Die Kinder der Musikschul-Chöre und (v.l.) Nina Kuhlig, Alessandra Crescenzo und am Flügel Stefanie Gruschnig
Das Jahreskonzert 2026 der Kinderchöre der Musikschule Grassau im Hefter-Kultursaal
Es war ein musikalisches Fest für alle Generationen – vom Baby bis zum Opa. Der große Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, denn ganze Familien wollten erleben, was die Kinder der Musikschul-Chöre während des ganzen Schuljahres einstudiert hatten. Sie konnten es in einer heiteren Sonntagsmatinee hören: Die Chorleiterinnen Alessandra De Crescenzo und Nina Kuhlig hatten in guter Zusammenarbeit mit den beteiligten Grundschulen einen großen Liederreigen mit 55 Kindern erarbeitet. Stefanie Grutschnig begleitete am Flügel das bunte Programm.
Zu hören waren der Schulchor Marquartstein, der Kinderchor Bernau, der Schulchor Schleching, die beiden Grundschulchöre aus Grassau (1./.2. Klasse und 3./4. Klasse) sowie der Schulchor Aschau (1./2. Klasse). Die Kinder eröffneten ihr Konzert mit „Idas Sommerlied“, das in Schweden regelmäßig vor den Sommerferien gesunden wird und dessen Text von Astrid Lindgren stammt. In den folgenden Liedern tauchte allerlei Getier auf: Das reichte vom Regen- und Ohrwurm über eine Schnecke, Karl den Käfer, Esel, Hase und Igel, einen Dackel-Schäferhund und einen Bären bis zum Känguru. Und sogar eine Maus, die fledern kann, war dabei … Die letzte Szene spielte gar im Wilden Westen, wo es in der „Bar zum dicken Hund“ abenteuerlich zuging.
Abwechselnd mit Alessandra De Crescenzo und Nina Kulig ergriffen Kinder das Mikrofon und sagten gekonnt das nächste Stück an: Das will ebenfalls gelernt sein. Neben den kleinen und größeren Chorgruppen gab es auch ein Solo: Isabella Gasteiger trug allein auf der großen Bühne die aufregende Geschichte von der Geburtstagsparty des Löwen vor. Bereits aus dem Kinderchor-Alter herausgewachsen sind Leah Mayer, Sarah Oswald und Lara Lanzinger, aber sie haben die Liebe zum Singen behalten, nehmen weiterhin Unterricht und traten als Trio auf.
Was die Kinder und Jugendlichen beim Einstudieren und Darbieten eines so umfangreichen Programms lernen und leisten, ist erfreulich und erstaunlich: Sie konzentrieren sich gut, denn ihr junges Gedächtnis wird mit teils langen Liedtexten trainiert, die sie – gleichzeitig singend – abrufen müssen; die Kinder üben Koordination und Aufmerksamkeit in der Gruppe, erleben den gemeinsamen Auftritt und ihre eigene Rolle dabei. Dass das großen Spaß brachte, war den Kindern auf der Bühne wie auch den Erwachsenen im Publikum anzumerken. Eigenes Können zeigen zu können, ist wichtig in einer Welt „aus zweiter Hand“ – es ist Leben live.
ug
(Foto Grabmüller)