Weit ins Land hinaus grüßt der Kirchturm der hoch über dem pittoresken Angerdorf Grünenbaindt gelegenen Pfarrkirche St. Peter und Paul.
Doch der Schein trügt: Die Dachstuhl der Kirche, einer der ältesten im Gemeindebereich Dinkelscherben ist dringend sanierungsbedürftig, eine Sperrung des Gotteshauses ist zu befürchten.
Bereits 2018 wurden erhebliche Schäden am Dachstuhl festgestellt, die ein Herabstürzen von Teilen der Kirchendecke befürchten ließen.
Seither ist die Kirchenstiftung bemüht, die bürokratischen Hürden zu überwinden, um die Sanierung auf den Weg zu bringen.
Ein Neuaufbau des Dachstuhls ist aus Gründen des Denkmalschutzes nicht möglich, was bei dem einen oder anderen durchaus für Irritationen gesorgt hat.
Inzwischen sind auch ein Architekt und ein Tragwerksplaner beauftragt, die entsprechenden Ausschreibungen vorzunehmen, so dass ein Baubeginn bestenfalls im Herbst zu erwarten wäre.
Und so steht nun eine geschätzte Summe von rund 1,2 Millionen Euro im Raum, die zu 75 % von der Diözese gefördert wird.
Auch beim Markt Dinkelscherben wurde ein Zuschußantrag gestellt, der aber noch nicht beschieden ist.
Somit bleibt der Kirchengemeinde ein Eigenanteil von 300000 bis 400000 Euro je nach der Preisentwicklung.
Zu diesem Zweck haben sich die Verantwortlichen nun entschlossen, einen Förderverein zu gründen.
38 Grünenbaindter hatten sich daher zur Gründungsversammlung zusammengefunden, welche vom Kirchenpfleger Thomas Müller souverän geleitet wurde.
Ausführlich skizzierte Müller die aktuelle Situation und die Maßnahmen, die ergriffen werden müssten, wozu ein Förderverein nötig sei. Dessen Kernaufgabe sei der Erhalt, die Renovierung und Substanzverbesserung kirchlicher Gebäude und Einrichtungen.
Der ebenfalls anwesende erste Bürgermeister Ulrich Fahrner hob hervor, dass eine Kirche nicht nur eine religiöse Einrichtung, sondern auch ein Identifikationsfaktor für alle Bewohner und Bewohnerinnen sei.
„Generationen vor uns haben es in weitaus schlechteren Zeiten geschafft, ihre Kirchen zu erhalten, wir wären die erste Generation, die dies trotz besserer Ausgangslage nicht schaffen würde“, unterstrich Fahrner die Bedeutung der Sanierung, bevor er das Amt des Wahlleiters zur Wahl einer Vorstandschaft des Fördervereins übernahm.
Diese ging dann, gut vorbereitet durch Thomas Müller, recht schnell von statten mit folgendem Ergebnis:
Vorsitzender: Ulrich Lenzgeiger
Stellvertreter: Anton Wörle
Schriftführer: Mathias Kratzer
Kassenwart: Ingrid Köbler
Das Amt der Kassenprüfer werden Helga Lenzgeiger und Maria Müller ausüben.
In seinem Schlusswort bedankte sich Thomas Müller bei den Anwesenden für die sehr gute Beteiligung und wünschte dem neu gegründeten Verein viel Erfolg mit dem Ziel, das Identifikation stiftende und ortsprägende Gotteshaus und andere kirchliche Einrichtungen zu erhalten.