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Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 11/2026
Nachrichten anderer Stellen und Behörden
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Nachrichten anderer Stellen und Behörden

 

Auf Anregung von Dorfhelferin Verena Noichl und Bürgermeister Stefan Kattari fanden Treffen zwischen dem Arbeitskreis Familie & Senioren unter Leitung von Klaus Donath und dem Vorsitzenden von Integer e.V., Thomas Lecke-Lopatta, statt. Ziel war es zu prüfen, ob ähnliche Unterstützungsangebote, wie jene des Krankenpflegevereins Übersee, von dessen Arbeit Erika Stefanutti und Uschi Geiger anschaulich berichteten, auch in Grassau und ggfs. im weiteren Achental aufgebaut werden können.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Familien schnell die technischen Hilfsmittel erhalten können, die für eine häusliche Pflege notwendig sind – etwa Pflegebetten oder Rollstühle. Krankenkassen und Sanitätshäuser können solche Geräte erst nach einem formalen Verfahren bereitstellen, das jedoch oft zu lange dauert, um dem Wunsch vieler schwerstkranker Menschen gerecht zu werden, ihre letzte Lebensphase zu Hause verbringen zu können.

Der Krankenpflegeverein Übersee hilft hier seit 99 Jahren und hat in den vergangenen Jahren zunehmend Anfragen aus Grassau erhalten. Er hat bereits mehrfach ausgeholfen, weist jedoch darauf hin, dass dies zukünftig idealerweise von Ehrenamtlichen in Grassau übernommen werden sollte. Für eine Startphase sichert der Verein auch weiter seine Unterstützung mit technischem Gerät zu.

Integer e.V. und der Arbeitskreis Familie & Senioren suchen nun Menschen, die sich vorstellen können, in diesem Bereich mitzuwirken. Dabei wurde deutlich, dass es sich nicht um eine große zeitliche Verpflichtung handelt, sondern um ein Netzwerk von Personen, die im Bedarfsfall einspringen können. Für die Koordination ist jedoch eine feste Ansprechperson bei Integer unabdingbar, bevor so etwas übernommen werden könnte. Helferinnen und Helfer würden sich dann wahrscheinlich sowohl aus der Mitgliedschaft als auch aus dem Kreis der bei Integer aktiven Migrantinnen und Migranten und dem Unterstützerkreis finden lassen.

Es ist noch keine Entscheidung gefallen. Die Diskussion soll jedoch weitergeführt werden. In der Reihe „Zuhören“ wird es deshalb am 15. Juni einen Austausch über die aktuelle Situation der häuslichen Versorgung schwerstkranker Menschen in Grassau und im Achental geben. Dabei soll vertieft werden, wie Menschen eingebunden werden können, die bereit sind, gelegentlich zu unterstützen – sei es durch Transportfahrten oder die kurzfristige Bereitstellung von Hilfsmitteln und wer die Koordination übernehmen könnte.

Es geht ausdrücklich nicht darum, Aufgaben von Hospizdiensten oder Pflegediensten zu übernehmen. Vielmehr sollen Familien unterstützt werden, schnell und unkompliziert leihweise Pflegebetten, Rollstühle und andere Hilfsmittel zu erhalten. Das Beispiel Übersee zeigt, dass ehrenamtliches Engagement gerade in der letzten Lebensphase einen entscheidenden Unterschied machen kann und den Zusammenhalt der Menschen in der Dorfgemeinschaft stärkt.

Integer e.V. und der Arbeitskreis Familie & Senioren würden sich sehr freuen, wenn sich Menschen melden, die sich eine Mitarbeit vorstellen können – und wenn auch nur gelegentlich –oder auch zum Zuhören-Termin bei Integer e.V. am 15. Juni 19:30 in die Bahnhofstr. 108 kommen, um gemeinsam zu überlegen, wie in Grassau eine solche Form gegenseitiger Unterstützung aufgebaut werden könnte.