Bernau – Einen zünftigen Jugendhoagascht stellten die Musikschule Grassau und der Trachtenverein Almarausch Hittenkirchen am letzten Freitag im dortigen Trachtenheim auf die Beine. Junge Volksmusikgruppen und Musikanten aus den sieben Zweigstellen der Musikschule Grassau spielten auf. Die Kinder und Jugendlichen des Trachtenvereins bereicherten das Programm mit ihren Tänzen.
Der Abend begann mit einem Heimspiel der „Jungen Bernauer Musikanten“ mit dem passenden Musikstück „Lasst uns das Leben genießen“. Mal waren es noch sehr junge Musikanten, dann wieder ältere, erfahrene. Es traten Gruppen auf, die sich erst vor ein paar Monaten gefunden hatten, andere spielten schon seit Jahren gemeinsam. Das Repertoire war groß. Überkommene Lieder, Marsch, Polka, Walzer erklangen im munteren Wechsel. So bunt wie die Namen der Formationen vom „Flügelhornduo“ und den „Wörndl Schwestern“ bis hin zu den „fetzigen Fünf“ – an diesem Abend nur vier – und der „Hau de zuawa Musi“. Jede Formation trat zweimal auf. Breit gefächert die Palette der Instrumente von Hörnern über Gitarren und Harfen hin zu Ziach, Zither und Hackbrett.
In die Musikbeiträge streute der Trachtenverein die Auftritte von Kindern und Jugendlichen. Es war ein wunderschön anzuschauen, wie von den Kleinsten bis zu den Jugendlichen alle gemeinsam auftraten. Es war sympathisch, wie immer wieder die Jugendlichen die Kleinsten anleiteten, ihnen im Tanz hier und da auf die Sprünge halfen. Die Kinder und Jugendgruppen waren groß und machten großen Eindruck. Im Laufe des Abends wurden die Tänze anspruchsvoller, dann meisterten die älteren Jugendlichen die Aufgaben. Zu ihrem Programm gehörte auch der Bankerltanz, in dem die jungen Burschen Bänke in die Choreografie einbauten. In den Umbauphasen moderierte die Bernauer Zweigstellenleiterin Marlene Noichl unterhaltsam, ließ die Lehrerkollegen Gruppen und Instrumente vorstellen, interviewte junge Musikantinnen und Musikanten.
Christoph Kaufmann, der erste Vorsitzende des Trachtenvereins, hatte sichtliche Freude an dem Abend. Er erinnerte sich gern an die letzte gemeinsame Veranstaltung mit der Musikschule und freute sich „ganz bärig“ über die Fortsetzung der Zusammenarbeit. Er betonte die Rolle der Musikschule: „Noch vor ein paar Tagen habe ich mit einem alten Musikanten geredet, wie schwierig es früher war, ein Instrument zu lernen, oder Musikanten für einen Trachtenabend zu finden. Jetzt, mit der Musikschule im Rücken, ist das kein Problem mehr.“ Das Zusammenspiel zwischen Musikschule und Trachtenverein laufe hervorragend.
Auch Gerhard Jell, der Zweite Bürgermeister von Bernau, ließ sich den Abend nicht entgehen. Der Trachtenverein sorgte mit Brotzeit und Getränken für das leibliche Wohl der Mitwirkenden und Gäste. Es war ein wunderbarer Abend, an dessen Ende Musikschulleiter Otto Dufter zu einem Gemeinschaftsplattler aufrief. Der gelang schneidig, das Publikum war begeistert.
Dufter erinnerte: In diesen Wochen ist die Zeit kostenlose Schnupperstunden an der Musikschule zu vereinbaren. Eine schöne Gelegenheit, ein Wunschinstrument kennenzulernen und mehr über den Musikunterricht zu erfahren.