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Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 22/2018
Neues vom Bergsteigerdorf
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Bergsteigerdorf - Arbeitsgruppe

Schleching – Zur Arbeitsgruppensitzung „Bergsteigerdorf“, begrüßte Bürgermeister Josef Loferer die Mitglieder und die anwesenden interessierten Bürger. Besonders freute er sich über die Teilnahme von Herbert Reiter, Leiter der Tourist-Info Aschau und Sachrang mit seiner Mitarbeiterin Regina Maurer-Fuchs.

Stephanie Hennes – Projektleiterin ILE- begann mit einem Rückblick der Aktivitäten in diesem Jahr, dazu gehörten das Aufstellen einer Ruhe-Bank auf dem Geigelstein, verschiedene neue Werbematerialien und jüngst das Aufstellen der „Bergsteigerdorf-Tafeln“ an exponierten Plätzen.

Das Projekt „Klettersteig“ an der Zellerwand musste aus Naturschutzgründen an der südseitigen Wand aufgegeben werden, berichtete Elfie Bachmann.

Zu den aktuell in Arbeit befindlichen Projekten gehören die Ausarbeitung einer Ringbus-Linie mit dem ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) rund um den Geigelstein und in einem ersten Schritt eine deutliche Verbesserung der Verbindungen nach Schleching zunächst von Mai bis Anfang November. In der Wintersaison ist auch eine Verbindung für morgens und abends mit einem Ski-Bus aus dem Achental über Schleching nach St. Johann im Gespräch.

Muck Bauer wies darauf hin, dass verständliche Fahrpläne –ob digital oder analog- wichtig sind, die gut kommuniziert werden und keine Verwirrung stiften, wie er selbst gerade erlebt hat. Bürgermeister Josef Loferer fand, dass zur politisch angekündigten Umsetzung der Förderung im ländlichen Raum, die Mobilität der Bürger ohne Auto möglich sein muss.

Außerdem beabsichtigen alle vier Bergsteigerdörfer zusammen mit dem DAV eine Ausstellung, die im Herbst 2019 im Haus der Berge eröffnet werden soll, da 2019 in Ramsau das Jahrestreffen aller Bergsteigerdörfer stattfindet und der DAV sein 150jähriges Jubiläum feiert.

Ein weiteres Projekt ist die Aufstellung von „Wander-Ausgangstafeln“, auf denen Interessierte sich über die Idee, das Ziel und die Hintergründe der Bergsteigerdörfer Schleching und Sachrang informieren können. Die Texte und das Layout haben Sachrang übernommen. Die Tafeln sollen die von der Naturschutzbehörde aufgestellten Naturschutzgebietstafeln ergänzen. Andi Hell kritisierte, dass keine Wandervorschläge auf den Tafeln unterbreitet werden, so wie sie bei Sport Bauer in Schleching am Laden zu sehen sind. Letzteres ist nur möglich außerhalb des Naturschutzgebiets.

Michael Scheck referierte über die Aktivitäten des „Wege, Steige und Bänke Ausschusses“. Hier haben momentan zehn Mitglieder und ehrenamtliche Helfer in Zusammenarbeit mit Bürgermeister Josef Loferer und der Tourist-Info in etlichen Sitzungen eine Prioritätenliste erstellt, die ständig aktualisiert wird. Es wurde die Bitte an alle Bürger geäußert, festgestellte Schäden an Wegen oder Steigen oder auch Verbesserungsvorschläge an die Tourist-Info zu melden, damit sie in die Prioritätenliste aufgenommen und sukzessiv abgearbeitet werden können. Erfreulicherweise konnten von der Liste schon 24 Punkte erledigt werden, auch durch den Einsatz des zusätzlichen Mitarbeiters beim Bauhof, erläuterte Michael Scheck. Allerdings seien auch noch 22 Punkte offen, wie unter anderem die Steige zum Käferl am Geigelstein und der Steig von der Geigelsteinscharte zum Breitenstein. Hier soll die Firma Rastl unterstützen und wenn möglich noch in diesem Jahr in Angriff nehmen.

An 30 Standorten sollen Schilder mit den GPS Koordinaten und Höhenangabe angebracht werden. Zum Beispiel an wichtigen Wegkreuzungen und Aussichtspunkten werden die Wanderpfosten mit den von der Tourist-Info angefertigten gut sichtbaren Schildern in leuchtendem Gelb wie die Wanderwegbeschilderung stehen.

Ein weiterer Punkt waren die „Schwierigkeitsgrade von Bergwegen – DAV Bergwege-Klassifizierung“. Scheck berichtete, dass in einigen Nachbarorten alle Gipfelwege mit dem roten Punkt markiert sind, in Schleching nur der Kroatensteig, Kaminsteig und jetzt auch der Hochplattensteig. Auch der Knogler-Lahner Steig und der Steig vom Brunstspitz zur Hochplatte sollen in rot ummarkiert werden. Es ist als Hilfe für Bergwanderer zu verstehen, damit sie ihre Fähigkeiten nicht überschätzen.

Der Steig von der Grassauer Bergwachthütte zur Oberauerbrunst stand in der Kritik der Bevölkerung. Mittlerweile wurde er vom Bauhof wieder hergerichtet, das Seil aus haftungsrechtlichen Gründen entfernt und freigegeben. Der Wegabschnitt soll künftig schwarz ausgewiesen werden.

Ein Bankkonzept wurde von Bürgermeister Loferer, Sepp Hell und Michael Scheck entworfen. So sollten es naturbelassene Holzbänke ohne Eisen und ohne Betonfüße sein. Eine Bank mit Tisch wird demnächst von der Firma König aus Übersee fertiggestellt, auf Vorschlag von Franz Loferer soll diese an der Bushaltestelle Wagrain zur Besichtigung aufgestellt werden. Weitere drei bis fünf Bänke werden noch angeschafft, alle bekommen ein eingebranntes Logo mit dem Schriftzug „Bergsteigerdorf Schleching“.

Die gesamten vorhandenen Bänke will Rupert Loidl mit GPS-Daten erfassen, die dann auch im Tourenportal zu finden sind.

Stephanie Hennes nahm noch das Thema „Almbewirtschaftung“ auf. Gertrud Rihl berichtete von ihren Gästen, dass diese die fehlende Bewirtung auf dem Wuhrstein Almgebiet als großes Manko empfinden. Andi Hell berichtete dazu, dass die Gemeinde bestrebt ist, eine almtypische Bewirtung zu bieten.

Für den weiteren Zusammenschluss von Sachrang und Schleching wurde ein gemeinsames Almfest angedacht.

wun