE Frankenwaldregion e.V.“ zusammengeschlossen, um die interkommunale Zusammenarbeit weiter auszubauen. Die neue ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) knüpft nahtlos an die bisherige ILE Haßlachtal an, in der Stockheim und Pressig bereits zahlreiche Themen erfolgreich gemeinsam vorangebracht haben.
Neben Stockheim und Pressig zählen die Stadt Kronach, der Markt Küps, die Gemeinden Weißenbrunn und Wilhelmsthal sowie die thüringische Gemeinde Föritztal zu den Gründungsmitgliedern der neuen Allianz.
Die Abkürzung ILE steht für „Integrierte Ländliche Entwicklung“. Dahinter verbirgt sich der Gedanke, aktuelle und künftige Herausforderungen nicht isoliert, sondern gemeinsam anzugehen – etwa in den Bereichen Infrastruktur, Nahversorgung, Mobilität, Wirtschaftsentwicklung oder Lebensqualität. Durch enge Abstimmung und gebündelte Kräfte sollen Synergien genutzt und Projekte umgesetzt werden, die der gesamten Region nachhaltig zugutekommen.
Als zukunftsweisenden Schritt bezeichnete Thomas Müller, Abteilungsleiter am Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Bamberg, die Neugründung. Sein besonderer Dank galt den Bürgermeistern Daniel Weißerth (Stockheim) und Stefan Heinlein (Pressig), die ihre Bereitschaft erklärt hatten, ihre Erfahrungen in die nun auf sieben Kommunen angewachsene ILE einzubringen. Gerne habe er die Erweiterung der bisherigen, aus zwei Kommunen bestehenden ILE unterstützt. Die Vorteile der interkommunalen Zusammenarbeit lägen auf der Hand – nicht zuletzt aufgrund der attraktiven Förderkulisse mit bis zu 75 Prozent Unterstützung durch das Amt für Ländliche Entwicklung.
Als besonders wertvoll habe sich in der Vergangenheit das Regionalbudget erwiesen, von dem auch zahlreiche Initiativen von Vereinen und lokalen Akteuren profitieren konnten.
An der Spitze des neu gegründeten Vereins steht künftig Stefan Heinlein. Zu seinen Stellvertretern wurden Daniel Weißerth sowie der Küpser Bürgermeister Bernd Rebhan gewählt. Als Kassenprüferinnen fungieren Silke Fischer und Susanne Grebner. Die Wahlen verliefen einstimmig und spiegelten das geschlossene und konstruktive Miteinander der beteiligten Kommunen wider. Zuvor war die Satzung des neuen Vereins beschlossen worden.
Das Aufgabenspektrum der ILE Frankenwaldregion ist breit gefächert: Es reicht von der Sicherung der Grund- und medizinischen Versorgung über die touristische Entwicklung bis hin zur Heimatpflege. In den kommenden Monaten soll ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) erarbeitet werden. In enger Abstimmung mit dem Amt für Ländliche Entwicklung können daraus konkrete Förderprojekte für die beteiligten Kommunen entstehen. Ziel ist es, die im ILEK festgelegten Maßnahmen schrittweise umzusetzen und die Zusammenarbeit langfristig zu etablieren.
Vorsitzender Stefan Heinlein zeigte sich erfreut über das große Einvernehmen unter den beteiligten Kommunen und betonte die wichtige Unterstützung durch das Amt für Ländliche Entwicklung als starken Partner an der Seite der Region.