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Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 4/2019
Aus dem Rathaus
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Bericht des Bürgermeisters auf der Bürgerversammlung

Bürgerversammlung im Landgasthof Zur Post

Schleching – Bürgermeister Josef Loferer informierte auf der sehr gut besuchten Bürgerversammlung im Landgasthof Zur Post über interessante Zahlen. Er freute sich über die stabile Bevölkerungsentwicklung, bei einer leicht ansteigenden Tendenz bei den Hauptwohnsitzen von 1.834 und fast gleichbleibenden Nebenwohnsitzen von 539. Insgesamt hat Schleching 2.373 Einwohner. (2.340 in 2017) Leider waren mehr Sterbefälle (26) als Geburten (14) zu verzeichnen.

Aus dem Rathaus gab es einiges zu berichten, so wurde im Zuge des Informationssicherheits-Konzepts in der Verwaltung eine neue EDV und Telefonanlage installiert, neue Gerätschaften für den Winterdienst und die Rasenpflege angeschafft. In diesem Zusammenhang sprach der Bürgermeister einen großen Dank an die Winterdienstfahrer aus, die in diesem Winter große Aufgaben zu bewältigen haben.

Die Baumaßnahmen für das barrierefreie Rathaus laufen noch, stehen aber zumindest im Innenbereich kurz vor der Fertigstellung, wie eine neue Eingangstür und das Büro im Erdgeschoß mit Behindertentoilette.

Bei der Baulandentwicklung geht das Modellprojekt am Katzbachweg in die Umsetzung, zwei der drei Parzellen konnten 2018 an Einheimische veräußert werden und sind bereits in Planung. Eine Parzelle wird die Gemeinde im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus bauen und vermieten. Es wurden 38 Bauanträge (21 in 2017) und 12 Bebauungsplanänderungsverfahren (8 in 2017) gestellt. Für die Wasserversorgung in Wagrain laufen die Abschlussarbeiten, teilte der Rathauschef weiter mit.

Das Thema „Straßen und Wege“ nahm großen Raum ein auf der Versammlung, so erläuterte Loferer für die B 307 drei Planungsvarianten zum Ausbau im Bereich Geisenhausen bis zur Ortsumfahrung Raiten.

Froh war er, dass die Geschwindigkeitsreduzierung im Bereich des Gasthofs Zellerwand auf 60 km/h durchgesetzt werden konnte. Ebenso im Bereich der Kampenwandstraße, wo eine Begrenzung auf 30 km/h erreicht wurde. Die angedachte Querungshilfe im Schlechinger Ortskern in Form einer Fußgängerdrückerampel ist durch die hohen Kosten und die Suche nach dem optimalen Standort noch nicht umgesetzt. Fertig ist die Sanierung des Achendammwegs (nach den Gehölzarbeiten) durch das Wasserwirtschaftsamt und ist gut gelungen, befand der Bürgermeister.

Der Winterdienst (incl. Streumaterial) hat im Kalenderjahr 2018 Kosten in Höhe von rund 72.000 Euro verursacht, in diesem Zusammenhang wies Loferer auf den zur Zeit knappen Salzvorrat hin, da nichts nachgeliefert werden kann und mit den Resten sparsam umgegangen werden muss. Er hoffte auf neue Lieferung noch im Februar. Er berichtete weiter von der Gefahr entlang der Bundesstraße nach Raiten in Richtung Marquartstein durch den Biber. Wo er eine Gefährdung für die Infrastruktur bringt, darf der Biber vergrämt oder eliminiert werden.

Für die Pumpstation in Ettenhausen ist eine Sanierung für rund 41.000 Euro durchgeführt worden. Die Möglichkeit einer Sanierung des gemeindlichen Kanals unter Federführung des Abwasserzweckverbands Achental wird von einem Ingenieurbüro untersucht.

Die verschiedenen Planungen zur Erneuerung des Friedhofs mit Hilfe eines Fachplaners, erläuterte der Bürgermeister (wir berichteten mehrfach)

Loferer erinnerte an die Weihe des neuen Feuerwehrfahrzeugs und die Reparatur der Drehleiter und wies darauf hin, wie wichtig eine ordentliche Ausstattung der Feuerwehr ist, wie alle im jüngsten Katastropheneinsatz sehen konnten. Er lobte die Schlechinger Feuerwehr, die sehr eingespannt war, um die Infrastruktur mit vorbeugenden Maßnahmen (Dachräumungen) aufrecht zu erhalten und Gefährdung von Menschen und Fahrzeugen abzuwehren.(siehe Foto) Sein Dank ging an alle Beteiligten, auch aus den Nachbarorten und er fand, dass das nicht selbstverständlich ist und es ein großes Gemeinschaftswerk war.

Den Raitner Bürgern versicherte er, dass laut Lawinenwarnzentrale zurzeit keine Gefahr besteht und bedankte sich auch hier für das Verständnis der Bürger und stellte ein persönliches Zusammenkommen in Aussicht.

Im Kinderhaus besuchen 37 Kinder den Kindergarten, 12 Kinder die Krippe und 19 Kinder sind in der Mittagsbetreuung. In die Schule gehen 38 Schüler, für das digitale Klassenzimmer steht eine Fördersumme von rund 3.000 Euro zur Verfügung.

Bei der offenen Jugendarbeit konnten diverse Projekte durchgeführt werden, wie der Umbau des Jugendtreffs gemeinsames Kochen, Ausflüge, Pflege der gemeindlichen Beete und die Beteiligung mit einer Teestube am Christkindlmarkt. Für 2019 sind weitere Renovierungen und Entrümpelung des Treffs, Kochprojekte und die Erstellung einer eigenen Website von den Jugendlichen selbst geplant.

Beim Sozialen Netzwerk berichtete Lofererer von vielen beliebten Veranstaltungen, 133 Bürgerberatungen und 65 Einsätzen der Nachbarschaftshilfe.

Beim Thema „Breitband“ ist ein Glasfaser-Masterplan für die Anbindung eines jeden Gebäudes der Gemeinde Schleching in Planung. Auch für den Mobilfunk war eine Verbesserung in 2018 von der damaligen Wirtschaftsministerin zugesagt, aber das Ministerium informierte im August, dass der Standort infolge notwendiger Umplanungsarbeiten voraussichtlich erst 2019 in Betrieb genommen werden kann. Bürgermeister Loferer versprach hier am Ball zu bleiben.

Die Pläne des gemeinsamen Kommunalunternehmens „Achental Tourismus“ wurden von Loferer kurz erläutert, er erwähnte die verbesserte Abrechnung der ÖPNV mit der elektronischen Kurkarte, die Erweiterung der Leistungen der Gästekarte und den neuen Online-Meldeschein ab Dezember 2018.

Für das große Projekt „Schmugglerweg“ hoffte Loferer, dass die Arbeiten bald weitergeführt werden können, da sie aus Rücksicht auf die Tierwelt bisher nicht durchgeführt werden können. In diesem Jahr sollen unter anderem die Startplätze in Kössen und Schleching umgesetzt werden.

Auch vom Bergsteigerdorf Schleching konnte Loferer von vielen Aktionen berichten, wie das gemeinsame Schwenden der Tourenabfahrt vom Geigelstein, die gemeinsame Aufstellung mit Sachrang von zwei Sitzgelegenheiten am Geigelsteingipfel, über 20 Wege und Steige wurden saniert, ein Bankkonzept entworfen und zum Teil schon umgesetzt, um nur wenige aufzuführen. Als ein Mammutprojekt bezeichnete Loferer die Geigelstein-Ringbuslinie, hier soll eine Stundentaktung realisiert werden, was für Schleching eine enorme Verbesserung wäre. Eventuell gibt es für 2019 auch eine Ruftaxilösung zwischen Kössen und Schleching, hier laufen die Gespräche noch, erläuterte Loferer.

wun