Schleching – Geschäftsleiter Martin Plenck informierte die Gemeinderatsmitglieder ausführlich über die E-Ladeinfrastruktur, Standortmöglichkeiten und Status quo.
Im August 2022 wurde ein Förderantrag für eine „nichtöffentliche“ Ladesäule gestellt. Diese war förderbedingt zwölf Monate nur für die eigenen E-Fahrzeuge nutzbar. Ab dem 13. Monat wurde die Ladesäule der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem wird die Säule am HDG (Haus des Gastes am Dorfplatz) sowohl gemeindeintern als auch von der Öffentlichkeit regelmäßig genutzt.
Im Zuge der Haushaltsplanung für 2026 wurde Ende letzten Jahres ein Ansatz für einen öffentlichen Fast-Charger in Höhe von 75 000 Euro eingestellt. Hintergrund hierfür war zum einen die regelmäßige Nachfrage aus der Bevölkerung, als auch der Faktor der nachhaltigen Standortförderung.
Martin Plenk erläuterte weiter die verschiedenen Umsetzungsmöglichkeiten. Im Moment ist von Seiten der Bundesregierung Bayern keine geeignete Förderung vorgesehen. Bei einem Fast-Charger ist mit Kosten von 50 000 Euro aufwärts rein für die Infrastruktur zu rechnen.
Der Geschäftsleiter erläuterte weiter: Nach Rücksprache mit den Bayernwerken ist rein faktisch lediglich ein Standort geeignet, um einen Lader mit höherer Leistung zu betreiben. Dies wäre der Standort am HDG, wo sich bereits jetzt ein konventioneller Lader befindet. Ein Schnelllader benötigt ein eigenes Netzkabel. Somit ist ein Knotenpunkt in unmittelbarer Nähe erforderlich, da die Tiefbauarbeiten sehr teuer sind und die Anschaffungskostgen von einem Schnelllader übertreffen würden. Am HDG wären es zirka 30 Meter an Grabungsarbeiten. Sinnvoll wäre es auch am Dorfladen, aber dabei wären mindestens 200 Meter und am Schulparkplatz wären es zirka 150 Meter Grabungsarbeiten. An beiden Standorten liegt kein Knotenpunkt. Grundsätzlich wäre es kein Problem 100 kw und mehr bereitzustellen, aber erforderlich ist immer ein entsprechender Netzausbau.
Bürgermeister Thomas Müllinger (BfS) meinte dazu, dass es sich hierbei nicht um eine gemeindliche Aufgabe handelt und wollte erstmal Rücksprache halten, wie es in anderen Gemeinden gehandhabt wird. Außerdem sah er Planungen in der Zukunft, dass es auf den Tankstellen Schnellladestationen geben soll. Markus Haumaier (BfS) war der Meinung, dass es täglich mindestens 8 bis 10 „Tankvorgänge“ geben müsste, bevor es sich rechnet. Katharina Gasteiger (CSU) empfahl es über die Tourismusschiene zu versuchen und auch Christine Zaiser (BfS) sah die Möglichkeit bei der Achental Tourismus gKU nachzufragen. Abschließend wollte Thomas Müllinger einfach mehr Infos.
Um eine Bauvoranfrage zum Abbruch eines bestehenden Einfamilienhauses und Errichtung eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Garagen in der Weitwiesstraße ging es in einem weiteren Tagesordnungspunkt. Nach Erläuterung des Sachverhalts und der rechtlichen Würdigung wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt, mit dem Hinweis, dass das Gebäude nur mit Hauptwohnsitz bewohnt werden darf.
Weiter wurden nichtöffentliche Beschlüsse, für die die Geheimhaltung weggefallen ist, bekannt gegeben:
Die Mitglieder des Gemeinderates haben beschlossen, Josef Loferer die Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“ zu verleihen.
Weiter wurde über den Ehrensold des Altbürgermeisters und die Entschädigung für den ersten und zweiten Bürgermeister entschieden.
Die Firma Dippold & Gerold wurde beauftragt zu einem Angebotspreis von knapp 10 000 Euro brutto die Antragsunterlagen für die wasserrechtliche Genehmigung Brunnen Raiten über das Jahr 2027 hinaus zu erstellen.
Am Donnerstag, 16. Juli um 19 Uhr findet die Buchvorstellung der Neuauflage und Erweiterung des Heimatbuches „Schleching am Geigelstein – Die Dorfgemeinde im Tal der Tiroler Ache“ im Pfarrsaal statt.
Bürgermeister Thomas Müllinger berichtete über ein Gespräch mit dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein über Hochwasser-Schutzmaßnahmen. Handlungsbedarf wird gesehen an der Alpbach Siedlung. Wenn das WWA die Planungen aufstellt, können die Kosten geklärt hat, so Müllinger, die Gemeinde wäre mit 20 Prozent der Kosten dabei. Am Steindlgraben und Mühlauer Bach wird kein dringender Handlungsbedarf gesehen.
Für den Breitbandausbau wird die Firma Avacom im nächsten Jahr die Planung für Schleching aufstellen.
Franz Loferer (BfS) regte an, den Radlweg zwischen Raiten und Mettenham anzusehen, da die Stauden schon auf den Weg wachsen. wun