Titel Logo
Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 13/2022
Aus dem Gemeinderat
Zurück zur vorigeren Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Von der Gemeinderatssitzung

Eventuell neue Schwergeräte für den Schlechinger Bauhof

Aktuelles aus der Verwaltung

Schleching – Auf der letzten Gemeinderatssitzung informierte Geschäftsleiter, Martin Plenk die Mitglieder zu den Überlegungen, für den gemeindlichen Bauhof einen Radlader und einen Bagger zu beschaffen. Eventuell „gebraucht“ mit einem Budget von 50.000 Euro für den Radlader und 25.000 Euro für den Bagger. Der Vorteil wäre eine größere Unabhängigkeit von Fremdfirmen oder Anmietungen von diesen Gerätschaften samt Personal. Eine Aufstellung der letzten fünf Jahre zeigt einen finanziellen Aufwand von rund 157.000 Euro extra, wobei der Schwerpunkt sicher bei den Aufgaben des Winterdienstes liegt. Aber auch bei den Bereichen Schmutz- und Regenwasserkanal, Tourismus, Grabungsarbeiten, Wasserversorgung, um nur wenige Punkte zu nennen, für die eine Aufstellung der Kosten herausgesucht wurde. Martin Plenk stellte klar, dass die Mitarbeiter des Bauhofes sicher nicht alle Aufgaben in der Gemeinde in Eigenregie bewerkstelligen können, aber mit den zwei Schwermaschinen wären die Einsätze eher flexibel und unabhängig möglich.

Ein Einwand von Claus Rathje, UBS, lautete „Mehr Geräte gleich mehr Arbeit“ und er fragte sich, ob das die Mitarbeiter leisten können und ob es dann wirklich eine Entlastung bringt und forderte eine genaue Kosten/Nutzen Rechnung.

Dem stimmte Bürgermeister Josef Loferer, CSU, zu und meinte auch „wir müssen wirtschaftlich denken“ aber er erläuterte weiter „viele Arbeiten des Bauhofes müssen per Hand gemacht werden!“ Allein, wenn es um das Schaufeln geht, kann ein Bagger die Effektivität erheblich erhöhen. Christian Zaiser, UBS, hatte den Einwand, dass für gebrauchte Geräte ab einem gewissen Alter auch mehr Reparaturen anfallen, was zu berücksichtigen wäre und Martina Hammerl-Tiefenböck, UBS wies auf die Problematik der sicheren Unterbringung der neuen Geräte hin und verwies dabei auf die geringen Platzmöglichkeiten am Bauhof. Dabei regte Martin Plenk auch Gedanken für einen eventuellen Anbau an. Remigius Bauer, parteilos, schlug vor, die Loipengeräte zum Ortsteil Ettenhausen auszulagern. Auch die Idee, die Geräte eventuell zu leasen kam auf. Im Tenor standen der Bürgermeister und die Gemeinderäte den Anschaffungen positiv gegenüber. Die Verwaltung wurde beauftragt, Angebote über die verschiedenen Möglichkeiten „Neu – Gebraucht – Leasen“ einzuholen und auszuloten, was das Sinnvollste wäre.

Wegesicherung am Schmugglerweg

Martin Plenk informierte die Gemeinderäte über ein Problem am Schmugglerweg, er sieht den Schmugglerweg für den Tourismus als wichtigen Faktor. Entsprechend sah er es als ein Hauptanliegen der Gemeinde an, diesen Wanderweg entsprechend zu präsentieren. Neben der Beschilderung und dem baulichen Unterhalt, gilt es für ihn, auch die Wegesicherheit im Auge zu behalten. Hier wurde im Zuge der Wegearbeiten eine Stelle auffällig, wo Handlungsbedarf unumgänglich ist. Dort fällt die Böschung steil zur Ache ab. Derzeit ist eine Wegesicherung nur mittels Stacheldraht provisorisch hergestellt. Die Firma HTB Baugesellschaft mbH aus dem Pitztal (Anmerkung: sind spezialisiert auf den Hochgebirgsbau) hat schon für die Gemeinde an anderer Stelle an diesem Weg gearbeitet und hat für den problematischen Bereich ein Angebot mit der Zusage der kurzfristigen Durchführung abgegeben. Die Kosten belaufen sich auf rund 12.000 Euro brutto. Schnell waren sich die Gemeinderäte einig, dass eine zeitnahe Umsetzung der Arbeiten erfolgen muss.

Bebauungsplan „Elmenfeld“ in Ettenhausen

Bereits in der Sitzung im letzten November hat der Gemeinderat das Verfahren zur Neuaufstellung des Bebauungsplanes Nr. 9 „Elmenfeld“ eingeleitet. Die Öffentlichkeits- und Trägerbeteiligung wurde durchgeführt.

Die ursprünglichen Abwägungsvorschläge der Verwaltung kamen in der Gemeinderatssitzung im Mai aufgrund eines Antrages zur Geschäftsordnung -den Tagesordnungspunkt zu vertagen- von Gemeinderatsmitglied Claus Rathje, UBS, nicht zum Vortrag. Claus Rathje sollte kurzfristig die abwesende 2. Bürgermeisterin Elfie Bachmann vertreten.

In der aktuellen Sitzung wurde unter Leitung von Elfie Bachmann, UBS nun die Anhörung öffentlicher Belange im Zuge der Träger- und Bürgerbeteiligung durchgesprochen und die Abwägungsvorschläge abgearbeitet.

In den Textlichen Festsetzung wurde „sinngemäß“ eingefügt, dass eine gewerbliche Nutzung im diesem Wohngebiet ausgeschlossen ist. Die beschlossenen Änderungen werden im Bebauungsplanentwurf eingearbeitet und es erfolgt eine erneute –verkürzte- Auslegung. (zirka 14 Tage)

Aktuelles aus der Verwaltung

Martin Plenk berichtete, dass die Betreiber der „Gastro & Betrieb Geigelstein GmbH“ erneut zur Gemeinderatssitzung eingeladen wurden. Die erste Zusage einer Vorstellung war im November und wurde kurz vor der Sitzung abgesagt. Es erfolgte keine Rückmeldung auf die erneute Einladung.

Eine neue Webcam?

Weiter wurde von der Verwaltung angeregt, das Thema „Webcam“ zu überdenken. Martin Plenk war der Meinung, dass die derzeitigen Webcams nicht den Sinn und Zweck –nämlich Werbung für Schleching- mehr erfüllen, eine schlechte Bildqualität und die Wahl der Standorte sind nicht optimal. Das stieß auf Zustimmung bei den Gemeinderäten, Remigius Bauer, parteilos, meinte dazu, dass die meisten User wegen dem aktuellen Wetter eine Webcam schauen und wünschte sich eine Kamera mit einem Standort, der möglichst das ganze Tal abdeckt, eventuell mit einem Panoramabild.

Sämtliche Mitglieder des Gemeinderates sprachen sich für eine Neuaufstellung in Sachen Webcam aus. Es wird zeitnah eine geeignete Kamera erworben und an prominenter Stelle installiert.

Ladesäule am Bürgerhaus

Auch das Thema der Ladesäule für Elektrofahrzeuge vor dem Bürgerhaus wurde angesprochen. Martin Plenk informierte dazu, dass für die Säule nicht einfach ein Bezahlsystem eingeführt werden kann, da es nicht möglich ist, sie eichrechtskonform umzurüsten. Für eine neue Ladesäule mit Bezahlsystem müsste zirka 12.000 Euro investiert werden. Michael Bachmann, CSU und Timo Kleinschroth, UBS waren der Meinung, dass hier für eine zeitgemäße Lösung gesorgt werden muss. Timo Kleinschroth fand die aktuelle Situation ein Negativbeispiel, er wünschte vehement eine Ladesäule mit Bezahlfunktion sowie einen Service für eine Schnellladefunktion und war der Meinung, dass man bei den aktuellen Strompreisen die Anfangsinvestition schnell amortisieren könnte.

Martin Plenk informierte, dass zur nächsten Gemeinderatssitzung ein Fachmann vom Landratsamt eingeladen wird, der dazu Fragen beantworten kann.

Elfie Bachmann und Remigius Bauer trugen Anregungen von Bürgern vor. So soll an der Unterführung am Spielplatz ein Hinweis-Schild „Achtung Kinder“ für zu schnell fahrende Radfahrer angebracht werden und im Bereich des Spielplatzes soll geklärt werden, ob ein Schild „Hunde anleinen“ aufgestellt werden darf.

Text Sybilla Wunderlich