Elisabeth Urban beim Violinenspiel
Theresa Dirnhofer (links) und Elisabeth Urban
Schleching - Der Titel „Musik für die Seele“ verspricht eine halbe Stunde Zeit, um zu sich zu kommen. Die Musik ist dabei sehr hilfreich, insbesondere, wenn sie so wunderbare Violinen-Klänge durch den Raum in der Schlechinger Pfarrkirche zaubert.
Elisabeth Urban begann das Konzert mit dem deutschen Komponisten Georg Philipp Telemann mit der ersten von zwölf Fantasien für Violine ohne Bass und B-Dur in vier Sätzen :Largo, Allegro, Grave und Allegro. Es folgten die ersten zwei Sätze aus der Partita für Violine von dem zeitgenössischen litauischen Komponisten Vytautas Barkauskas Präludium und Scherzo.
Beide Komponisten vereint die Lebendigkeit, die Vertrautheit der Töne, aber auch starke überraschende Momente. Experimentierfreudig zeigte Elisabath Urban welche Töne ihre Geige hervorzaubern kann.
Der dritte Komponist, den die Musikerin den Gästen in der St. Remigius Kirche zu Gehör brachte, war Johann Sebastian Bach, der eng mit Telemann befreundet war. Sie spielte ganz wunderbar die Solosonate Nummer eins in g-Moll, das Adagio, die Fuge und das Presto.
Zwischen den Stücken trug Theresa Dirnhofer Gedanken und Gedichte vor. Passend zur Jahreszeit die „Frühlingssehnsucht“ von Ludwig Rellstab, der seine Gedanken auch gern von zeitgenössischen Komponisten vertonen ließ, wie in diesem Fall bekannt als das Schubertlied.
Die Besucher gaben viel Beifall und gingen mit guten Gefühlen und Gedanken nachhause.