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Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 4/2019
Aus dem Rathaus
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Bürgerversammlung mit Ausblick auf 2019

Matthias König, Hubert Zaiser, Sepp Loferer, Sepp Hell und Alois Steiner übergeben einen Dankes-Korb an den Bürgermeister

B 307 wird zeitweise gesperrt

Schleching – Auf der Bürgerversammlung gab Bürgermeister Josef Loferer auch einen Ausblick für 2019. Überrascht wurde er von der Information des SBA, dass die Bundesstraße 307 in diesem Jahr zwischen Landesgrenze und der Abzweigung Kampenwandstraße einen neuen Deckenaufbau erhalten soll und hierfür dieses Teilstück für die Zeit vom 29. April bis 25. Mai voll gesperrt werden soll. Die Erreichbarkeit der Anwesen wird mit Ausnahme von wenigen Tagen, wie zum Beispiel Asphaltierung, laut SBA gewährleistet. Wo mit den Arbeiten konkret begonnen werden soll, dazu kann das SBA erst mehr sagen, wenn die Vergabe an die Baufirma erfolgt ist. Auf jeden Fall wird es vorher eine Informationsveranstaltung für die Bürger geben, versicherte Loferer.

Der Rathauschef freute sich, dass er Peter Oster vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern begrüßen konnte; denn der hatte gute Nachrichten im Gepäck.

Peter Oster erzählte, dass er nun seit 20 Jahren nach Schleching kommt, begonnen 1999 in Mettenham und zählte in seinem Vortrag nur die letzten Jahre der „Dorferneuerung III“ kurz auf. Für dieses Jahr sind zwei Projekte in der Abwicklung Zum Einen der Bau eines Parkplatzes vor dem Dorfladen, der wahrscheinlich im Juni beginnt und eine Förderung von 50 Prozent bekommt und zum Anderen die Planung zur Austraße und Mühlauer Straße. Hier hatte die Gemeinde eine Dringlichkeitsliste für Straßen vorgelegt und bekam von Peter Oster die erfreuliche Mitteilung, dass diese Aktion noch für die „Dorferneuerung“ umgesetzt werden kann und eine voraussichtliche Förderung von 66 Prozent in Aussicht gestellt wird, bei geschätzten Kosten von 850.000 Euro (ohne Brücke). Genau geht es um die Mühlauer Straße (ab B 307) bis zur Kreuzung Austraße und diese bis zum Ende. Die Brücke über den Steindlgraben wird dabei ausgespart, da sich hier das Wasserwirtschaftsamt bei der Planung -allerdings erst in drei Jahren- beteiligen will. Peter Oster wies darauf hin, dass die Bauzeit eine Herausforderung für die Anwohner sein wird, da es nicht ohne Behinderung von statten gehen wird und Loferer wies darauf hin, dass eventuell auch Baumfällungen erforderlich sein werden. Auf Nachfragen aus dem Publikum wann mit dem Maßnahmen begonnen wird, konnten in dieser frühen Planungsphase keine Angaben gemacht werden, eventuell im Spätherbst, aber es wird auch hier eine Informationsveranstaltung für die Bürger geben, versicherte der Bürgermeister.

Projekt Blühflächen in Schleching

Bürgermeister Sepp Loferer freute sich, dass er Diplom Biologe Stefan Kattari begrüßen konnte, zu dem Thema Blühflächen, die in Schleching mit seiner Hilfe und den Bürgern verwirklicht werden sollen. Hierzu führte Kattari die Wichtigkeit solcher Blumenwiesen für die Natur anschaulich vor und bekundete zum Schluss, dass er sich wünscht, dass sich möglichst viele Schlechinger an dem Projekt –Blumenwiesen anlegen- beteiligen. Er würde zeigen, wie es fachgerecht umgesetzt wird, wer mitmachen möchte, soll sich an Kathrin Schwarz vom Ökomodell Achental wenden (Telefon 08649-986655 oder gebietsbetreuer@oekomodell.de), die die Aktion koordiniert.

Bei dem Punkt „Wünsche und Anträge“ meldete sich eine Abordnung von Bürgern aus Raiten und Alois Steiner bedankte sich im Namen aller Raitner beim Bürgermeister für seinen Einsatz bei der Evakuierung von Raiten wegen Lawinengefahr. „Der Bürgermeister hatte die Verantwortung und musste entscheiden“ sagte er und übergab einen Geschenkkorb.(siehe Foto) Das Publikum applaudierte lange, Loferer bedankte sich und meinte es war ein „gigantisches Gemeinschaftswerk“!

Bei den anschließenden Fragen aus dem Publikum ging es unter anderem um die Sperrung der Rodelbahn. Ingrid Lukas und Mareike Angermann fragten nach dem Grund. Bürgermeister Loferer wies darauf hin, dass eine Befahrung der Straße zum Geigelstein nicht mehr möglich ist für Räumfahrzeuge, da sie durch den vielen Schnee zu schmal und damit zu gefährlich für seine Mitarbeiter geworden ist. Für den nächsten Winter müsse das anders geplant werden, gab er zu. Mareike Angermann konnte sich damit nicht zufrieden geben und fand die Situation familien-unfreundlich. Loferer empfahl hier den Weg zur Priener Hütte, wo die Wirtschaftswege durch die aktiven Betreiber geräumt sind.

Die fehlende Bewirtung beim Weg zum Breitenstein und Geigelstein bemängelte Hans-Peter Steininger und fragte, ob es ein Konzept oder Unterstützung hierfür gibt, da wir doch ein Bergsteigerdorf sind. Der Bürgermeister sah keine Möglichkeit zur Unterstützung mit Steuergeldern, denn dann stände auch anderen Hütten Unterstützung zu. Auch hier führte er wieder die Priener Hütte auf dem Geigelstein an, die täglich und ganzjährig geöffnet habe, während die Wuhrsteinalm eher eine Eventhütte sei, zeigte sich jedoch gesprächsbereit, sollten die Wirte sich melden.

Der Musikant Christian Prasser bemängelte den Toilettenzustand am Musikpavillon, die auch noch um 20 Uhr automatisch schließt. Hier versprach Loferer Abhilfe.

Konrad Rappl bemängelte, dass die „Hinterlassenschaften der Hunde“ in der Landschaft sich häufen und jetzt bei dem Schnee besonders sichtbar sind. Loferer bemerkte hierzu, dass das Netzwerk der Hundetoiletten weiter optimiert werde, neue Tüten, die verrotten gesucht werden und der Bauhof jetzt schon erheblichen Aufwand damit hat.

Jakob Riedelsperger, der Vorstandsvorsitzende des Elektrizitätswerkes Schleching informierte, dass am 21. September das Werk 100jährigen Geburtstag feiert und die Öffentlichkeit zu einer Informationsveranstaltung eingeladen werde.

Zum Schluss der Veranstaltung bedankte sich der Bürgermeister bei allen engagierten Bürgern, die sich weit mehr als man erwarten kann –sowohl für gemeindliche Belange, in Vereinen und Verbänden sowie im Stillen in der Nachbarschaft und daheim- mit einem „Vergelts Gott“. Nur dadurch ist ein lebendiges Gemeindeleben erst möglich, war seine Meinung.

wun