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Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 22/2018
Aus dem Gemeinderat
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Eine mobile Ampel in Schleching

Straßensituation auf der B 307 – gefährlich durch die unübersichtliche Kurvensituation

Schleching – Schon im Juli wurde der Gemeinderatsbeschluss gefasst, einen Antrag bei der Unteren Verkehrsbehörde zur Prüfung zu stellen für die Errichtung einer Ampel als Querungshilfe auf der B 307 im Ortsbereich von Schleching.

Die Antwort vom Landratsamt war nicht befriedigend, da nach Sachlage die Kriterien für eine Ampel nicht erfüllt seien. Die Errichtung einer Ampel wurde jedoch in Aussicht gestellt, wenn die Gemeinde sämtliche Kosten –inklusive Planung und Unterhalt- tragen würde. Das Amt wies darauf hin, dass allein der Bau und die Planung im Rahmen von 100.000 Euro liegen und empfahl eine genaue Abwägung, ob eine Ampel die gewünschte Nutzung erfährt und diese Investition gerechtfertigt sei.

Das Thema war angestoßen durch Gemeinderatsmitglied Andi Hell, der auch weiterhin der Meinung war, dass die Sicherheit der Bürger im Vordergrund stehen muss. Elfie Bachmann schloss sich dieser Meinung an und sah besonders für Kinder und ältere Mitbürger Handlungsbedarf. Muck Bauer hatte eine zwiegespaltene Auffassung dazu, dass die Sicherheit im Vordergrund stehe, sei auch für ihn klar, aber die Problematik sah er in der Entscheidung für einen konkreten Standort der Ampel; denn es gibt mehrere neuralgische Punkte an der B 307. In der Diskussion waren primär der Bereich am Dorfladen/Projekt Wohnen im Alter, beim Gasthof Geigelstein, (siehe Foto) sowie beim Arzt, beim Zahnarzt, bei der Bank und bei der Schule.

Die Lösung wäre einen Versuch mit einer mobilen Ampel zu starten. Einige Ratsmitglieder wollten sich die Zeit nehmen und die Hauptbewegungen über die Straße beobachten, um dann eine Entscheidung über mögliche Standorte zu treffen. Danach soll einen Antrag beim Landratsamt für eine mobile Ampel gestellt werden.

Michael Scheck warf noch die Idee eines Zebrastreifens ein, die in Unterwössen wohl gut funktioniert, wogegen Elfie Bachmann argumentierte, dass die meisten Unfälle an einem Zebrastreifen passieren. Auch die Möglichkeit einer Verkehrsinsel –zur Verringerung der Geschwindigkeit der Autos- musste verworfen werden, da die erforderliche Straßenbreite von 3,75 Meter nicht gegeben ist.

Tempo 30 auf der Kampenwandstraße

Eine weitere schwierige Situation für Fußgänger und Radfahrer –insbesondere Kleinkinder, Schulkinder und ältere Bürger- sieht eine Bürgerin in Mühlau auf der Kampenwandstraße. Sie wandte sich schriftlich an die Gemeinde und beschwerte sich, dass diese Straße nach der Straßensanierung zur Raserstrecke geworden ist. Besonders schlimm sei rücksichtsloses Verhalten der Autofahrer zu den Öffnungszeiten des Wertstoffhofes und am Wochenende auf dem Weg zu den Wanderparkplätzen.

Zurzeit darf auf der Straße 50 Stundenkilometer gefahren werden. In der Historie wurde schon 1991 aufgrund eines Antrages der Kampenwandstraßenanlieger die Geschwindigkeit auf 30 km/h beschränkt. Diese Anordnung wurde 2006 auf Antrag des damaligen Gemeinderats Wehweck wieder aufgehoben, da sie für hinfällig erachtet wurde.

Bürgermeister Josef Loferer ließ sich von der Antragstellerin nochmal in einem persönlichen Gespräch die konkreten Situationen erläutern und hatte Verständnis für ihr Anliegen. Es wurde beschlossen, das Tempo auf der Kampenwandstraße in Mühlau auf 30 km/h zu beschränken und dies mit der Polizei und der unteren Verkehrsbehörde abzustimmen. Es soll sich dabei auf vergleichbare Situationen in anderen Orten bezogen werden.

Archivpflege mit einer Zweckvereinbarung

Das Thema Archiv beschäftigt die Verwaltungen des Landkreises seit 2012, nachdem der frühere Archivar in den Ruhestand getreten ist. Das Archiv ist eine gemeindliche Aufgabe. Die Gemeinde Bergen hat sich bereit erklärt einen Archivar anzustellen und mit den Gemeinden im Ökomodell eine Zweckvereinbarung zu schließen. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf rund 9.000 Euro pro Jahr für die Gemeinde Schleching.

Nach Abwägung verschiedener Möglichkeiten stimmte der Gemeinderat der Aufgabenerfüllung im Bereich Archivpflege im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit der Ökomodellgemeinden in der Rechtsform einer Zweckvereinbarung zu.

Denkmalgeschütztes Gebäude darf nicht abgerissen werden

In der Sitzung des Bauausschusses wurde über den Antrag des neuen Eigentümers auf Abriss des denkmalgeschützten Gebäudes in der Dalsenstraße 18 in Mühlau verhandelt. Die Begründung des neuen Eigentümers war, dass eine Sanierung aufgrund des Zustandes wirtschaftlich nicht zumutbar ist.

Die Gemeinde wandte sich an die untere Denkmalschutzbehörde und bat um fachliche Auskunft.

Aufgrund dieser Auskünfte von Anfang Oktober konnte dem Antrag nicht entsprochen werden, da es sich bei dem Baudenkmal –vom Ende des 17. Jahrhunderts- um ein erhaltenswertes Denkmal „Wohnteil des ehemaligen Bauernhauses, zweigeschossiger Flachsatteldachbau mit Laube, Obergeschoss in Blockbauweise, Dach wurde erneuert“ handelt. Ebenso wurde der Abbruch nur des ehemaligen Wirtschaftsteils und nicht Wiederaufbau abgelehnt, da das Gebäude in seinem äußeren Erscheinungsbild damit gestört würde. Es wurde empfohlen eine vertretbare denkmalrechtliche Lösung in Abstimmung mit der unteren Denkmalschutzbehörde herbeizuführen. wun