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Die Reischenau
Ausgabe 10/2026
Vereinsnachrichten
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Rückblick Frühjahrskonzert

Wenn Musik Geschichte erzählt

Mit einem facettenreichen und eindrucksvoll inszenierten Konzertabend begeisterte die Musikvereinigung Dinkelscherben am Ostermontag ihr Publikum in der Reischenauhalle.

Den Auftakt gestalteten traditionell die Nachwuchsensembles u.A, mit dem Stück „Harry has to hurry“. Darin wurde die Geschichte eines verschlafenen Harry lebendig: Verträumte Melodien zeichneten das Verschlafen nach, ehe eine tickende Uhr und ein schrilles Weckerklingeln für Tempo sorgten. Schließlich war förmlich zu hören, wie Harry eilig losjoggt – eine gelungene und vom Publikum mit viel Applaus honorierte Darbietung.

Im Anschluss zeigte die Jugendkapelle ihr Können. Mit einem Augenzwinkern wurde sie von Ansagerin Johanna Glink als in der „musikalischen Pubertät“ beschrieben – eine Phase, in der Dirigent Gerhard Kratzer gezielt an unterschiedlichen musikalischen Fähigkeiten arbeitet. Einen besonders emotionalen Höhepunkt setzte Joseph Knöpfle mit seinem auswendig vorgetragenen Euphonium-Solo in „Memory“, das das Publikum sichtlich bewegte.

Nach der Pause übernahm die Musikkapelle und präsentierte mit „Chronica Sonorum“ eine eindrucksvolle Reise durch die Musikgeschichte. Konzept und Stückauswahl stammten dabei aus der Feder von Posaunist Philipp Bange, der tief im Notenarchiv gegraben hatte und einen musikalischen Bogen vom Mittelalter bis in die Neuzeit spannte.

Den emotionalen und musikalischen Höhepunkt des Abends bildete anschließend das Werk „70 Jahre Grundgesetz – eine deutsche Geschichte“ von Guido Rennert. In eindrucksvoller Verbindung von Musik und historischen Filmaufnahmen wurde die Entwicklung Deutschlands von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart nachgezeichnet und regte zum Nachdenken über die Bedeutung von Demokratie, Freiheit und Frieden an. Das Publikum war begeistert!