Titel Logo
Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 13/2022
Nachrichten anderer Stellen und Behörden
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Hitzeschutz in Wohnräumen

Bild: Fotolia: ifeelstock

Diese Maßnahmen sorgen für Abkühlung

Effektive Tipps für Bauherren und Wohnungsbesitzer

Bei hochsommerlichen Temperaturen sind kühle Wohnräume eine angenehme Abwechslung. Um das Raumklima so komfortabel wie möglich zu gestalten, helfen Rollläden, Ventilatoren oder Klimaanlagen. Auch das Querlüften in den frühen Morgenstunden ist eine effektive Methode. Neben diesen Möglichkeiten beeinflussen zusätzlich die baulichen Eigenarten eines Hauses die Raumtemperaturen. Welche Maßnahmen am besten funktionieren, erläutert die Energieberatung der Energieagentur Südostbayern und der Verbraucherzentrale Bayern:

Jalousien, Markisen, Fensterläden, Sonnensegel oder Vorhänge:

Sonnenschutz nach Bedarf

Besonders viel Hitze dringt durch Balkontüren und (Dach-)Fenster ein. Um die Sonneneinstrahlung zu minimieren und die Wärme erst gar nicht in die Räume zu lassen, sollte der Sonnenschutz in Form von Jalousien, Markisen und Co. möglichst außen angebracht werden.

Rollläden: Allround-Genie mit Einbruchschutz

Rollläden schützen vor Hitze, Kälte und Einbrechern. „Im Idealfall werden Rollläden schon bei der Bauplanung bedacht. Am fertigen Haus lassen sich Vorbau-Rollläden aber auch leicht nachrüsten“, so die Experten der Energieberatung.

Fassaden- und Dachdämmung: Abkühlung bei Sommerhitze

Mit einem guten Wärmeschutz auf Dach und Fassade erhitzen sich Wohnräume weniger schnell. Denn gut gedämmte Häuser lassen an heißen Tagen weniger Wärme eindringen. Daher gilt: Je dicker und besser das Dämmmaterial, desto besser der Hitze- und Wärmeschutz.

Fassadengrün und Dachbepflanzung: Natürliche Klimaanlage

Mit Fassaden- und Dachbegrünung funktioniert der sommerliche Hitzeschutz auch auf biologische Art und Weise. Die Pflanzen reduzieren das Aufheizen der Gebäude deutlich und verbessern das Mikroklima am Haus. Ausreichend Abstand zwischen Fassade und Bepflanzung verhindert Schäden am Putz und an den Wänden. Erhitzt sich ein herkömmliches Flachdach im Sommer auf bis zu 80 Grad, schützen begrünte Flachdächer vor direkter Sonneneinstrahlung und damit vor starkem Aufheizen. Verantwortlich dafür sind die Substratschicht und die Dachbepflanzung.

Wer sich für ein begrüntes Flachdach entscheidet, sollte eine Fachplanung zurate ziehen. Denn das Gewicht von Erde, Pflanzen und abgefangenem Regenwasser kann die Statik des Gebäudes beeinträchtigen. Besondere Sorgfalt sollte auf die Feuchteabdichtung gelegt werden. Das zuständige Bauamt gibt Auskunft, ob für die Begrünung von Dächern und Fassaden eine Regelung der Kommune gilt.

Bei allen Fragen rund um die Themen Hitzeschutz, kühle Wohnräume und Energieeffizienz hilft die Energieberatung der Energieagentur Südostbayern GmbH und der Verbraucherzentrale Bayern gerne.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Beratung ist für die Bürgerinnen und Bürger der Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein kostenfrei. Info und Anmeldung (erforderlich) unter Telefon 0861 58-70 39 oder per Email unter info@energieagentur-suedost.bayern. Weitere Informationen unter www.energieagentur-suedost.bayern oder www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Aufgrund der aktuell hohen Nachfrage werden neben den persönlichen Beratungsterminen in den Standorten der Energieagentur auch zusätzlich telefonische Beratungstermine angeboten, dennoch muss mit Wartezeiten für einen Energieberatungstermin gerechnet werden.