Im Frühjahr und im Herbst treffen sich die Mitgliedsbüchereien des Büchereiverbandes "St. Michaelsbund" zur Tagung. Am Samstag konnte Büchereileiterin Ulrike Eger Mitarbeitende aus 14 Büchereien im Vereinsheim in Oberschöneberg begrüßen. Elisabeth Wagner-Engert brachte die Zusammenfassung der Büchereistatistik mit und wies auf die erfolgreichen Zahlen hin. Außerdem sind die Büchereien neben der Medienvermittlung ein wichtiger Treff in den Orten. Diese Zahlen münden wieder in das Büchereisiegel, das einige der anwesenden Büchereien in Gold bzw. Silber bereits erhielten. In der Kaffeepause ging es lebendig zu und der Austausch unter den Büchereimitarbeitenden war sehr angeregt. Einige neue Medien wurde von der Vorsitzenden Renate Hoch-Ohnesorg vorgestellt. Bei „Edurino" waren sich alle einig, dass das die Büchereien nicht vorhalten sollten, da der Bezug zum Buch nicht da sei. Es wird für Kleinkinder für das Tablet angeboten. Hoch-Ohnesorg berichtete von Studien, die belegten, dass immer mehr Kinder inzwischen an „Virtuellem Autismus" leiden würden. Dabei handele es sich um eine schwere Entwicklungsstörung bei Kindern, die schon sehr früh mit Handy und Tablet beschäftigt seien. Kinderärzte und Wissenschaftler sind sich einig, dass kleine Kinder an Bildschirmen nicht gefördert würden. Unterschiedlich war die Einschätzung beim Lesebär. Da können doch einige Büchereien einen Mehrwert für ihre Nutzer entdecken. In der Kombination mit bestimmten Büchern, können sich die Kinder eine Geschichte vorlesen lassen oder ihre Lesefertigkeit verbessern. Da kommt der Rückblick vom Vorlesewettbewerb passend. Die Bücherei Kutzenhausen und Westendorf waren die Ausrichter dieser tollen Aktion der 6. Klassen. Im Anschluss gab es noch eine Führung in der Kath. öffentlichen Bücherei Oberschöneberg. Ein informativer und kollegialer Nachmittag wird immer gern von den ehrenamtlichen Büchereimitarbeitenden zum Austausch genutzt.