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Gemeindenachrichten Schleching
Ausgabe 9/2020
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Saisonstart für Solarthermie

Solarthermie an der Fassade ©eza!

Förderungen nutzen! Eine solarthermische Anlage gewinnt Wärme aus Sonnenlicht – ohne Brennstoff sowie ohne Emissionen und wird vom Staat attraktiv gefördert.

Wer eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach installiert hat, kann schon jetzt in der Übergangszeit die Nutzung des Heizkessels im Keller reduzieren und wertvollen Brennstoff sparen. „Die Solarthermie ist eine bewährte, umweltfreundliche Technologie, um die Kraft der Sonne zu nutzen. „Ein paar Dinge müssen allerdings beachtet werden, damit sie ihr volles Potenzial zeigen kann“, so Gerhard Marx von der Energieagentur Südostbayern GmbH.

Pro Person empfehlen Experten zwischen einem und zwei Quadratmetern Kollektorfläche bei Solarthermie-Anlagen zur Warmwasser-Bereitung. Die Solaranlage und der Pufferspeicher fallen entsprechend größer aus, wenn zusätzlich die Heizung damit unterstützt wird. Auch bei der Ausrichtung ist der Zweck der Solaranlage zu beachten – bei reiner Warmwasserbereitung ist die Ausrichtung nach Südost/Südwest optimal und es genügt eine relativ flache Dachneigung. Mit Heizungsunterstützung ist eine steilere Neigung und eine gute Südausrichtung von Vorteil, um die tieferstehende Frühjahrs- bzw. Herbstsonne besser zu nutzen.

Der Optimierungsbedarf bei bestehenden Anlagen ist hoch

Ein Großteil der bereits installierten Anlagen verfügt über keinen Wärmemengenzähler, womit ihre Effizienz nur eingeschränkt überprüft werden kann. Bis zu 75% der Solarthermie-Anlagen laufen in einem unbefriedigenden Zustand, da sich viele Anlagenbesitzer gegen einen Wartungsvertrag entscheiden und so Störungen oder Totalausfälle lange unbemerkt bleiben. Eine einfache Funktionskontrolle ist, den Heizkessel im Sommer auszuschalten. In dieser Zeit sollte jede Solaranlage das Trinkwasser ausreichend erwärmen können.

Geld vom Staat nutzen

Durch das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung ist die staatliche Förderung für die Installation einer Solarthermie-Anlage wie auch für die Optimierung der Heizungsanlage noch attraktiver geworden. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert solarthermische Anlagen mit bis zu 30% der förderfähigen Kosten – ebenfalls über die BAFA lässt sich die „Heizungsoptimierung“ mit dem richtigen Einstellen der gesamten Heizanlage fördern.

Heutzutage sollte eine Solarthermie-Anlage umgerüstet werden, um auch „heizungsunterstützend“ zu laufen, damit gerade in der Übergangszeit ein Teil der Heizenergie emissionsfrei von der Sonne erzeugt wird. Diese Umrüstung, wie auch die Optimierung der Heizungsanlage wird von der Kreditastalt für Wiederaufbau (KfW) mit bis zu 20% gefördert.

Für Fragen, nicht nur zum Thema Solarthermie, steht die Energieagentur Südostbayern GmbH mit der kostenlosen und neutralen Energieberatung den Bürgerinnen und Bürger der Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein gerne zur Verfügung. Die Energieberatung findet aktuell nur telefonisch statt. Info und Anmeldung unter Telefon 0861 58-70 39. Das Team der Energieagentur freut sich auf die Beratung - weitere Informationen gibt es auch unter www.energieagentur-suedost.bayern.