Die Fräse rattert über den abgeernteten und trockenen Boden. Die Erde wird wieder krümelig und verbliebenes organisches Material eingearbeitet. So wird wieder Platz für neue Jungpflanzen geschaffen, die im Laufe des Jahres auf den Tellern der Mitglieder des SoLaWi Giechburgblick e. V. landen werden.
Gärtnerin Tina Sagert ist glücklich. „Die bisherige Bodenbearbeitung mittels Kreiselegge gestaltete sich mangels Alternativen sehr schwierig und kräftezehrend. Spätestens bei Eintritt der Trockenperiode konnte diese Methode nicht die notwendige Lockerung des Bodens und damit die Grundvoraussetzung für erfolgreiches Gärtnern bewirken. Mit der neuen Fräse können wir den Boden nun in gewünschter Tiefe bearbeiten und den Kulturen das Anwurzeln nach der Pflanzung deutlich erleichtern. Für mich stellt das eine enorme Arbeitserleichterung in zeitlicher wie auch körperlicher Hinsicht dar. Nun ist es endlich möglich, die Setzlinge ohne Widerstand einfach mit der Hand in die Erde zu bringen. Die Pflanzen danken es uns ebenfalls mit einer wesentlich besseren Nährstoffaufnahme und schnellerem Wachstum.“
Denn der Verein hat durch die aktuellen Einnahmen kaum Überschuss.
Die Kosten für das Wasser am Feld sind durch die Trockenheit explodiert, die Einnahmen der Mitglieder fließen direkt in den Gartenbau und die Personalkosten. „Es ist nicht unser Ziel Geld zu erwirtschaften. Wir möchten Bürger:innen aus Scheßlitz und Umgebung die Möglichkeit geben, vor Ort saisonales und ungespritztes Gemüse zu erwerben und wieder im Jahreskreislauf die Sorten und Gemüse kennenzulernen.
Unterstützung kam in Zeiten der Not von der Praxis „Physiofee“ in Bamberg, deren Inhaberin Sabine Mantel das Projekt unterstützt. Sie ist kurzfristig, nachdem im Newsletter des Vereines über das Problem mit der fehlenden Fräse berichtet wurde, aktiv geworden. Binnen weniger Tage war das Sponsoring der Bodenfräse von der Praxis Physiofee für die SoLaWi Giechburgblick geklärt.
„Wir sind wirklich sehr dankbar“, so auch Tanja Hofmann vom Verein. Für kleine Vereine wie uns sind solche Spenden einfach Gold wert!