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Amtsblatt für den Markt Pressig mit den Gemeindeteilen
Ausgabe 6/2026
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Aus dem Rathaus wird berichtet

Mit großem Interesse blicken in die Pläne der künftigen Großbaustelle im Schwimmbad der Mittelschule Pressig (von links): Hausmeister Stefan König, Konrektorin Sandra Hofmann, Geschäftsleiter Antonio Sauchella, Bürgermeister Stefan Heinlein und Rektor Bernd Jungkunz.

Weichen für wichtige Investitionen gestellt

In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates wurde die Generalsanierung des Lehrschwimmbeckens mit den dazugehörigen Nebenräumen an der Grund- und Mittelschule Pressig auf den Weg gebracht. Bürgermeister Stefan Heinlein und Geschäftsleiter Antonio Sauchella informierten eingangs über die Notwendigkeit der Maßnahme und die bisherigen Abstimmungen.

Die Schwimmhalle ist in das Gesamtgebäude der Grund- und Mittelschule integriert. Das Schulgebäude wurde in den 1960er Jahren errichtet und 1995/1996 um einen Fachklassentrakt erweitert. In den Jahren 1998 bis 2000 erfolgte bereits eine Generalsanierung des Altbaus einschließlich Lehrschwimmbecken und Nebenräumen. Die Turnhalle wurde 2004 grundlegend saniert, der Mensaanbau entstand 2014/2015.

Im November vergangenen Jahres fand ein Gespräch mit der Regierung von Oberfranken statt, bei dem neben der Sanierung des Naturerlebnisbades Rothenkirchen auch das Lehrschwimmbecken thematisiert wurde. Dabei zeichnete sich ab, dass für die Maßnahme eine Förderung nach dem Finanzausgleichsgesetz (FAG) möglich ist.

Nach einer ausführlichen Präsentation der Planungen durch Dominik Gebhardt vom Architekturbüro G Plant (Marktrodach) sowie Alexander Hempfling vom Architekturbüro 3D Detsch (Kronach) fasste das Gremium den Baudurchführungsbeschluss und genehmigte die Planung zur Generalsanierung im Rahmen einer FAG-Förderung. Den vorgelegten Planunterlagen wurde einstimmig zugestimmt.

Aufgrund technischer, hygienischer und energetischer Defizite entspricht die bestehende Gebäudetechnik nicht mehr dem heutigen Stand. Die geplanten Maßnahmen gewährleisten künftig einen zeitgemäßen, sicheren und energieeffizienten Betrieb und berücksichtigen zudem Aspekte der Barrierefreiheit sowie des Gesundheits- und Hygieneschutzes.

Vorgesehen sind unter anderem:

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Erneuerung der Sanitär-, Trinkwasser- und Abwasseranlagen inklusive Hygienekonzept für WCs und Duschen

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Modernisierung der Wärmeversorgung mit Frischwasserstationen und Heizkreisen

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Neubau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

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Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik

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Austausch von Fenstern und weitere Anpassungen im Bestand

Thomas Günther (Bürgergemeinschaft) regte zusätzlich an, einen barrierefreien Zugang mit Hebebühne für Rollstuhlfahrer vorzusehen. Dieser Vorschlag wurde von Architekten und Verwaltung aufgenommen um nochmals im Detail das Thema „Barrierefreiheit“ zu beleuchten.

Die Kostenberechnung beläuft sich auf 1.471.565 Euro. Der Markt Pressig wird zeitnah den Förderantrag stellen und hofft auf eine möglichst hohe Bezuschussung, um das Lehrschwimmbecken dauerhaft erhalten zu können. Mit den Umbaumaßnahmen könnte – vorbehaltlich der Förderzusage – noch in diesem Jahr begonnen werden.

Im Zuge der Beschlussfassung wurden auch die Planungsaufträge vergeben: Die Planleistungen und Technik für das Lehrschwimmbecken gehen an das Büro G Plant, Dominik Gebhardt, zum Honorar von 99.186 Euro. Die Architektenleistungen wurden an das Architekturbüro 3D Detsch in Kronach zum Betrag von 105.738 Euro vergeben.

Jahresbetriebsplan für Gemeindewald 2026 verabschiedet

Forstrevierleiter Armin Hanke stellte im Auftrag des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach den Jahresbetriebsplan für die rund 80 Hektar Gemeindewald vor. Für 2026 sind Ausgaben in Höhe von 93.187 Euro sowie Einnahmen von 126.220 Euro vorgesehen.

Nicht mehr die Holzernte, sondern insbesondere die Bestandsbegründung und Aufforstung mit Fördermaßnahmen stellen künftig die wichtigste Einnahmequelle dar. Der jährliche Hiebsatz wurde deutlich reduziert und liegt bei 20 Festmetern (2025: 45 Festmeter; 2024: 1.100 Festmeter). Der reguläre Holzeinschlag gilt damit als ausgeschöpft.

Der Schwerpunkt liegt nun auf der Aufforstung und Pflege der Kahlflächen. Derzeit stehen rund 25.000 Jungpflanzen verschiedener Baumarten – darunter Esche, Buche, Douglasie, Edelkastanie, Lärche, Rotahorn und weitere Arten für Mischwaldanpflanzungen – im Gesamtwert von etwa 85.000 Euro zur Verfügung. Hierfür werden Fördermittel in Höhe von rund 25.000 Euro erwartet. Der Jahresbetriebsplan 2026 wurde einstimmig genehmigt.

Ortsdurchfahrt Förtschendorf: Vereinbarung unterzeichnet

Einhellig befürwortet wurde zudem eine Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg über den gemeinschaftlichen Umbau der Ortsdurchfahrt Förtschendorf einschließlich der Errichtung einer Fußgängerlichtsignalanlage. Die Vereinbarung liegt inzwischen unterzeichnet vor.

Demnach übernimmt der Markt Pressig die gesamte Planung, Ausschreibung, Vergabe, Bauüberwachung, Abrechnung sowie Vertragsabwicklung. Für die Planungsleistungen wurde ein Angebot der HTS Plan GmbH aus Kronach eingeholt. Das Honorar beläuft sich gemäß HOAI 2021 auf 20.972 Euro. Zu diesen Konditionen wurden auch die Ingenieurleistungen an das Büro HTS-Plan vergeben.