Mut zahlt sich aus. Unter dem Leitgedanken „Wer wagt, gewinnt!“ beweist der Markt Pressig eindrucksvoll, dass lokale Infrastruktur am besten in kommunale Hände gehört. Nach knapp einjähriger Bauzeit steht die erste Phase des kommunalen Glasfaserausbaus kurz vor dem erfolgreichen Abschluss. Die noch offenen Restarbeiten sollen bis Ende März 2026 beendet sein – für 220 Gebäude im Gemeindegebiet heißt es damit pünktlich zur Osterzeit: Willkommen im Gigabitzeitalter.
Rund 216 Adressen bilden die erste Etappe einer langfristig angelegten Glasfaserstrategie. Das Besondere dabei: Der Markt Pressig hat sich bewusst für das sogenannte Betreibermodell entschieden. Das bedeutet, dass das Netz im Eigentum der Kommune bleibt und an einen Telekommunikationsanbieter verpachtet wird. Die Pachteinnahmen fließen sukzessive zurück in die Gemeindekasse und refinanzieren so den Eigenanteil an der Baumaßnahme – ein Novum im Vergleich zu früheren Verfahren, bei denen öffentliche Gelder unmittelbar bei den Telekommunikationsunternehmen verblieben.
„Wir investieren nicht nur in schnelle Leitungen, sondern in die Zukunftsfähigkeit unseres gesamten Marktes“, betont Erster Bürgermeister Stefan Heinlein. „Digitale Infrastruktur ist heute genauso wichtig wie Straßen, Wasser- oder Stromversorgung. Deshalb gehört sie in kommunale Verantwortung.“
Bauzeit, Budget und Qualität im Plan
Die Umsetzung erfolgte termingerecht und im vorgesehenen Budgetrahmen. Besonderes Augenmerk wurde auf eine qualitativ hochwertige Bauausführung gelegt – mit sicherer Verlegtiefe und nachhaltiger Infrastruktur. Am neu errichteten Netzverteiler zeigten sich Bürgermeister Heinlein, Breitbandpate, Hauptamtsleiter und IT-Motor Thomas Frashek sowie Vertreter des Burgkunstadter Ingenieurbüros Reuther Glasfaser GmbH zufrieden mit dem reibungslosen Projektverlauf.
Mit Abschluss der ersten Bauphase kann das Netz an die Deutsche Telekom übergeben werden. Voraussichtlich sind die entsprechenden Tarife ab März/April buchbar. Für viele Bürgerinnen und Bürger bedeutet das einen gewaltigen Qualitätssprung – sei es für Homeoffice, digitales Lernen, Streaming oder moderne Unternehmensprozesse.
Langfristige Strategie: Nächster Meilenstein in Vorbereitung
Doch damit ist die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen. Die jetzt realisierten 216 Adressen markieren lediglich den ersten Schritt einer umfassenden Gesamtstrategie. Bereits vorbereitet ist die Fortführung des Glasfaserausbaus in den Ortschaften Pressig, Rothenkirchen, Förtschendorf, Welitsch und Brauersdorf.
Hierfür konnte der Markt Pressig inzwischen einen vorläufigen Förderbescheid in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro erhalten. Auch dieser Ausbau soll im bewährten Betreibermodell erfolgen. Der nächste Schritt ist daher die europaweite Ausschreibung eines geeigneten Netzbetreibers. Nach Abschluss des Auswahlverfahrens folgen die detaillierte Ausführungsplanung sowie die Bauausschreibungen. Mit einer baulichen Umsetzung wird nach derzeitigem Stand im Zeitraum zwischen 2027 und 2029 gerechnet.
Infrastruktur als Zukunftsversprechen
Mit dem eingeschlagenen Weg sendet der Markt Pressig ein klares Signal: Zukunftsfähige Infrastruktur ist Daseinsvorsorge. Sie entscheidet über Standortqualität, Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität – gerade im ländlichen Raum.
„Wir haben bewusst Verantwortung übernommen“, so Bürgermeister Heinlein. „Natürlich braucht es Mut, neue Wege zu gehen. Aber wir sind überzeugt: Wer wagt, gewinnt. Und in diesem Fall gewinnen unsere Bürgerinnen und Bürger.“
Der Markt Pressig zeigt damit beispielhaft, wie kommunales Engagement, strategische Weitsicht und solide Planung zusammenwirken können – für eine starke digitale Zukunft im Frankenwald.