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Amtsblatt der Gemeinde Hallerndorf
Ausgabe 7/2026
Seelsorgeeinheit Unterer Aischgrund
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Seelsorgeeinheit Unterer Aischgrund

 

 

Es war ein Versuch – und er ist geglückt. Zum ersten Mal lud die Pfarrei Pautzfeld nach dem Sonntagsgottesdienst zum „Kirchencafé" ein. Und die Resonanz übertraf alle Erwartungen. Bei strahlendem Sonnenschein verwandelte sich der Kirchplatz in Pautzfeld in einen Ort der Begegnung. Wer nach dem Gottesdienst noch nicht nach Hause wollte – und das waren viele – fand draußen vor der Kirche Kaffee, Tee und selbstgebackenen Kuchen. Und vor allem: Zeit.

Zeit für ein Gespräch, ein Lachen, ein Verweilen. Was simpel klingt, ist in Wirklichkeit eine kleine Revolution im Pfarreialltag. Denn das Kirchencafé steht für eine Idee, die so naheliegend ist, dass man sich fragt, warum es sie nicht schon längst gibt: Nach dem Gottesdienst nicht einfach auseinanderzugehen – sondern noch einen Moment zusammenzubleiben. Möglich gemacht haben das engagierte Ehrenamtliche der Pfarrei, die mit Herz und Tatkraft dafür sorgten, dass Kaffee und Kuchen zur rechten Zeit am rechten Ort waren. Ihr Antrieb ist einfach und überzeugend: Gemeinschaft wieder erlebbar machen. Neue Wege ausprobieren. Zeigen, dass Kirche mehr ist als der Gottesdienst allein. Pfarrer Matthias Steffel, der die Initiative von Anfang an unterstützt hat, zeigte sich sichtlich erfreut über den gelungenen Auftakt. Für ihn ist das Kirchencafé ein weiterer Baustein in seiner Überzeugung, dass Glaube dort gelebt wird, wo Menschen zusammenkommen – beim Gebet genauso wie beim Kaffeetrinken. Die Stimmung an diesem ersten Sonntagmorgen gab ihm recht. Jung und alt waren beisammen. Genau das ist es, was Dorfgemeinschaft und Pfarreifamilie ausmacht. Das Kirchencafé soll kein einmaliges Ereignis bleiben. Die Ehrenamtlichen haben klare Pläne: Regelmäßig, nach dem Sonntagsgottesdienst um 8.45 Uhr, soll es in Pautzfeld künftig die Möglichkeit geben, bei einer Tasse Kaffee oder Tee und einem Stück Kuchen noch ein Weilchen zusammenzustehen – im Kirchhof bei schönem Wetter, in der Kirche selbst wenn es draußen ungemütlich wird. Das Angebot ist kostenlos – aber nicht umsonst. Denn was dabei entsteht, hat seinen eigenen Wert: ein Lächeln, ein Gespräch, ein Moment der Verbundenheit. Wer also nach dem Gottesdienst das nächste Mal den Heimweg einschlagen will – vielleicht lohnt es sich, noch kurz zu bleiben. Der Kaffee ist heiß. Die Gesellschaft ist gut. Und die Sonne scheint hoffentlich wieder.