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Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 3/2026
Nachrichten anderer Stellen und Behörden
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Nachrichten anderer Stellen und Behörden

Hohe Anerkennung erfuhr der scheidende Betriebsleiter der Staatsforsten Ruhpolding Joachim Keßler (rechts) für seine geleistete Arbeit.

Sein Nachfolger ist Sebastian Klinghardt.

Vertrauen für Nachfolger Klinghardt Betriebsleiter der Staatsforsten Ruhpolding wechselt nach erfolgreicher Arbeit

Ruhpolding – Am Dienstagmorgen nahm der Forstbetrieb Ruhpolding in einer Feierstunde Abschied von seinem bisherigen Betriebsleiter Joachim Keßler. Zugleich führte er den Nachfolger Sebastian Klinghardt offiziell in sein Amt ein. Zahlreiche Honoratioren waren der Einladung gefolgt. Das und die Zahl der Gäste im vollen Saal des Gasthofes zur Post sprachen für die hohe Wertschätzung die Keßler und der Betrieb genießen.

Neben Martin Neumeyer, dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten aus Regensburg, nahmen der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser, Bürgermeister Justus Pfeiffer und seine Kollegen aus den Nachbargemeinden des Forstbezirks sowie Vertreter der Ämter, Verbände und Forstbetriebe teil.

Neumeyer stellte die Dimension des Forstbetriebs Ruhpolding heraus. Mit rund 36.000 Hektar sei er einer der größten der Bayerischen Staatsforsten. Das Gebiet reiche vom Chiemgau bis zur österreichischen Grenze. 80 Mitarbeiter seien beschäftigt, darunter aktuell elf Auszubildende. 700 Kilometer gepflegte Rad-, Wander- und Reitwege durchzögen die Flächen.

Joachim Keßler, Jahrgang 1973, hatte im Juli 2022 die Leitung des Forstbetriebs übernommen. Neumeyer würdigte ihn als moderne Führungskraft mit hoher Sensibilität für die Mitarbeiter und ausgeprägter Fähigkeit zum Dialog. Keßler habe den Waldumbau erfolgreich gestaltet und ein effektives Waldschutzmanagement mit konsequenter Käfer- und Schneebruchaufarbeitung etabliert.

Keßler selbst sprach von einem weinenden und einem lachenden Auge. Ruhpolding sei wunderschön gewesen, aber seine Familie lebe in Wasserburg. Dorthin wechselt er nun als Forstbetriebsleiter. Er dankte dem Team in Ruhpolding und hob besonders die vielen jungen Leute hervor, die am Forstbetrieb ausgebildet würden.

Sebastian Klinghardt, 40 Jahre alt, trat seine Stelle offiziell am 1. Januar 2026 an. Seit 2014 arbeitet er bei den Bayerischen Staatsforsten. Seine Stationen führten ihn vom Forstbetrieb Fichtelberg über Wasserburg, wo er stellvertretender Betriebsleiter war, in den überregionalen Großkundenvertrieb. "Es war immer mein Traum, als Förster einen Gebirgsbetrieb zu leiten", sagte Klinghardt. Folgerichtig ist er gleich nach Siegsdorf umgezogen.

Er betonte die Bedeutung der professionellen Jagd als Grundlage für erfolgreichen Waldbau. Für seine Arbeit nannte Klinghardt sechs Werte: Ehrlichkeit, Transparenz, Offenheit, Respekt, Teamgeist und Loyalität. "Diese Werte sind kein Leitbild fürs Schaufenster, sondern ein Anspruch an unser tägliches Handeln."

Aus allen Redebeiträgen sprach hohe persönliche Wertschätzung für Keßler und Zuversicht, die erfolgreiche Arbeit mit dem Nachfolger fortsetzen zu können.

Der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser dankte Keßler für dessen Arbeit in einer Zeit großer Herausforderungen. An Klinghardt gewandt wünschte er einen guten Start. Bürgermeister Justus Pfeiffer hob die enge Verbindung zwischen Gemeinde und Forstbetrieb hervor und dankte Keßler für die pragmatische Zusammenarbeit.

Den Abschluss bildete Andreas Hell, Personalratsvorsitzender. Er dankte Keßler für dessen soziale Einstellung und Investitionen. An Klinghardt gewandt sagte er: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dir."

Nach dem offiziellen Teil luden die Staatsforsten zum gemeinsamen Mittagessen und Gedankenaustausch.

fg