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Gemeindeblatt Strullendorf
Ausgabe 10/2024
Mehrgenerationenhaus
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Mehrgenerationenhaus

Zum Weltfrauentag am 8. März

Heute, am 8.3.2024, machen Frauen weltweit auf die großen Unterschiede und Missstände aufmerksam und fordern in gemeinsamen, friedlichen Märschen und Festen ihre Rechte ein. 1975 wurde der internationale Frauentag von den Vereinten Nationen am 8. März als Internationaler Frauentag institutionalisiert. Dank der frühen Initiativen einiger starker Frauen, ist bereits sehr viel bewegt worden. Trotzdem sind Frauen und Männer wirtschaftlich noch nicht gleichgestellt. Es braucht mehrere Generationen und weitere Bestrebungen und Überzeugungsarbeit, die Gleichstellung und Gleichwertigkeit von Frauen und Männern in Politik und Gesellschaft zu erreichen und Diskriminierung von Frauen entgegen zu wirken, denn Frauenrechte sind Menschenrechte!

Frauen verbringen 43,3 % mehr Zeit mit Care-Arbeit als Männer. Quelle: Statistisches Bundesamt: www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Zeitverwendung/_inhalt.html

Siehe zu Gender-Care-Gap auch: www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_073_63991.html

Gender-Pay-Gap

Frauen verdienen überall in Europa weniger als Männer. Bei uns liegt die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern bei 18 %. Sogar bei gleicher formaler Qualifikation und ansonsten gleichen Merkmalen beträgt der Entgeltunterschied immer noch sechs Prozent und stellt damit eine (verdeckte) Benachteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt dar.

Die Ursachen dieser Lohnlücke sind vielfältig und können nur im Zusammenwirken verschiedener Maßnahmen verringert werden. Ein Meilenstein ist das Gesetz zur Förderung der Transparenz in Entgeltstrukturen. Quelle: www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/gleichstellung/frauen-und-arbeitswelt/lohngerechtigkeit

Siehe zu Gender-Pay-Gap auch „Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen“ (seit 06.07.2017): www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/gesetze/gesetz-zur-foerderung-der-transparenz-von-entgelt-strukturen-116728

Altersarmut von Frauen

In Deutschland waren im Jahr 2022 14,7 Prozent der Bevölkerung von Armut bedroht, von denen ältere Menschen besonders betroffen sind. Für Personen ab 65 Jahren ist die Armutsgefährdungsquote mit 18,3 Prozent überdurchschnittlich hoch. Frauen sind über alle Altersstufen hinweg stärker armutsgefährdet als Männer, jedoch ganz besonders im Alter; bei 65+ lag die Armutsgefährdungsquote für Frauen bei 20,3 Prozent, für Männer bei 15,9 Prozent (im Jahr 2021). Seniorinnen ab 75 Jahre waren zu 20,6 Prozent armutsgefährdet, Senioren ab 75 Jahre bis zu 14,2 Prozent.

Quelle: Statistisches Bundesamt: www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Aeltere-Menschen/armutsgefaehrdung.html

Gesamtgesellschaftlich gibt es noch viel zu tun, bis Frauen und Männer in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wirklich gleichberechtigt vertreten sind, bis Geschlechtergerechtigkeit etabliert ist und einer Altersarmut von Frauen erfolgreich und dauerhaft entgegen gewirkt werden kann. Letztendlich stärkt es unsere Demokratie, sich für faire Löhne und Strukturen einzusetzen, die den Frauen die Chance einräumen, während ihres Erwerbslebens auch eine angemessene und existenzsichernde Rente aufbauen zu können.

Danielle Busboom