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Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 16/2019
Aus dem Gemeinderat
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Schleching braucht mehr Kindergarten-Plätze

Kindergarten-Haus in Schleching

Standort der Probeampel Kreuzung Hauptstraße/Mühlauer Straße

Schleching – Auf der Gemeinderatssitzung wurde das Kindergartenplatz-Problem besprochen. Rebecca Mühlburger und Helga Seidl aus dem Kindergarten berichteten dem Rat, dass es zum ersten Mal mehr Anmeldungen als Plätze gibt.

Im Kindergartenjahr 2018/19 besuchen aktuell 12 Kinder die Kinderkrippe, 39 Kinder den Kindergarten und 19 Kinder tageweise die Mittagsbetreuung.

Da die frühere Betriebserlaubnis maximal 12 Krippenplätze und maximal 55 Kindergarten- bzw. Schulkind-Plätze gleichzeitig erlaubt hat und diese Auflage Mittwochs nicht mehr eingehalten werden konnte, wurde die Änderung der Betriebserlaubnis ab dem laufenden Kindergartenjahr seitens der AWO angestrebt. Für die Mittagsbetreuung ist der Jugendraum vorgesehen, berichteten die beiden Kindergartenmitarbeiterinnen.

Nach einer Besichtigung durch das Jugendamt im Frühjahr 2019 erging ein neuer Bescheid an die AWO, wonach aktuell 12 Kinderkrippenplätze für unter 3-jährige, 50 Plätze im Kindergarten für Kinder von drei bis sechs Jahren (sofern behinderte Kinder aufgenommen werden, belegen diese rechnerisch zwei Plätze) und 16 Mittagsbetreuungsplätze im Jugendraum genehmigt worden sind. Helga Seidl wies darauf hin, dass sich die Zahlen auf stets gleichzeitig anwesende Kinder beziehen. Das bedeutet, wenn es beispielsweise eine Vormittags- und Nachmittagsgruppe gibt, können auch mehr Kinder betreut werden.

Weiter berichtete sie, dass im kommenden Kindergartenjahr 2019/20 zum Stand Mai 2019 fünf Kinder zurückgestellt werden müssen, zwei Kinder wurden erstmals zum Einschreibungstermin angemeldet. Durch die neue Situation ist es dringend notwendig, die Eltern darauf aufmerksam zu machen, dass eine Warteliste für Krippe, Kindergarten und Mittagsbetreuung vorliegt und der Zeitpunkt der Erfassung für die Vergabe von Betreuungsplätzen ein wesentliches Kriterium ist. Eine Familie hat freiwillig den Bedarf zurückgenommen und es sind somit noch vier Kinder, die keinen Betreuungsplatz zum derzeitigen Zeitpunkt haben.

Da ab 2020 vom Staat Krippenplätze mit einem monatlichen Zuschuss von 100 Euro für unter drei-jährige gefördert werden, wird eine Zunahme der Bedarfszahlen erwartet. Mit Juli 2019 werden bereits alle Kindergartenkinder mit 100 Euro bezuschusst.

Da die Gemeinde verpflichtet ist, Plätze zur Verfügung zu stellen und alle drei Jahre eine Bedarfsanalyse zu erstellen, wurde aufgrund der Zahlen aus der Sozialraumanalyse (DEMOSPLAN; Dr. Tekles) diese Aktualisierung vorgelegt:

Innerhalb der Gemeinde werden für die unter 3-jährigen 16 Plätze, für die 3-jährigen bis Schulbeginn 63 Plätze, für Schulkinder 20 Plätze und für Integrationskinder 1 Platz eingeplant. Zusätzliche Betreuungsplätze werden mit 90 Prozent bezuschusst.

Bürgermeister Loferer fand das Thema sehr wichtig und versprach hier schnell tätig zu werden. Muck Bauer meinte, dass er den Eindruck habe, dass der Bedarf an Plätzen sich in den nächsten zehn Jahren noch erhöhen werde und fragte, ob es denn dafür einen Plan B geben würde. Loferer bejahte das und meinte, dass diese Situation zum Beispiel durch Container-Bauten fürs erste abgefedert werden könnte. Andi Hell wollte einen kurz- und mittelfristigen Plan haben, der dann auch eine bauliche Komponente birgt, denn für ihn seien Kinder die Zukunft, für die alles getan werden muss. Loferer war der gleichen Meinung und will das Problem akut angehen mit einer Arbeitsgruppe von zwei bis drei Gemeinderäten für Gespräche mit dem Träger, der AWO. Elfi Bachmann wies noch auf die neue Einschulungsregelung hin und wollte Möglichkeiten im Kindergartenhaus für weiteren Flächenbedarf überlegen.

Nur ein Leerrohr bei der Sanierung Austraße

Rupert Loidl hat sich bei der kommenden Sanierung der Austraße und Mühlauer Straße federführend für die Gemeinde eingeklinkt. Er berichtet, dass jetzt nur noch ein einziges Leerrohr im Bankett während der Sanierung verlegt werden soll. Das Planungsbüro Sextl hat dafür –großzügig gerechnet- rund 40.000 Euro veranschlagt. Der Rat beschloss mit einer Gegenstimme ein konkretes Angebot anzufordern.

Öffentliches WLAN Netz in Schleching

Sebastian Prechtl von der IK-T stellte den Gemeinderatsmitgliedern die Möglichkeiten eines Öffentlichen WLAN Netzes in Schleching vor. Zum Beispiel den touristischen Mehrwert, bestehend aus Ausflugtipps, Angeboten und Events, Wander- und Radwege, digitale Karten, Hotels und Restaurants und Wetter- und Reiseinformationen. Das Netz kann auch als Informationsquelle für die Gemeinde genutzt werden, durch ein kleines Bewegungsprofil der Nutzer.

Insgesamt hat Prechtl zwölf mögliche Standort-Bereiche an den Parkplätzen vorgestellt. Durch verstärkte Nutzung an einzelnen Stellen, kann man weitere Ideen ableiten, wie Pendelbusse oder ein weiterer Spielplatz. Es gibt ein Förderverfahren in Bayern, das bis zu zwölf Standorte erlaubt. Abschließend fasste Prechtl zusammen, dass mit öffentlichen WLAN Hotspots die Gemeinde ihre Attraktivität für Bürger und Gäste erhöht.

Darüber will sich der Gemeinderat Gedanken machen.

Möglicher Standort der Probeampel

Gemeinderatsmitglied Andi Hell hat sich für den Einsatz einer Probeampel ausgesprochen, die Genehmigung hierfür wurde erteilt. Nun ging es bei einer „vor Ort Besichtigung“ um den optimalen Standort, der auf beiden Straßenseiten einen abgesenkten Gehweg vorweisen sollte. Es wurden diverse Möglichkeiten in Augenschein genommen, aber dabei auch die Problematiken festgestellt. In erster Linie soll der Dorfladen mit Hilfe einer Ampelquerung gefahrlos erreicht werden. Da dieser jedoch direkt hinter einer Straßenkurve liegt –aus Ettenhausen kommend- wäre die Ampel erst spät sichtbar. Einstimmig beschlossen wurde der Standort auf der Hauptstraße/B 307 Ecke Mühlauer Straße. (siehe Foto) wun

Fotos: Sybilla Wunderlich