Ganz nach dem bekannten Motto „Bergsteigerdorf besucht Bergsteigerdorf“ ging es für die Gemeinde Schleching beim diesjährigen Betriebsausflug am 23. und 24. April nach Südtirol. Genauer gesagt ins Vinschgau und das Bergsteigerdorf Matsch. Dass es in diesem Jahr sogar einen zweitätigen Ausflug gab, hat vor allem auch den Hintergrund der Wertschätzung für Sepp Loferer, da er 18 Jahre Bürgermeister der von Schleching war. In seiner Amtszeit erhielt Schleching das Prädikat Bergsteigerdorf und Sepp war auch der Initiator, der gegenseitigen Besuche der Bergsteigerdörfer. Wichtig bei solchen Ausflügen ist natürlich nicht nur der Austausch und das gegenseitige Kennenlernen, sondern auch das gemütliche Beisammensein der Kolleginnen und Kollegen in einem anderen Rahmen. Die Ausflüge stärken das Gemeinde-Team, was immer eine gute Voraussetzung für gute Zusammenarbeit ist.
Tag 1
Alleine die Fahrt durch die Apfelblüte in Südtirol war schon sehenswert. Aber das Highlight des ersten Tages war die Führung durch den Weinberg auf 1.150 m Höhe (in der höchstgelegener Weinregion Europas) in Mals. Hier führen Julia und Stefan Wallnöfer als Vater-Tochter Team den einzigen Weinberg in dieser Gegend in reiner Handarbeit. In steiler Südlage wächst die widerstandsfähige Rebsorte Solaris. Mit Ausblick auf den Ortler und Sonnschein wurde uns die Arbeit im Weinberg erklärt. Wir haben uns gerade diese Kellerei zur Besichtigung und Verkostung ausgesucht, da die biologische Bewirtschaftung mit natürlichen Tees als Pflanzenschutz bestens den Bergsteigerdorf- Gedanken von Natur und Nachhaltigkeit vertritt und somit auch die Artenvielfalt im Weinberg erhalten bleibt.
Anschließend ging es in die kleinste Stadt Italiens, nach Glurns, wo wir im Weinkeller eine Verkostung und weitere Einblicke in die Weinmanufaktur Vinventum bekommen haben. Vin steht für den Wein und Ventum für den Wind, der in dieser Region bekannt ist. Der Wein Initium wurde 2024 bei der „PIWI Wine Award International“ Verkostung mit der höchsten Auszeichnung „großes Gold“ geehrt.
Tag 2
Am nächsten Tag besuchten wir dann das Bergsteigerdorf Matsch.
Der Ortskern von Matsch liegt auf 1.580 m, was ziemlich genau 1.000 m höher ist als Schleching und bei uns dem Hochplattengipfel entspricht. Matsch zählt um die 460 Einwohner. Allerdings ist Matsch eine „Fraktion“ der Gemeinde Mals, was so viel wie ein Ortsteil heißt.
Am Vormittag wanderten wir den „Matscher Waalweg“,der auf der Sonnenseite durch das ganze Tal führt entlang. „Waale“ sind hangparallel laufende Bewässerungskanäle, da die Gegend stets von Trockenheit betroffen ist.
Belohnt wurden wir wieder bei bestem Wetter mit Ausblicke auf mehrere Dreitausender. Anschließend trafen wir zum Mittagessen, den Bürgermeister von Mals, Josef Thurner (rechts im Bild) und den Fraktionsvorsteher von Matsch, Klaus Telser (im Bild links) sowie die Bergsteigerdorf-Arbeitsgruppe Matsch, um in gemeinsamer Runde Erfahrungen auszutauschen.
Wir möchten uns hier nochmal ausdrücklich für den netten Empfang und den wertvollen Austausch bei unseren Matscher Kollegen bedanken.