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Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 20/2019
Aus dem Gemeinderat
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Aus dem Gemeinderat

Erweiterungsmöglichkeiten für Kindergarten und Krippe waren Thema auf der Gemeinderatssitzung

Schleching – In diesem Sommer wurde in mehreren Gemeinderatssitzungen das Thema „Erweiterung des Kindergartens und der Krippe“ besprochen. Mit der Kindergartenleitung, mit der AWO, dem Träger des Kindergartens, Gemeinderatsmitgliedern und Gemeindeverwaltung fanden diverse Gespräche über kurz- als auch langfristigen Lösungen statt.

Viele Möglichkeiten wurden durchgespielt und alle Argumente dafür oder dagegen aufgenommen.

Nach Kontakten mit der Kindergartenaufsicht des Landratsamtes Traunstein haben sich folgende Lösungen als am besten praktizierbar herauskristallisiert:

Nach der derzeitigen Planung kann der bis jetzt als „Jugendraum“ genutzte hintere Teil des Kindergartens nach Abschluss eines Baugenehmigungsverfahrens für den Kindergarten nutzbar gemacht werden. Dadurch entzerrt sich die insgesamt angespannte Raumproblematik im Kindergartengebäude. Die Mittagsbetreuung verbleibt zunächst weiter im ehemaligen Jugendraum, da sich das als gut praktikabel erwiesen hat.

Der Gemeinderat diskutierte nun, wie der dringend benötigte Mehrplatz geschaffen werden kann. Es stand die Frage „Neubau oder Anbau/Erweiterung“ im Raum. Bürgermeister Josef Loferer wies explizit darauf hin, dass die Kinder und Jugendlichen die Zukunft sind, „das ist das, was Schleching immer wollte, unsere Pflicht ist es, es ordentlich zu machen“. Dem stimmte Andi Hell zu und meinte, „es ist landauf und landab ein brisantes Thema“ Er war ebenfalls –wie Loferer- der Meinung, dass ein Neubau sinnvoll wäre. Dagegen stimmte Elfie Bachmann und bevorzugte die Lösung einer Erweiterung auf dem Gelände und wollte erst alle Möglichkeiten in dieser Richtung ansehen. Außerdem wies sie –beim Neubau- auf die Problematik von mehr benötigtem Fachpersonal hin. Loferer argumentierte dagegen, dass es sich bei dem jetzigen Kindergartenhaus um ein Denkmalgeschütztes Gebäude handelt, das nicht einfach erweitert oder umgebaut werden kann. Für ihn sei ein Neubau wichtig und richtig, da es um diverse Punkte geht, die zu erfüllen sind, wie zum Beispiel Sozialräume. Er wünschte sich, dass dieses Projekt bald auf die Reise geht, einmal um eine Förderung zu beantragen und das das Problem des Platzbedarfs nicht weiter verzögert wird.

Geeinigt hat sich der Rat, dass aufgrund der beengten Räumlichkeiten und der zu erwartenden Erhöhung der Kinderzahlen eine Baumaßnahmen für eine Kinderkrippe, sowie für den weiteren Bedarf des Kindergartens anzugehen ist. Über die konkrete Größe sowie über den möglichen Standort wird nach Vorlage der Vorplanung erneut beraten.

In diesem Zusammenhang wurde der Gemeinderat informiert, dass die durch den Umzug des Ökomodels frei gewordenen Räume, nun ein neues Zuhause für die Jugendlichen werden soll, da ihr bisheriger Raum jetzt durch den Kindergarten genutzt wird. Der Bauhof soll beim Umzug helfen, die Gemeinde will bei der Ausstattung unterstützen.

Antrag der Projektgruppe „Eine neue Orgel für Schleching“

Diesen Monat stellte die Projektgruppe Orgel, durch seinen Sprecher Cornelius de Wit den Antrag für eine monetäre Unterstützung zur Neuanschaffung der Orgel für die Pfarrkirche St. Remigius. Aufgrund der schon erhaltenen Orgel- Angebote werden die Gesamtkosten auf 250.000 Euro kalkuliert. Das Ordinariat in München bezuschusst die Anschaffung mit zehn Prozent der Gesamtkosten.

Um dem regionalen Orgelbeauftragten Manfred Müller in Traunstein einen Finanzierungplan vorlegen zu können, bat die Projektgruppe um eine Zusage der Unterstützung seitens der Gemeinde sowie um die Mitteilung, in welchem Zeitraum der Zuschuss ausbezahlt werden kann.

Der anwesende Cees de Wit äußerte sich zu dem Thema und legte dem Gemeinderat dar, warum die Anschaffung einer neuen Orgel unumgänglich ist (defekt Teile, Bleifraß an den Pfeifen, nicht reparabel –wir berichteten). Auch führte er viele wichtige Argumente an, dass es in der außergewöhnlichen, barocken Pfarrkirche eine mechanische und genau passende Orgel sein muss. Außerdem konnte de Wit den erfreulichen Umstand verkünden, dass die Spenden die 100.000 Euro-Marke durchbrochen haben (genau sind es 1.099.000 Euro) Das ist eine stolze Summe für die kleine Gemeinde, die in drei Jahren zusammengekommen ist. Nun soll „Nägel mit Köpfen gemacht werden“, da der Bau einer neuen Orgel zirka zwei Jahre dauert, fand Cees de Wit.

Bürgermeister Josef Loferer schlug einen Zuschuss in Höhe von 12.500 Euro vor, das wären 50 Prozent der Bezuschussung des Ordinariats München. Der Auszahlungszeitpunkt müsste in der Haushaltsplanung für 2021 und 2022 berücksichtigt werden.

In der sich anschließenden Diskussion, ergaben sich verschiedene Standpunkte zu diesem Thema. Muck Bauer fand, dass in Schleching eine der schönsten Kirchen steht und er sich nicht vorstellen könnte, dass bei einem festlichen kirchlichen Anlass, wie zum Beispiel einer Heirat die Musik von einem kleinen Keyboard kommt. Dem stimmten Martina Hammerl-Tiefenböck und Rupert Loidl zu. Elfie Bachmann erinnerte, dass die neue Orgel auch für viele nachkommende Generationen wichtig sei und auch für Menschen, die sonst nicht so in die Kirche gehen, sich aber bei der Taufe oder Beerdigung von Angehörigen einen festlichen und würdigen Rahmen wünschen. Rupert Loidl lobte die Mitglieder der Projektgruppe, die sich in großem Maße für dieses Ziel engagieren.

Dem schloss ich auch Andi Hell an, meinte aber, dass er die Struktur der Kirche in diesem Fall nicht verstehe, wenn er beobachtet, dass die Kirche bei anderen Baustellen die Courage hat, viel zu investieren und zeigte sein Unverständnis über die geringe Beteiligung von zehn Prozent von der katholischen Kirche.

Der Bürgermeister pflichtete dem bei und ärgerte sich, dass eine kleine Gemeinde bei der Bezuschussung genauso behandelt wird, wie eine große Gemeinde. Er und andere Ratsmitglieder fanden, dass das mit dem Ordinariat in München jetzt besprochen werden sollte, um ein Zeichen zu setzen und Loferer bis dahin bei dem oben genannten Zuschuss bleiben würde.

Elfie Bachmann fand den Vorschlag mit dem Ordinariat zu reden gut, wollte aber mit einem Zuschuss von zehn Prozent (25.000 Euro) statt fünf Prozent ebenfalls ein Zeichen setzen. Daraufhin ließ der Bürgermeister darüber abstimmen, wonach sieben Gemeinderatsmitglieder –also die Mehrheit- für zehn Prozent Zuschuss stimmten.

Freiwilliger Verzicht auf Feuerwerk an Silvester

Der Gemeinderat beschloss einen Aufruf zum freiwilligen Verzicht auf das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht 2019/20 zu starten!

Bei einem Treffen aller bayerischen Bergsteigerdörfer war das ein Thema. Die Gemeinde Kreuth macht dies schon seit 2018, um die Lärm- und Umweltbelastung zu verringern. Die Gemeinde Ramsau praktiziert es schon seit 2016, was im Rückblick wohl die richtige Entscheidung war. Nach intensiven Diskussionen im Dorf, war dort ein deutlicher Rückgang von Feuerwerken zu vermerken.

Es handelt sich allerdings lediglich um einen Aufruf für einen freiwilligen Verzicht für Tiere, Menschen und Umwelt. Verbieten kann man die Böllerei nicht, ein solcher Aufruf müsste sehr gut publiziert werden, wurde berichtet. Die Ramsauer hätten zusätzlich zum Amtsblatt auch Plakate gedruckt.

Es gibt Überlegungen in der Gemeinde eine Art „Mitternachtsfestl“ am Dorfplatz zu veranstalten und dann gemeinsam eventuell sogar wenige Raketen abzuschießen. Der Gemeinderat beschloss an einem Alternativprogramm zu arbeiten.

Keine Probe-Ampel

Die Aufstellung einer Probe-Ampel in Schleching -auf der B 307 an der Einmündung Mühlauer Straße- war wieder Thema auf der letzten Bauausschusssitzung. Nach dem abschlägigen Bescheid des Staatlichen Bauamtes hierfür, wurde über Alternativen ausführlich diskutiert.

Am Ende beschloss der Bauausschuss als Querungshilfe über die B 307 einen Zebrastreifen im Umgriff des Dorfladens zu beantragen. Über den konkreten Platz soll mit dem staatlichen Bauamt und der Polizei beraten werden. Auf jeden Fall soll ein abgesenkter Bürgersteig die Nutzung auch für Rollstuhlfahrer und Rollatoren ermöglichen.

Als weiteres Problem sah der Rat den –oft zu schnellen- fließenden Verkehr auf der B 307 in Schleching. wun