Mit Ende der Sommerferien beginnt der Ausbau der Kreisstraße NU 2 zwischen Roggenburg und Schießen. Auf rund 2,1 Kilometern werden in drei Bauabschnitten die Fahrbahn verstärkt, ein bestehender Geh- und Radweg verlängert, zwei neue barrierefreie Bushaltestellen gebaut, eine weitere Bushaltestelle barrierefrei ausgebaut sowie die Ortsdurchfahrt von Schleebuch inklusive Leitungsarbeiten, umfassend erneuert. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich am Montag, den 14. September 2026, im ersten Bauabschnitt zwischen Roggenburg und Schleebuch. Hierfür ist eine Vollsperrung der Kreisstraße NU 2 zwischen der Staatsstraße 2019 und der Ortslage Schleebuch erforderlich. Der Verkehr wird entlang der Staatstraße St 2019 und der Kreisstraße NU 1 über Biberach umgeleitet.
Nach Abschluss der Planungen beginnt mit dem Ausbau der Kreisstraße NU 2 zwischen Roggenburg und Schießen die Umsetzung eines Gemeinschaftsprojekts des Landkreises Neu-Ulm und der Gemeinde Roggenburg. Anlass für die Maßnahme ist insbesondere der bauliche Zustand der Kreisstraße: Der vorhandene Fahrbahnaufbau ist auf weiten Teilen der Strecke unterdimensioniert. Während im Bestand stellenweise lediglich ein sechs Zentimeter starker Asphaltaufbau vorhanden ist, wäre bei der vorliegenden Verkehrsbelastung von rund 1.500 Kraftfahrzeugen pro Tag nach den aktuellen Regelwerken ein Aufbau von 18 Zentimetern erforderlich. Die Straße kann die auftretenden Belastungen deshalb nicht ausreichend aufnehmen und weist entsprechende Schäden auf.
Gleichzeitig werden mit der Oberbauverstärkung auf der gesamten Strecke weitere Verbesserungen für unterschiedliche Verkehrsarten umgesetzt. In Roggenburg wird die bestehende Lücke im Radwegenetz zwischen dem außerorts verlaufenden Geh- und Radweg und der St 2019 geschlossen. Außerdem entstehen im Bereich der Mozartstraße zwei neue barrierefreie Bushaltestellen. In Schleebuch wird die Ortsdurchfahrt umfassend ausgebaut: Der östliche Gehweg wird erstmals frostsicher hergestellt und die Bushaltestelle in Fahrtrichtung Schießen barrierefrei umgebaut. Zugleich nutzt die Gemeinde Roggenburg die Bauarbeiten für anstehende Leitungsarbeiten. Damit können Synergien genutzt, zusätzliche Baustellen vermieden und die Infrastruktur im Untergrund zukunftsfähig gemacht werden.
Die Ausführungsplanung sieht im Bereich der Einmündung der Kreisstraße NU 2 in die St 2019 in Roggenburg zunächst die Erneuerung der Fahrbahndecke vor. Anschließend erfolgt auf der rund 1,9 Kilometer langen Strecke bis Schießen eine Oberbauverstärkung entsprechend den aktuellen Regelwerken. In der Ortslage von Schießen erfolgt dann bis zur Einmündung der Kreisstraße NU 1 wieder eine Erneuerung der Fahrbahndecke. Parallel zu den Arbeiten im Bereich der Fahrbahn werden die weiteren Teilmaßnahmen umgesetzt. Der außerorts verlaufende Geh- und Radweg wird in Roggenburg mit einer Breite von 2,50 Metern bis zur St 2019 verlängert. Im Bereich der Mozartstraße entstehen die beiden neuen Bushaltestellen mit entsprechender Bordhöhe und Blindenleitsystemen für einen barrierefreien Ein- und Ausstieg. In Schleebuch erfolgen der frostsichere Ausbau des Gehwegs, der barrierefreie Ausbau der bestehenden Haltestelle sowie die Leitungsverlegungen. Nach Abschluss der Bauzeit wird der gesamte rund 2,1 Kilometer lange Abschnitt zwischen der St 2019 in Roggenburg und der Kreisstraße NU 1 in Schießen auf einen zeitgemäßen Standard gebracht und langfristig für die Verkehrsbelastungen gerüstet sein.
Die reinen Baukosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Euro. Davon trägt der Landkreis Neu-Ulm als Straßenbaulastträger rund 2,3 Millionen Euro, auf die Gemeinde Roggenburg entfallen etwa 0,3 Millionen Euro. Für das Gemeinschaftsprojekt wurde eine Förderung nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (BayGVFG) beantragt. Dadurch reduzieren sich die von Landkreis und Gemeinde zu tragenden Eigenanteile. Der Freistaat Bayern leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Maßnahme.
Um die Arbeiten sicher, qualitativ und mit einer möglichst guten Erreichbarkeit der Anlieger durchführen zu können, wird die Maßnahme in mehreren Bauabschnitten unter Vollsperrung realisiert. Die Abschnittsbildung ermöglicht es, die Einschränkungen räumlich und zeitlich zu begrenzen sowie die Erreichbarkeit für Anlieger in Roggenburg, Schleebuch und Schießen so weit wie möglich aufrechtzuerhalten.
Der erste Bauabschnitt umfasst den Bereich zwischen der St 2019 in Roggenburg und der Ortslage Schleebuch auf Höhe „Zum Miesbühel“. Die Arbeiten beginnen in diesem Bauabschnitt mit der Baustelleneinrichtung voraussichtlich am Montag, den 14. September 2026, und somit zum Ende der Sommerferien. Von Roggenburg aus schreitet die Baustelle dann in Richtung Schleebuch voran. Über den Winter wird die Maßnahme witterungsbedingt pausiert. Der zweite Bauabschnitt erstreckt sich von Schleebuch auf Höhe „Zum Miesbühel“ bis zur Hofeinfahrt der Käserei Herzog in Schießen. Die Arbeiten in diesem Abschnitt und damit in der Ortslage von Schleebuch sollen nach der Winterpause in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen. Mit dem abschließenden dritten Bauabschnitt von der Zufahrt zur Käserei Herzog bis zur Einmündung der Kreisstraße NU 1 in Schießen soll die Gesamtmaßnahme bei planmäßigem Bauablauf und günstiger Witterung noch im Jahr 2027 abgeschlossen werden.
Durch die Abschnittsbildung bleibt Schleebuch während der gesamten Bauzeit jeweils aus Richtung Schießen oder Roggenburg erreichbar. Der Durchgangsverkehr zwischen Roggenburg und Schießen wird während der Baumaßnahme über die St 2019 nach Biberach und von dort über die Kreisstraße NU 1 nach Schießen geführt. Auch der Radverkehr wird über die Radwege entlang dieser Straßen umgeleitet. Der Linien- und Schulbusverkehr wird umgeleitet, bindet dabei aber weiterhin Schleebuch an.
Anliegern im jeweils betroffenen Bauabschnitt wird die Zufahrt zu ihren Grundstücken im Rahmen des Bauablaufs so weit wie möglich ermöglicht. Im Baufeld ist dabei besondere Rücksicht und Vorsicht geboten. Kurzzeitige Einschränkungen während unmittelbarer Pflaster-, Beton- und Asphaltarbeiten sowie bei Leitungsarbeiten sind jedoch unvermeidlich. Die jeweils betroffenen Anlieger werden hierzu direkt informiert.
Um die ordnungsgemäße Abfallentsorgung während der Vollsperrung im ersten Bauabschnitt sicherzustellen, werden die Anlieger in Abstimmung mit dem Entsorgungsunternehmen Knittel gebeten, ihre Mülltonnen an den jeweiligen Abfuhrtagen eigenständig in den angrenzenden Straßen vor den Absperrungen bereitzustellen.
Das Staatliche Bauamt Krumbach bittet alle Verkehrsteilnehmer sowie die betroffenen Anlieger um Verständnis für die unvermeidbaren Verkehrsbehinderungen und Beeinträchtigungen. Zugleich wird um ein rücksichtsvolles Fahrverhalten und ein respektvolles Miteinander im Baustellenbereich gebeten.