Sebastian Aringer (2. von rechts) informiert über seine Fundstücke
Am 26. Januar war der Heimat- und Geschichtsverein Achental zu Gast bei Sebastian Aringer in Aschau. Direkt neben der sehenswerten Filialkirche Heilig Kreuz hat er sein Hofmuseum der Vor- und Frühgeschichte, in dem Aringer all seine Funde ausstellt. Es sind Funde der Bronzezeit und aus der Römerzeit, die er als reiner Hobby-Archäologe in einem Radius von nicht einmal zwei Kilometern rund um sein Haus gefunden hat.
Chronologisch führte er die etwa zehn Interessierten entlang der selbst gestalteten Schaukästen. Los ging es mit einem Kupferbeil, das vermutlich an die 6000 Jahre alt ist und damit aus der Bronzezeit stammt. In weiteren Schaukästen zeigte uns Aringer Funde aus Männer- und Frauengräbern. Sogar eine Glasperlenkette mit winzigen blauen Perlen hat Aringer ausgestellt. Das Glas kam vermutlich aus Ägypten, die Kette selbst wohl aus Italien.
Besonders stolz ist Aringer auf einen Brustschmuck, Pectorale genannt. Einzelne Glieder dieses großen Schmuckstücks konnte er bergen. Sie stammen aus der Zeit um ca. 1400 bis 1300 v. Chr. und es gibt davon nur sechs vergleichbare Fundstücke in Deutschland.
Selbst die Funde der Neuzeit, die Aringer im ersten Stock seines Museums fein säuberlich geordnet hat, versetzen die Besucher in Erstaunen. Von Feldsegenskreuzen über Plomben für Getreidesäcke, Knöpfen bis hin zu verlorenen Eheringen ist dort alles vertreten – und zu den meisten Dingen wusste Aringer immer noch eine schöne Geschichte zu erzählen.
Das Fundmuseum ist jeden Donnerstag von 18-20 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.
Montag, 13.02.2023 ab 18:00 Uhr Stammtisch im Hofwirth zur Post, Marquartstein
Montag, 27.02.2023, 19:00 Uhr Mitgliederversammlung, Gasthof Mühlwinkl, Mühlwinkl 12, Staudach-Egerndach