Der neue „Bauturbo“ kommt zum Einsatz
Schleching – Auf der letzten Gemeinderatssitzung (Bauausschuss) berichtete Melanie Glück von der Gemeinde/Bauverwaltung, dass ein Grundstückseigentümer eine Bauvoranfrage für die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung in der Alpbachstraße gestellt hat. Grundsätzlich besteht für das Grundstück die Möglichkeit, entweder über eine Bauleitplanung ein entsprechendes Baurecht zu schaffen oder die 2025 in Kraft getretene Möglichkeit des Bauturbos zu nutzen. Dieser ermöglicht die Zulassung des Vorhabens in einem Einzelgenehmigungsverfahren, wie auch das Landratsamt Traunstein in diesem Fall bestätigte.
Der Bauturbo erscheint sinnvoll, weil für die Zulassung von Einzelvorhaben die Bauleitplanung hohe zusätzliche Kosten für den Bauherrn generiert, erheblich Zeit in Anspruch nimmt und für die Verwaltung einen erheblichen Arbeitsaufwand auslöst.
Melanie Glück führte die weiteren Fakten für das Grundstück an, die alle im positiven und genehmigungsmöglichen Bereich liegen, mit dem Ergebnis, dass sich das Grundstück für die Anwendung des Bauturbos eignet.
Martina Hammerl-Tiefenböck (UBS) wünschte sich, dass bevor eine Entscheidung getroffen wird, sich der Rat erst mit dem neuen Bauturbo beschäftigen sollte, es sei ein neues Instrument mit vielen Fragezeichen. Sie wollte nicht, dass für den Baubewerber ein falsches Signal gesetzt wird.
Dem widersprach Felix Laubhuber (SPD), er sei froh, dass der Bauturbo in Schleching angekommen sei und er sei genau in diesem Fall möglich und nun liegt es an den Gemeinderäten, dass er auch umgesetzt wird. Dem stimmten mit weiteren Argumenten auch Andreas Hell (UBS), Andreas Hafner (CSU) und Stephan Mix (CSU) zu. Aber auch Elfie Bachmann (UBS) wollte wissen, was der Bauturbo nun genau bedeute. Bürgermeister Josef Loferer (CSU) brachte es mit einem Satz auf den Punkt, dass es ein Beschleunigungsverfahren ist. Martina Hammerl-Tiefenböck (UBS) stellte dann klar, dass sie nicht als Bauverhinderer agieren will, sie wollte nur, dass alle Gemeinderäte den gleichen Wissensstand haben.
Einstimmig wurde dann der Beschluss gefasst, dass hier die Behandlung mit dem Bauturbo -nach Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrages- in Aussicht gestellt wird.
Zusätzlicher Wohnraum im Kellergeschoß
Auch hier war der Bauturbo im Gespräch. Es ging um den Einbau einer zusätzlichen Wohnung im Kellergeschoß in der Geigelsteinstraße im Ortsteil Ettenhausen. Einstimmig wurde die Zustimmung auf Nutzungsänderung erteilt.
Um den Antrag zum Teilabbruch eines bestehenden Anwesens am Achberg und der Wiedererrichtung eines Wohngebäudes mit Garage ging es im letzten Tagesordnungspunkt der Gemeinderatssitzung. Auch hier wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. wun