Wie soll die Ortsmitte von Pressig künftig aussehen? Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Bürgerbeteiligung am Mittwoch, 4. März 2026, im Jugendheim der Herz-Jesu-Kirche. Rund drei Stunden lang diskutierten etwa 50 Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Vertretern des Marktes Pressig sowie Fachplanern über die zukünftige Entwicklung des zentralen Bereichs rund um Kirche, Rathaus und Grund- und Mittelschule.
Ziel der Rahmenplanung ist es, die Ortsmitte neu zu ordnen, zu beleben und langfristig attraktiver zu gestalten. Nach der Begrüßung und einer Einführung durch das Planungsbüro konnten die Teilnehmenden ihre Ideen in einer Workshopphase an drei Thementischen einbringen. Diskutiert wurden die Themen "Nutzung und Belebung", "Klima, Freiraum und Aufenthaltsqualität" sowie "Mobilität und Erreichbarkeit".
Die Bürgerinnen und Bürger wechselten zwischen den Stationen und sammelten ihre Vorschläge auf Moderationskarten, die anschließend gemeinsam ausgewertet wurden.
Viele konkrete Ideen aus der Bürgerschaft
Die Beteiligung zeigte, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger intensiv mit der Zukunft ihrer Ortsmitte beschäftigen. Besonders häufig wurden Vorschläge zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zur stärkeren Begrünung genannt. So wünschen sich viele Teilnehmende mehr Bäume und Schatten im Pausenhof, zusätzliche Sitzgelegenheiten, Trinkwasserangebote sowie neue Spiel- und Freizeitmöglichkeiten.
Auch Ideen zur stärkeren Nutzung vorhandener Gebäude wurden eingebracht. Diskutiert wurde unter anderem eine Umnutzung oder Modernisierung des Jugend- und Pfarrheims - beispielsweise als modernes Dorfgemeinschaftshaus oder als Treffpunkt für alle Generationen. Weitere Vorschläge betrafen ein Generationencafé, Räume für Kurse oder Veranstaltungen sowie eine intensivere Nutzung durch Vereine und Ehrenamtliche.
Im Mittelpunkt stand zudem die zukünftige Nutzung des Pfarrhauses sowie die Stärkung des Rettungsstandortes Pressig. Auch das Kirchengebäude wurde als prägender Bestandteil der Ortsmitte in die Überlegungen einbezogen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion lag auf der Verkehrssituation rund um Schule und Kirche. Die Bürgerinnen und Bürger brachten Ideen zur Neuordnung der Parkflächen, zu sicheren Bring- und Abholbereichen für Schülerinnen und Schüler ("Kiss-and-Go-Zonen") sowie zu besseren Bus- und Fußwegverbindungen ein. Auch zusätzliche oder zentral gebündelte Parkmöglichkeiten sowie mögliche Parkdecks wurden angesprochen.
Grundlage für die weitere Planung
Die gesammelten Anregungen werden nun von den beauftragten Planungsbüros ausgewertet und fließen in die weitere Rahmenplanung für den zentralen Bereich des Marktes Pressig ein. Ziel ist es, auf Grundlage der Bürgerideen konkrete Entwicklungsperspektiven für die Ortsmitte zu erarbeiten.
Der Markt Pressig bedankt sich herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit ihren Ideen und Vorschlägen eingebracht haben. Die hohe Beteiligung zeigt das große Interesse an einer lebendigen und attraktiven Ortsmitte.