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Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 16/2019
Aus dem Rathaus
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Der erste Spatenstich für den Ausbau des Schmugglerweges

auf dem neuen Schmugglerwegbankl neben der Steinskulptur v.l. Reinhold Flörl, Walter J. Mayr, Gerd Erharter, Josef Loferer

beim ersten Spatenstich, v.l. Walter J. Mayr, Gerd Erharter, Josef Loferer, Reinhold Flörl, und Mitarbeiter der ausführenden Baufirma

Die Fördermittel wurden weitestgehend frei gegeben

Schleching/Kössen – Nachdem sehr lange nichts mehr vom Ausbau des Schmugglerweges zwischen Kössen und Schleching zu hören war, kam jetzt Bewegung in die Sache. Auf einer Pressekonferenz in Kössen beim TVB Kaiserwinkl sollten nähere Information kommen. Der Auslöser hierfür bestand in der Mitteilung, dass jetzt die Interreg die Fördermittel weitestgehend frei geschaltet hat. Die Interreg wird von der EU mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und grenzüberschreitender Zusammenarbeit gefördert.

Als Vertreter der Interreg war Professor Dr. Walter J. Mayr anwesend, der die frohe Botschaft verkündete. Er versprach das Projekt zu unterstützen und zu begleiten, den Pfad durch die vielen Vorschriften vorzugeben.

Die Kosten für das Projekt werden bei 1.4 bis 1.5 Millionen Euro liegen, die mit 75 Prozent gefördert werden und auf die drei Partner aufgeteilt werden, erläuterte Mayr.

Bürgermeister Josef Loferer sieht in diesem grenzüberschreitenden Projekt eine große Bereicherung für die beiden Gemeinden Kössen und Schleching, das miteinander gestaltet werden kann und an dem die Bürger beteiligt werden. „Europa wird vor Ort gemacht“ war seine Meinung.

Auch der Kössener Bürgermeister Reinhold Flörl war froh, dass das Projekt endlich –nach fünf Jahren Vorlaufzeit- in den Startlöchern steht und freut sich, wenn nun bald die ersten Bagger anrücken.

Loferer berichtete auf Nachfrage, dass ganz am Anfang nur ein Radweg über den Klobensteinpass geplant war, aber das Hochwasser-Unglück 2013 führte zu neuen Überlegungen, mit dem Ergebnis, dass der Weg für Radfahrer und Wanderer zu schmal ist und der Ausbau soll unbedingt naturverträglich, schonend und nachhaltig sein. Es bleibt ein reiner Wanderweg, aber mit vielen Attraktionen. Dazu führte Flörl weiter aus, dass eine zweite Hängebrücke und eine Aussichtsplattform geplant sind, auch die Gletschertöpfe werden zugänglich für die Wanderer.

Start und Ziel ist in beiden Orten das Ortszentrum. Hierfür wird im Hintergrund schon länger an einer Buslösung gearbeitet, die den Wanderer vom Ziel wieder an den Ausgangspunkt zurückbringt.

Symbolisch haben der Obmann des TVB Kaiserwinkel Gerd Erharter, Walter J. Mayr, Reinhold Flörl und Josef Loferer am Kreisverkehr in Kössen neben der Steinskulptur, die die Klobensteinschlucht darstellen soll, den Spaten in die Hand genommen und den ersten Stich gemacht. wun

Fotos: Uwe Wunderlich