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Gemeinde Roggenburg - Mitteilungsblatt
Ausgabe 7/2026
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Gemeinsam nachhaltig leben: Ideen für den Alltag

Zuallererst möchte ich „Nachhaltigkeit“ genauer erklären, um besseres Verständnis für den folgenden Bericht zu schaffen. Der Begriff kann in drei Bereiche aufgeteilt werden: Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.

Ökologische Nachhaltigkeit konzentriert sich auf den Schutz der Umwelt, damit auch zukünftige Generationen von ihr profitieren können. Sie lässt sich sowohl im Unternehmen als auch im privaten Alltag umsetzen.

Die ökonomische Nachhaltigkeit legt den Fokus auf verantwortungsvolles Wirtschaften. Unternehmen und Politik sollten nicht nur Gewinn, sondern auch das Wohl von Gesellschaft und Umwelt berücksichtigen. Zum Beispiel durch fairen Handel oder Investitionen in Umweltschutzprojekte, um die Lebensqualität langfristig zu sichern.

Soziale Nachhaltigkeit stellt den Menschen und die Gesellschaft in den Vordergrund. Jeder soll in Würde leben, sich frei entfalten können und zusammen mit der sozialen Gerechtigkeit gleichbehandelt werden – unabhängig von Herkunft, Religion oder Bildung.

Erst, wenn alle drei Arten der Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigt werden kann man von einer langfristig nachhaltigen Entwicklung sprechen.

Oft beginnt Nachhaltigkeit mit kleinen Schritten im Alltag. Ob beim Einkaufen, beim Umgang mit Energie oder beim Nutzen von Verkehrsmitteln. Viele unserer täglichen Gewohnheiten haben Einfluss auf das Klima und die Umwelt. Schon einfache Veränderungen können dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und unsere Natur zu schützen. Dieser Artikel soll Änderungen anregen und zeigen, wie leicht es sein kann, nachhaltiger zu leben.

Einkauf und Lebensmittel

Beim Einkaufen lässt sich Müll deutlich reduzieren: Stofftaschen, Netze für Obst und Gemüse, ein eigener Einkaufskorb oder wiederverwendbare Brotboxen ersetzen Einwegverpackungen. Mehrwegprodukte wie Metall-Kaffeefilter, waschbare Küchentücher oder waschbare Wattepads (Waschlappen) reduzieren zusätzlich den Abfall im Alltag. Festes Shampoo und feste Seifen vermeiden Verpackungsmüll aus Plastik. Lebensmittelverschwendung kann durch geplante Einkäufe, die richtige Lagerung und das Verwenden von Resten deutlich verringert werden. Überschüssige Lebensmittel lassen sich außerdem vor der Entsorgung retten, zum Beispiel durch Plattformen wie „Foodsharing“ oder „Too Good To Go“. Zudem kann man beim Einkauf bewusst auf nachhaltige Produkte achten, wie regionale oder Bio-Lebensmittel, um Umwelt und Ressourcen zu schonen.

Kleidung und Möbel

Kleidung nachhaltig zu nutzen bedeutet Second-Hand-Kleidung zu kaufen oder Kleidertauschbörsen und Basare zu nutzen – besonders praktisch ist das für Kinder, da Giftstoffe bereits ausgewaschen sind. Auch die Technik aus alt mach neu kann bei einigen Kleidungsstücken mit ein bisschen Kreativität angewendet werden. Bei Möbeln gilt dasselbe: gebraucht kaufen oder upcyclen.

Mobilität

Umweltfreundlicher unterwegs zu sein, spart Energie und reduziert Emissionen. Fahrrad fahren, zu Fuß gehen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder Fahrgemeinschaften bilden, sind einfache Maßnahmen, um den CO₂-Ausstoß zu senken und den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.

Haushalt und Garten

Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Geschirrspüler sollten nur eingeschaltet werden, wenn sie voll sind, um Energie und Wasser zu sparen. Im Garten kann man die Artenvielfalt fördern, indem man den Rasen seltener mäht oder bestimmte Flächen stehen lässt.

Ernährung

Fleischkonsum zu reduzieren, trägt ebenfalls zu einem nachhaltigeren Alltag bei und schont Umwelt und Ressourcen. Fleischkonsum zu reduzieren schont die Umwelt, weil für die Produktion von Fleisch deutlich mehr Ressourcen benötigt werden als für pflanzliche Lebensmittel. Vor allem der hohe Bedarf an Futtermitteln führt dazu, dass große landwirtschaftliche Flächen genutzt werden, die sonst direkt zur Ernährung von Menschen dienen könnten. Dadurch werden weniger Wälder abgeholzt und natürliche Lebensräume besser erhalten.

Außerdem wird durch einen geringeren Fleischkonsum der Wasserverbrauch deutlich reduziert, da die Tierhaltung sehr wasserintensiv ist. Gleichzeitig entstehen weniger Treibhausgase wie Methan und CO₂, was sich positiv auf das Klima auswirkt. Auch Böden und Gewässer werden entlastet, weil weniger Gülle und Schadstoffe in die Umwelt gelangen.

Das waren einige Eindrücke, wie man seinen Alltag bewusst, einfach und ohne jeglichen Verzicht nachhaltiger gestalten kann und so aktiv zum Schutz von Umwelt, Ressourcen und Lebensqualität beiträgt. Vielleicht lohnt es sich einmal bewusst darauf zu achten, welche kleinen Gewohnheiten bereits nachhaltig sind und wo sich noch etwas verändern lässt. Denn nachhaltiges Handeln beginnt nicht mit großen Entscheidungen, sondern oft mit dem nächsten Einkauf, dem nächsten Weg oder der nächsten Mahlzeit.

Quellen:

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studyfix, „Drei Säulen der Nachhaltigkeit“, 3 Säulen der Nachhaltigkeit • Definition, Beispiele, Kritik • [mit Video], zuletzt aufgerufen am 14.04.2026

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Christoph Schulz, „Nachhaltig leben – 50 Tipps für einen umweltfreundlichen Alltag“, 2026, Nachhaltig leben: 50 Tipps für den grünen Alltag • CareElite, zuletzt aufgerufen am 14.04.2026