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Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 13/2022
Neues vom Bergsteigerdorf
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Schneeletzt

Foto Franz Schick um 1935

(Foto Lobei (Rappl Toni)

(Bild Wolfgang Küfner- Schneeletzt 2019)

Die Gründung der Schlechinger Bergwacht um 1932 fiel gleichzeitig mit der Gründung des Skiclubs zusammen. Die damals sehr guten Skifahrer waren oft in den beiden sehr kameradschaftlich geführten Vereinen Mitgliedern. So wurden auch Skirennen durchgeführt. Mit dem „Schneeletzt“ wurde damals schon der Schneegraben unterhalb der Rossalm für das Rennen im Sommer genutzt, praktisch als Winterabschluss. Der Schneegraben zieht sich auf einer Länge von fast 2 km von der Rossalm bis oberhalb der Haidenholzalm hin. Durch starke Verwehungen wird der Schnee oft bis zu einer Höhe von 20 m in den tiefen Graben gefüllt. Der Schneegraben aperte oft erst bis Anfang Juli aus. Bereits vor dem Krieg trug die Bergwacht ihre Rennen aus, leider kamen nicht alle Kameraden aus dem schrecklichen Krieg zurück. Die ersten Sieger waren Franz Schick und Peter Rappl. Nach dem Krieg führte Steff Gnadl nach Wiedergründung der Bergwacht 1960 das traditionelle „Schneeletzt“ wieder ein.

Gefahren wurde mit Rennski und Schloapfei (Firngleiter). Dafür gab es zwei eigene Wertungen. Birgit Schick, die Tochter von Sepp Schick (der bereits selbst bei den Rennen teilgenommen hatte), war meist oberste Kampfrichterin. Nach den Rennen wurde auf der Haidenholzalm gebührend gefeiert und gscheid gebrotzeitld. Die Tradition der „Schneeletzt“ zum Saisonabschluss wird auch heute noch von der Bergwacht weitergeführt.

Übrigens hat Hans Hächer mit seiner Tochter Traudl den Schneegraben für viele Trainingsfahrten im Sommer zu Beginn ihrer Karriere genutzt.

Fritz Irlacher