Ludwig Hornung,Organisator der Rathauskonzerte, bewies einmal mehr eine glückliche Hand bei der Auswahl des Quarteto Tocar, denn im Konzertsaal blieb kein Stuhl leer.
Mit tänzerischen Milongas, stimmungsvollen Valses, mit Gassenhauern der Straße bis zu Piazzollas anspruchsvollen Kompositionen begeisterten die klassisch ausgebildeten, aber musikalisch weltoffenen vier Musiker Martin Franke (Violine), Stefan Schwab (Klarinette), Georg Holzapfel (Gitarre), Herbert Engstler (Kontrabass) mit ihrem rhythmisch vollendeten Spiel das Publikum. Charmant und mit feinem Humor führte Georg Holzapfel durch das Programm. Er ging dabei auch auf die Geschichte des Tango ein, der Ende des 19. Jahrhunderts in den Armenvierteln von Buones Aires als Schmelztiegel europäischer Einwanderer, afrikanischer Rhythmen und lokaler Musik entstand. Wer sich bei der Tangomusik nicht auf seinem Stuhl halten kann, so Holzapfel, der kann jederzeit das Tanzbein schwingen. Auf jeden Fall gelang es den Musikern mit ihren mitreißenden Tangorhythmen das Publikum in Bewegung zu bringen. Nicht nur im Quartett, sondern auch solistisch gelang es den Künstler mit emotionaler Energie und Leidenschaft die typischen Merkmale der musikalischen Stilrichtung des Tango zu interpretieren.
Das Publikum bedankte sich mit Bravorufen und einem lang anhaltenden Applaus für diesen mitreißenden Konzertabend und erhielt als Dank dafür zwei schwungvolle Zugaben.