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Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 19/2023
Aus dem Gemeinderat
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Aus der Gemeinderatssitzung vom 11. September 2023

Der Dorfplatz bekommt eine neue Lautsprecheranlage

Die Weitwiesstraße in Raiten wird saniert

Schleching – Um den Parkplatz an der Achenbrücke in Raiten/Unterwössen ging es in der letzten Gemeinderatssitzung. Dieser Parkplatz, der auf Schlechinger Gemeindegebiet liegt, ist sehr stark frequentiert. Neben den üblichen Nutzern besonders auch von Wohnmobilen als Übernachtungsmöglichkeit. Noch ist dieser Parkplatz gebührenfrei, im Gegensatz zu den Parkplätzen Geigelsteinbahn, Streichen, Sportplatz, Dalsen und Baumgarten, die in der Parkgebührenverordnung erfasst sind.

Geschäftsleiter Martin Plenk hatte auf der letzten Sitzung zwei Vorschläge für die Gemeinderäte. Zum einen den Parkautomaten von der Stelle „Baumgarten“, der in der Zeit von April bis November nicht so stark frequentiert ist, umzusetzen an den Parkplatz an der Achenbrücke und von Dezember bis März wieder zurücksetzen, da der Parkplatz Baumgarten als Loipenparkplatz angedacht ist.

Die Alternative wäre, einen zweiten Automaten anzuschaffen nur für die Achenbrücke. Die Kosten hierfür lägen bei rund 7.000 Euro.

Einig waren sich die Gemeinderäte, dass der Parkplatz an der Achenbrücke künftig in die Parkgebührenverordnung aufgenommen wird und somit kostenpflichtig ist. Mit welcher Möglichkeit, darüber diskutierten die Räte. Michael Bachmann, CSU glaubte, dass eine stetige Umsetzung nicht der Lebensdauer des Automaten dienlich sei und plädierte für einen neuen Automaten, außerdem erinnerte er, dass aus touristischer Sicht gerade auch Camper in die Infrastruktur eingebunden werden sollten, damit Schleching als Bergsteigerdorf auch für diese Gruppe interessant ist. Auch Andi Hell, UBS war für ein neues Gerät, da das Problem sonst nur wieder verlagert wird. Remigius Bauer, Parteilos, wollte es erst mit dem Tauschgerät versuchen, um Zahlenmaterial zum Auswerten zu sammeln. In der Abstimmung wurde mit einer Gegenstimme für die Anschaffung eines neuen Parkautomaten votiert.

Straßensanierung der Weitwiesstraße – keine Belastung für die Anwohner

Die Themen Straßensanierungen und Erschließung der gemeindlichen Straßen standen schon oft auf der Tagesordnung der Gemeinderäte. Im Jahr 2018 wurde hierzu ein Gutachten in Auftrag gegeben, in welchem die betroffenen Straßen gelistet wurden.

In der Sitzung im Februar letzten Jahres wurde der Beschluss gefasst, dass neben dem Krimmweg auch der Mühlbergweg hinsichtlich der Straßensanierung/Erschließung ebenfalls zu prüfen ist. Dieser Beschluss wurde aber bisher noch nicht umgesetzt. Nachdem für diese beiden Straßen ein langwieriger Prozess zu befürchten ist und nicht ohne weiteres umgesetzt werden kann, wurde die Weitwiesstraße in Raiten einer näheren Begutachtung unterzogen und es stellte sich heraus, dass hier eine schnellstmögliche Verwirklichung möglich wäre. Mit Tobias Kollmannsberger (Mitarbeiter der Gemeinde seit 1.Juli und hauptsächlich zuständig für Beratung Tiefbauarbeiten) wurde die Straße vor Ort begutachtet. Einem Kostenvoranschlag der Firma Swietelsky zufolge, käme die ganze Weitwiesstraße für eine vollumfassende Sanierung auf knapp unter 50.000 Euro, das wäre auch noch in diesem Jahr umsetzbar. Der Sanierungsumfang geht von einer neuen Trag-/Deckenschicht aus. Die Schächte als auch die Wasserschieberkappen werden gehoben und die Oberflächenentwässerung wird angepasst. Das würde mindestens fünfzehn Jahre und länger halten. Die Anlieger werden hierbei nicht belastet.

Für die Straßensanierung ist per anno ein Betrag von 100.000 Euro im Haushalt eingestellt. Untergeordnete Straßen können so nacheinander saniert werden. Dort wo eine Erschließung möglich ist, kann vorausschauend diese forciert und dann planmäßig umgesetzt werden. Dieser Sachlage stimmten die Gemeinderäte einstimmig zu.

Neue Lautsprecheranlage für den Dorfplatz

Die derzeitige Lautsprecheranlage auf dem Dorfplatz ist geschätzt mindestens 25 Jahre alt. Leider hören die Besucher der verschiedenen Konzerte das und so hat Johanna Detsch aus der Verwaltung sich informiert und auf der Gemeinderatssitzung vorgetragen, was und wie das verbessert werden könnte. Denn von einer neuen Anlage profitieren alle Besucher, ob bei Konzerten im Musikpavillon, beim Kindergartenfest, Feuerwehr -oder Dorffest, allen Vereins-Veranstaltungen und natürlich beim bekannten Schlechinger Christkindlmarkt.

Für eine gute Grundausstattung werden eine Verstärkeranlage, eine Nahfeldbeschallung, ein digitales Mischpult und ein Tablet benötigt. Die Kosten hierfür würden laut Angebot rund 17.000 Euro betragen. Die Anlage wäre so dimensioniert, dass sie sowohl für die kleinen Konzerte vor der Bühne, als auch für eine Sprachbeschallung über den Platz hinweg geeignet ist. Die Lautsprecher sind aus Fiberglasmaterial und damit auch langfristig gegenüber direkten Witterungseinflüssen geschützt. Es sind auch zwei Funkmikrofone und ein Einspeisepunkt für externe Quellen (Handy, Laptop) angedacht, berichtete Johanna Detsch. Einstimmig begrüßten die Gemeinderäte den Vorschlag, der nun umgesetzt werden kann.

Hydranten Prüfung und digitale Erfassung

Schon seit Jahren wünscht sich die Freiwillige Feuerwehr Schleching einen Hydranten-Plan, nicht nur in Printform, sondern auch digital, so dass jederzeit im Brandfall vor Ort alle umliegenden Hydranten mit allen Infos wie Wassermenge und Druck angezeigt werden können. Mit einer Hydrantenprüfung werden der Feuerwehr und dem für die Löschwasserbereitstellung zuständigen Wasserversorgern, Daten zur Verfügung gestellt, welche die Ausarbeitung von genauen Löschplänen ermöglichen. Johanna Detsch hat den Sachverhalt ausgearbeitet und vorgetragen:

Neben einer regelmäßigen Sicht- und Funktionskontrolle der Hydranten werden auch „die Feststellung des tatsächlichen Durchflusses von Hydranten und Druckmessungen“ empfohlen. Nach Ankoppelung des Hydranten an das Messfahrzeug wird in einem Prüfgang der Ruhedruck, der Fließdruck sowie die Waser-Abgabeleistung des Hydranten in Liter pro Minute mit einer Messgenauigkeit von 0,5 Prozent erfasst. Während dieser Leistungsmessung wird sichergestellt, dass ein zu verbleibender Mindestdruck von 1,5 bar an der jeweiligen Messstelle nicht unterschritten wird.

Johanna Detsch berichtet weiter, dass das Thema aufgekommen ist, als für die Umbaumaßnahmen der Grundschule sichergestellt werden musste, ob die notwendige Löschwassermenge von 192 Kubikmetern für zwei Stunden ausreichend vorhanden ist. Da dies in keinen Unterlagen dokumentiert war, muss zumindest zwingend bei den umliegenden Hydranten im dreihundert Meter Radius der Schule eine Überprüfung stattfinden.

Aus Sicht der Verwaltung wäre es sinnvoll, in diesem Zug alle Hydranten einmal zu prüfen, um sämtliche Daten und insbesondere die Löschwassermenge zu registrieren..

Für die Prüfung und Messung von 90 Hydranten im gesamten Gemeindegebiet von Schleching wurden Angebote eingeholt, das wirtschaftlichste belief sich auf knapp 6.000 Euro.

Bürgermeister Josef Loferer, CSU wies eindrücklich darauf hin, dass es bei diesem Punkt um die eventuelle Rettung von Menschenleben geht und somit keinen Aufschub duldet. Das sahen die Gemeinderäte auch so und stimmten der Maßnahme einstimmig zu.